Mit Monstern kämpfen
Das Berliner Duo Sheree Domingo und Patrick Spät verbindet in seinem preisgekrönten Comic »Madame Choi und die Monster« die Geschichte einer Entführung mit koreanischer Mythologie.
Das Berliner Duo Sheree Domingo und Patrick Spät verbindet in seinem preisgekrönten Comic »Madame Choi und die Monster« die Geschichte einer Entführung mit koreanischer Mythologie.
Zweifelsohne gibt es Bücher, die verzaubern. Aber kann man das auch über eine Lesung sagen? Einige Gedanken zur Premiere von Anna Giens neuem Roman »Paris・Rot« im Roten Salon der Berliner Volksbühne….
Die Folgen der Wiedervereinigung beschäftigen Deutschland bis heute, das Verhältnis zwischen Ost und West ist nach dreißig Jahren immer noch von Vorurteilen und Befindlichkeiten geprägt. Die vielfältige literarische Aufarbeitung der Wende- und Nachwendejahre zeigt die enormen Erschütterungen und Verluste der …
Wie haben Erich Kästner, Gottfried Benn und Hans Fallada eigentlich im Dritten Reich gelebt? Dominik Graf geht in seinem neuen Dokumentarfilm »Jeder schreibt für sich allein« dem Denken, Schreiben und Leben deutscher Schriftsteller:innen in der Nazizeit auf den Grund.
Die Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse beweist, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht hat. Statt großer Namen und dicker Titel stellt sie in der Kategorie Übersetzung fünf Titel ins Schaufenster, die wohl die wenigsten auf dem Schirm hatten. Statt …
Die Jury gibt die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse bekannt. Neben einem alten Bekannten finden sich einige echte Überraschungen unter den Nominierten. Nach den Indie- und Kleinstverlagen kann nun erstmals auch ein Comicverlag auf eine Auszeichnung hoffen….
Krieg, Klimawandel, Katastrophen. Ist diese Welt denn noch in Worte zu fassen? Die neuen Gedichtbände von Lina Atfah, Nico Bleutge und Marius Hulpe zeigen eindrucksvoll, dass die Poesie die Wirklichkeit deutlich besser und nachhaltiger in den Griff bekommt als die …
Wer sind die Ostdeutschen und woher kommt ihr Unmut? Die Ethnologin Juliane Stückrad, der Literaturwissenschaftler Dirk Oschmann und eine Sammlung von Briefen aus der Wendezeit geben auf ganz unterschiedliche Art und Weise Antworten. Dabei wird deutlich, dass der Osten keine …
Eva Tepest, Berliner Autor:in, Theatermacher:in und queer-lesbische Aktivist:in, wurde vom Berliner Stadtmagazin tip zu einer der 25 wichtigsten Newcomer:innen für 2023 angekündigt. In ihrem Debüt »Power Bottom« begibt sie sich selbstlos in die Echokammern der Lust und fragt nach dem …
Der französische Ökonom Thomas Piketty hat mit seinem neuen Buch zur »Kurzen Geschichte der Gleichheit« zurück zum Optimismus gefunden. Nachdem er in seinen vorangegangenen Werken die (neo)liberale Wachstumsideologie bloßgestellt hat, zieht er längere historische Linien und sieht in der Neuausrichtung …
Die Politologin Adom Getachew zeigt in ihrer Studie »Die Welt nach den Imperien« eindrucksvoll, wie antikoloniale Aktivist:innen vergeblich eine gerechtere Welt gestalten wollten. Von zwei der wichtigsten Intellektuellen sind inzwischen auch Übersetzungen ihrer Schriften erschienen.
Die amerikanische Fotografin Nan Goldin hat am Freitag den Käthe-Kollwitz-Preis 2022 der Akademie der Künste erhalten. Aus diesem Anlass zeigt die Akademie einiger Arbeiten der Amerikanerin in ihren Räumen. Parallel wurde auch der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete …
Irina Kilimniks Debütroman „Sommer in Odessa“ ist eine flirrende Liebeserklärung an die ukrainische Metropole am Schwarzen Meer und ihre Menschen. Politik spielt nur eine Nebenrolle. Ein Gespräch über Kindheitserinnerungen, knorrige Patriarchen, emanzipierte Frauen und die Odessiter Unbeschwertheit….
Der Klimawandel hat auch die Literaturszene in Berlin und Brandenburg erreicht. Ob das Revival des Nature Writing oder die Erfindung der Climate Fiction – diese Literatur hat das Potenzial, unseren Blick auf die Welt entscheidend zu verändern.
Für manche sind sie Kinderkram, für andere große Kunst. Die Rede ist von Animationsfilmen. Die Berlinale hat einige im Programm….
Der fast zweistündige Film über eine Anlaufstelle für geistig kranke Menschen des Franzosen Nicolas Philibert gewinnt den Goldenen Bären der 73. Berlinale. Christian Petzold und Angela Schanelec sammeln weitere Bären ein, ein faszinierendes Kind wird für die Beste schauspielerische Leistung …
Am Ende der 73. Berlinale sprechen alle über ein Thema: toxische Männlichkeit. Die vierte Auflage des Filmfestivals unter der künstlerischen Leitung von Carlo Chatrian überzeugte mit einem spannenden Wettbewerb, lässt aber auch eine gewisse Willkür erkennen….
Christoph Hochhäuslers queerer Film Noir »Bis ans Ende der Nacht« schließt den Wettbewerb der Berlinale. Noch einmal geht es um die Suche der eigenen Identität inmitten traumatisierter Seelenlandschaften.
1980 blickt der Schriftsteller James Baldwin auf die Bürgerrechtsbewegung zurück und fragt sich, was aus den Vereinigten Staaten geworden ist. Dick Fontaines restaurierter Dokumentarfilm »I heard it through the Grapewine« ist Zeitgeschichte und ein Dokument der Schwarzen Emanzipation.
Der Chinese Liu Jian rückte kurz vor dem Start der Berlinale noch mit seinem Animationsfilm »Art College 1994« in den Wettbewerb des Festivals. Er erzählt darin anhand einer Handvoll Figuren von den Debatten um Kunst, Politik und Gesellschaft am Campus …
Heute vor einem Jahr begann Russland seinen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine. Die aktuelle Situation im Land und die lange Geschichte dieses Konflikts werden in allen Sektionen auf der 73. Berlinale aufgegriffen….
Der portugiesische Regisseur João Canijo konkurriert mit dem Drama »Mal Viver« um die Bären. Darin porträtiert er fünf Frauen und ihre schwierigen Beziehungen zueinander. Parallel läuft im Nebenwettbewerb Encounters sein Film »Viver Mal«, in dem die Genialität dieses Spiegelprojekts überhaupt …
Während in den vergangenen Jahrzehnten der japanische Animationsfilm einen festen Platz in der westlichen Filmwelt hat, war davon auf der Berlinale wenig zu spüren. Nun ist mit dem mitreißenden Epos »Suzume« erstmals seit 21 Jahren ein animierter Film aus Japan …
Der Klimawandel spielte bislang auf der Berlinale noch keine Rolle. In Christian Petzolds »Roter Hinmel« bildet er den Hintergrund eines Dramas, in dem er sich den großen Fragen der menschlichen Existenz widmet.
Die spanische Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren ist die zweite Debütantin im Wettbewerb. Ihr Film »20.000 especies de abejas« ist ein weiterer Beweis für das feine Händchen von Festivaldirektor Carlo Chatrian….