Wovon träumt Europa? Von Macron und MacBooks, wie das Prosabuch von Wolfram Lotz
Der gefeierte Dramatiker Wolfram Lotz hat sich für das Buch «Träume in Europa» durch Internetforen geklickt. Gerade im Absurden zeigt sich das literarische Potenzial.
Der gefeierte Dramatiker Wolfram Lotz hat sich für das Buch «Träume in Europa» durch Internetforen geklickt. Gerade im Absurden zeigt sich das literarische Potenzial.
Das ambitionierte Debüt «Hauptsache kein Zeitgeist» ist ein Buch über eine Gegenwart, die ununterbrochen urteilt.
Für die einen ist sie gefährdet, manche halten sie schon fast für tot: die Demokratie. Der Historiker Jörg Baberowski zeigt, dass Demokratie die Leidenschaften der Menschen nicht ausschliessen darf. Und dass sie durchaus populistischer werden darf….
Die Schriftstellerin war 43 Jahre mit Paul Auster zusammen. Als er 2024 stirbt, muss Hustvedt wieder zu leben lernen. Dennoch liegt in der Trauer auch ein Trost….
Wenn man das Gefühl hat, ein Niemand zu sein, bleibt der Wunsch, jemand anderes zu sein.
Die «Nashörner» sind überall: politische Risiken, die Unternehmen bedrohen. Ansgar Baums und Thomas Ramge analysieren die Achillesfersen der globalisierten Wirtschaft
Die US-Autorin schreibt über den Verlust ihres Mannes Paul Auster – online und in einem Buch. Kann sie es verhindern, dass so viel Intimität in Kitsch kippt?
Ryszard Kapuściński (1932–2007) ist eine Legende unter den Reiseschriftstellern des 20. Jahrhunderts. Warum ein so willkürlich mit Fakten umgehender Autor mit seinem 1982 erschienenen Buch «Schah-in-schah» helfen kann, die Lage in Iran zu verstehen….
In den vierziger Jahren wurde Los Angeles zum Zentrum deutschsprachiger Kultur. Doch bald gerieten die Emigranten erneut unter politischen Verdacht. Der Autor Jan Jekal erzählt davon in seinem hervorragenden neuen Buch «Paranoia in Hollywood»….
Die preisgekrönte Autorin Dana Grigorcea hat mit«Tanzende Frau, blauer Hahn» einen Roman über die Wendezeit in der rumänischen Prärie geschrieben. Gespräch über ein Lebensgefühlzwischen Verlust und Aufbruch.
Die meisten sind für die freie Meinungsäusserung. Bis jemand etwas sagt, was ihnen nicht passt. Ronen Steinke zeigt, wie die Justiz das Grundrecht einschränkt….
Irgendetwas zwischen Sprachphilosophie und Sprechdurchfall: Der junge Wiener Autor Elias Hirschl hat einen rauschhaften Text geschrieben.
Im Erzählband «Die Flucht der Bärin» lässt Joanna Bator ihre Figuren durch eine Landschaft aus Verlust und Horror irren.
Jean-Jacques Rousseau sehnte sich nach dem ursprünglichen Paradies, obwohl er wusste, dass kein Weg dahin führt. Volker Reinhardt schildert das Leben des Philosophen, Dichters und Aussteigers mit allen Widersprüchen.
Der deutsche Philosoph Markus Gabriel legt in seinem neuen Buch einen Kompass für das KI-Zeitalter vor. Er zeigt, wie Europa im Tech-Rennen bestehen kann – offenbart allerdings bei der harten Währung der Datenökonomie eine Schwachstelle.
Umm-el-Banine Assadoulaeff verliebt sich 1942 in den deutschen Besatzungsoffizier und Schriftsteller Ernst Jünger. Sie sucht spirituelle Verschmelzung, er wahrt kühle Distanz. Was bleibt, ist ein intimes Protokoll über Manipulation, Verehrung und die Lächerlichkeit der Liebe….
Die erste deutsche Republik war von kurzer Dauer und endete im Nationalsozialismus. Eine Ursache dafür waren marode Staatsfinanzen. Doch Ute Daniel sieht noch andere Gründe….
Die Engländerin Charlotte Mew (1869–1928) war als Virtuosin des Stilwechsels eine literarische Ausnahmeerscheinung. Ihre Erzählungen handeln von der Liebe, die stets, ganz Fin de Siècle, mit dem Tod verbunden ist. Auch ihre Lyrik bewegt sich auf der Höhe ihrer Zeit….
Einst war das Ausschlafen ein Statussymbol. Heute wird das Frühaufstehen zelebriert. Der Kulturhistoriker Christoph Ribbat hat sich mit dem Moment befasst, den viele als existenziell empfinden: dem Aufwachen….
Der weissrussische Bestsellerautor hat mit «Die Elefanten» eine komisch-düstere Parabel über den Umgang mit politischer Repression geschrieben. Gespräch mit einem Unermüdlichen.
Was tun, nachdem der Kalte Krieg vorbei ist? Kristof Magnusson lässt das sinistre Personal seines neuen Buchs weitermachen – nur noch geheimer und absurder.
In «Ich möchte zurückgehen in der Zeit» will die Autorin die NS-Vergangenheit ihrer Familie bergen. Es ist das Protokoll eines Scheiterns.
In Frankreich zahlen Milliardäre fast keine Steuern auf Dividenden. Das will der Ökonom Gabriel Zucman ändern. Sein Vorschlag ist anmassend und zugleich wirkungslos….
Politische Konflikte eskalieren, wenn nicht Argumente aufeinandertreffen, sondern persönliche Haltungen. Der Philosoph und Publizist Peter Neumann fordert einen Perspektivenwechsel.