Es gibt nur eine einzige Geschichte. Für Julian Barnes’ Helden endet sie nicht gut
Eine junge Frau am Arm eines wesentlich älteren Liebhabers? Kein Problem. Eine reife Frau mit jugendlichem Liebhaber?…
Eine junge Frau am Arm eines wesentlich älteren Liebhabers? Kein Problem. Eine reife Frau mit jugendlichem Liebhaber?…
Auf die Suche nach der verschollenen Zeit begeben sich die Romane des russischen Schriftstellers Sergei Lebedew. Gerne recherchiert er in seinem persönlichen Umfeld tragischen Lebensschicksalen nach. «Kronos’ Kinder» handelt von den lange tabuisierten deutschen Wurzeln seiner Familie….
Der Journalist Michael Rutschky gehörte zu den prägendsten publizistischen Figuren Deutschlands. Sein Leben aber war zunehmend verschattet.
Die Literaturzeitschrift «orte» feiert ihre 200. Ausgabe mit einem opulenten Heft: Autoren schreiben über ihre Schreiborte.
Ganze tausend Churchill-Biografien sind bereits auf dem Markt. Braucht es da noch zwei weitere? Wenn sie von so profunden Kennern und guten Schreibern verfasst sind, wie Andrew Roberts und Allen Packwood es sind: unbedingt!…
Die Vögel gehören zu den rätselhaftesten Wesen in der Natur. Staunend schauen und hören wir ihnen zu, fassungslos und verzaubert zugleich.
1872 treffen sich im bernischen Saint-Imier der russische Revolutionär Michael Bakunin und sein Landsmann Peter Kropotkin – die beiden wichtigsten Denker des Anarchismus – mit einer Reihe von jurassischen Uhrmachern. So originell diese antiautoritäre Bewegung ist, so wenig Beachtung hat …
David Cameron, Boris Johnson oder George Osborne: Sie alle gehören einer britischen Elite an, welche die gleiche Ausbildung durchlaufen hat und die eine Kultur der Oberflächlichkeit begünstigt.
Das Zerstörungswerk der Nationalsozialisten hat seine monströsen Dimensionen auch darum annehmen können, weil es in etlichen Ländern willige Kollaborateure fand. Das zeigt der Historiker Klaus Kellmann in einer breit angelegten Studie.
Das Thema ist frisch, der Stil weniger: Die Amerika-Koreanerin Min Jin Lee erzählt eine politisch interessante, aber oft süsslich wirkende asiatische Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts mit den europäischen Erzählmitteln des 19. Jahrhunderts….
Guy Helminger ist ein Frühaufsteher, den täglich die Lust am Text packt. Und in seiner Stammkneipe verkauft der Wirt auch seine Bücher.
Lange wurden Experten in der Öffentlichkeit als Helden gehandelt. Jetzt stehen die Repräsentanten des Wissens im Gegenwind. Der Historiker Caspar Hirschi zeichnet Aufstieg und Zerfall des Expertentums nach….
Ideologie, Nationalismus und Religion: Das Denken in Gruppen spaltet im 21. Jahrhundert die Gesellschaft. Gerade deswegen sollte der kosmopolitische Humanismus Karl Jaspers’ wiederentdeckt werden….
Wer trägt denn am Ende die Schuld an der Misere? Joshua Ferris scheint sie beim eigenen Geschlecht zu suchen, wenn er den Titel «Männer, die sich schlecht benehmen» über seine Erzählsammlung setzt. Aber so einfach ist es nicht….
Manchmal sind Romane auch dazu da, die Welt ein wenig auf den Kopf zu stellen. Das macht Barbara Zeman in ihrem fulminanten Debüt mit Witz und Verstand.
Dirk von Lowtzow ist als Sänger und Songwriter der deutschen Rockband Tocotronic bekannt geworden. Doch nun hat er ein Buch geschrieben. Er nimmt den Leser mit auf literarische Streifzüge durch sein Leben….
In einer Sache waren sich die Experten einig. Die Violine, die Philipp Blom ihnen vorlegte, war ungewöhnlich und von edler Art. Doch wer hatte sie geschaffen, und wo?…
Heinz Theisen empfiehlt dem Westen in der entstehenden neuen Weltordnung eine Doppelstrategie zur Sicherung liberaler Werte.
Die künstliche Intelligenz wird das Kräfteverhältnis zwischen den USA und China verändern – und fast alles andere auch. Das bringt uns Effizienzgewinne. Und im Idealfall mehr Liebe….
Paris war für Joseph Roth zunächst Sehnsuchtsort und schliesslich Zufluchtsort. Und hier hat er sich in seinem Elend schliesslich zu Tode gesoffen.
In Mythen und Ritualen verständigen sich Gesellschaften über sich selber. Der Kunsthistoriker Neil MacGregor fragt in seinem neuen Buch, was es heisst, mit Göttern zu leben.
Er hat in seinen Büchern das harte Pflaster Brooklyns beschrieben und Jugendliche mit Tourette-Syndrom oder wilden Superhelden-Träumen als Helden eingesetzt. Jonathan Lethems jüngster Roman inszeniert nun die Endzeitstimmung der Ära Trump im Ödland um Los Angeles.
Seine grössten literarischen Erfolge feierte Andor Endre Gelléri nach der Weltwirtschaftskrise 1929, deren Auswirkungen auf das Leben der Ärmsten er eindrücklich schildert. Jetzt lässt sich sein menschenfreundliches Werk, in dem sich präzise Beobachtung und märchenhafter Ton vereinen, neu entdecken.
Mit dem neuen Erzählband von Clemens J. Setz begibt man sich auf einen hochkomischen Rundgang durch den finster schillernden Kosmos der psychischen Zwangsstörungen.
Ihre Genialität schützte Else Lasker-Schüler nicht vor den Schikanen der Zürcher Fremdenpolizei – im Gegenteil. Zwei neue Publikationen werfen ein neues Licht auf die Jahre an der Limmat.