INTERVIEW – «Weissrussland ist ein Folterlabor», sagt Sasha Filipenko
Der weissrussische Bestsellerautor hat mit «Die Elefanten» eine komisch-düstere Parabel über den Umgang mit politischer Repression geschrieben. Gespräch mit einem Unermüdlichen.
Der weissrussische Bestsellerautor hat mit «Die Elefanten» eine komisch-düstere Parabel über den Umgang mit politischer Repression geschrieben. Gespräch mit einem Unermüdlichen.
Was tun, nachdem der Kalte Krieg vorbei ist? Kristof Magnusson lässt das sinistre Personal seines neuen Buchs weitermachen – nur noch geheimer und absurder.
In «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» will die Autorin die NS-Vergangenheit ihrer Familie bergen. Es ist das Protokoll eines Scheiterns.
In Frankreich zahlen Milliardäre fast keine Steuern auf Dividenden. Das will der Ökonom Gabriel Zucman ändern. Sein Vorschlag ist anmassend und zugleich wirkungslos….
Politische Konflikte eskalieren, wenn nicht Argumente aufeinandertreffen, sondern persönliche Haltungen. Der Philosoph und Publizist Peter Neumann fordert einen Perspektivenwechsel.
Immer mehr junge Menschen haben noch nie vom Holocaust gehört. An den Hochschulen wird die Geschichte der Judenvernichtung seltener behandelt. Der Historiker Jan Gerber zeigt, wie es dazu kam….
Überall auf der Welt Krieg. Täter, die sich zu Opfern erklären. Unschuldige, die in einer rasenden Rhetorik der Eskalation zu Schuldigen erklärt werden….
Ein Telefonat mit der eigensinnigen französisch-schweizerischen Schriftstellerin Corinne Desarzens.
Ihr neuer Roman «Weil ich Ruth bin» liest sich wie ein süsser, schwerer Traum. Ein Gespräch mit der Zürcher Autorin Julia Weber.
Die Nahost-Kennerin Younis hat ein rasantes Buch über die absurden Zustände in internationalen Hilfsorganisationen vorgelegt. Es ist eine literarische Verarbeitung ihrer eigenen Erfahrungen.
In ihren Memoiren schreibt Gisèle Pelicot über den Mann, den sie 50 Jahre lang liebte. Und der ihr das Leben zur Hölle machte. Das Buch ist kein Trost, es ist eine Herausforderung….
Eine Sekte, obskure Lehren und haltlose Gerüchte: Der «Muckerprozess» in Königsberg 1835 führte zu einem Aufruhr, der über Preussen hinaus Wellen schlug.
Sie gilt als eine der aufregendsten Stimmen Lateinamerikas. Nun ist Mariana Enriquez’ Erzählband «Grelles Licht für darke Leute» erschienen.
In «Mutmassliche Leben» porträtiert die grosse Schweizer Autorin Fleur Jaeggy die Schriftsteller Thomas de Quincey, John Keats und Marcel Schwob. Es sind Miniaturen, die bewegen und verstören.
Stefanie Sargnagel führt in ihrem Buch «Opernball» mit scharfem Blick durch einen irrlichternden Rausch aus Alkohol und Ekstase.
In «Ausreden» rekonstruiert Florian Klenk das Leben von Elfriede Blauensteiner. Das Buch erzählt zugleich von einem brutalisierten Österreich der Zwischenkriegszeit.
In der heutigen Dating-Kultur sind Beziehungen verfügbar geworden. Melissa Febos war süchtig nach der romantischen Liebe. Sie ging auf Entzug – und entdeckte das Begehren….
Der österreichische Schriftsteller erzählt eine Geschichte über Abschied und Tod, Familie und die Europäische Union.
Barbara Honigmanns «Mischka» ist die Geschichte von Wilhelmine Magidson, die zehn Jahre im Gulag bei Workuta überlebt. Das Buch zeigt auch, wie viele im Westen die Lager und den stalinistischen Terror einfach nicht wahrhaben wollten.
Der britische Historiker Peter Heather zeichnet den Weg des Christentums zur Weltmacht nach. Und zeigt, wie der neue Glaube von der Weltmacht Rom lernte.
Vor 125 Jahren wurde Anton Tschechows Kultdrama «Drei Schwestern» am Moskauer Künstlertheater uraufgeführt. Das Neue daran war das Fehlen von «Handlung»; es wird nur ewig palavert. Erst im Kopf des Zusehers entsteht der Abgrund der Verzweiflung….
Der Slawist Felix Philipp Ingold legt eine eingehende Darstellung der vor den Sowjets geflohenen Russen im Pariser Exil vor. Dabei wählt er einen originellen Zugang. In vierzehn Doppelporträts beschreibt er überlappende und manchmal auch konfligierende Lebenswelten….
Mit unerhörter Dichte und in jagendem Rhythmus entwirft Dorota Maslowska existenzielle Schieflagen und Empfindungen, die Bände sprechen, in einem berstend vollen Buch von nur 150 Seiten. Die Schärfe ihres Blicks aber sollte man nicht mit Zynismus verwechseln.
Mit über dreissig Jahren Verspätung erreicht ein Klassiker der tschechischen Postmoderne endlich das deutschsprachige Publikum. Darin begibt sich ein einsamer Held auf die Jagd nach den Geheimnissen einer rätselhaften, surrealen Welt.
Hartmut Rosa zeigt, wie sich der moderne Mensch selbst bevormundet, Martin Schulze Wessel kritisiert Deutschlands verengten Blick auf die Ukraine, und Andreas Molitor schildert, wie Hermann Göring zum Massenmörder wurde.