Alle Artikel von lyrikzeitung

Nichts ist unmöglich

(Zwölf Nächte) Griechisch adynatón heißt das Unmögliche. Adynata (lateinisch impossibilia) sind ein antikes Stilmittel, das schon bei Homer vorkommt und auch bei einem der frühesten Lyriker der griechischen Literatur, Archilochos….

Ich dichte im Schlaf

Die Fatrasie des 13. Jahrhunderts (siehe hier), ein absurder karnevalistischer Scherz, „aggressive Anti-Lyrik“ (Jean-Pierre Bordier), passt perfekt in die Rauhnächte zwischen Weihnacht und Epiphanias,  in die Zwölf Nächte vom 24. Dezember bis zum Dreikönigsabend (6….

Sage, wo ist er?

Aus den Ghaselen des Mewlana Dschelaleddin Rumi. (Übersetzt von Friedrich Rückert) Die Ghasele oder das Ghasel ist eine kunstvolle Gedichtform, bei der die ersten beiden Zeilen reimen und dieser eine Reim dann über das ganze Gedicht in jeder zweiten Zeile …

Noch mal zu Eichendorff

Robert Gernhardt Zu zwei Sätzen von EichendorffDämmrung will die Flügel spreiten,wird uns alsobald verlassen,willst du ihren Flug begleiten,mußt du sie am Bürzel fassen.Freilich, mancher, der so reiste,fiel aus großer Höh‘ hinunter,weil er einschlief …

Lieber Liebe als Krieg

Man weiß, dass das Werk der griechischen Dichterin Sappho zum überwiegenden Teil in Fragmenten überliefert ist. In der Anthologie „Tränen und Rosen. Krieg und Frieden in Gedichten aus fünf Jahrtausenden“, die, herausgegeben von Achim Roscher, 1967 (2….