Der Optimist in der Migrationsdebatte
Der deutsche Politologe Aladin El-Mafaalani bewertet die Konflikte um die Einwanderung positiv. Für ihn sind sie ein Zeichen dafür, dass die Integration von Migranten Fortschritte macht.
Der deutsche Politologe Aladin El-Mafaalani bewertet die Konflikte um die Einwanderung positiv. Für ihn sind sie ein Zeichen dafür, dass die Integration von Migranten Fortschritte macht.
Auch einer Tapete kann man das Gift des schleichenden Horrors einimpfen. Die Amerikanerin Charlotte Perkins Gilman tat das mit der Souveränität der künstlerisch Geschulten; ihre Erzählung «Die gelbe Tapete», die nun in neuer Übersetzung vorliegt, ist ein Geniestreich und ein …
«Das Leben spüren» heisst der kategorische Imperativ der Gegenwart. Wo zu viel Rettendes ist, muss die Gefahr gesucht werden. Aber wir tolerieren die Gefahr nur da, wo wir sie wollen….
Auch einer Tapete kann man das Gift des schleichenden Horrors einimpfen. Die Amerikanerin Charlotte Perkins Gilman tat das mit der Souveränität der künstlerisch Geschulten; ihre Erzählung «Die gelbe Tapete», die nun in neuer Übersetzung vorliegt, ist ein Geniestreich und ein …
Das Scheitern eines bürgerlichen Lebensentwurfs steht im Mittelpunkt von Karl-Heinz Otts neuem Roman. Er schildert darin den Ausbruch einer Karrierefrau in die Freiheit der Abgeschiedenheit.
Als der Isländer Arnaldur Indridason anfing, Krimis zu schreiben, dachte man, ihm ginge bald der Stoff aus – viel mehr als Schafdiebstahl gab es nicht. Doch Indridason war und ist erfinderisch: Jeden Herbst begeistert er seine Lesergemeinde mit einem neuen …
Der Islamwissenschafter Thomas Bauer will den «sinnlosen Begriff» des Mittelalters verabschieden: Auf eine verlängerte Spätantike soll direkt die Neuzeit und im 18. Jahrhundert dann die Moderne folgen. Der Autor hat gute Argumente auf seiner Seite – aber die etablierte Praxis gegen …
Ein Familienvater steht vor dem Bankrott, ein Mädchen soll zwangsverheiratet werden, ein Backpacker erliegt in Thailand seinen Halluzinationen: alles kein Drama. Jeffrey Eugenides’ Figuren überleben Krisensituationen relativ frei von Schäden.
Ein Familienvater steht vor dem Bankrott, ein Mädchen soll zwangsverheiratet werden, ein Backpacker erliegt in Thailand seinen Halluzinationen: alles kein Drama. Jeffrey Eugenides’ Figuren überleben Krisensituationen relativ frei von Schäden.
Der Schriftsteller Felix Philipp Ingold erfindet sich in seinem neuen Roman noch einmal neu: als Pseudonym eines Journalisten, der nach Dokumenten zum Hitler-Stalin-Pakt forscht, aber die Literatur findet.
Ende der zwanziger Jahre entwirft der Argentinier Roberto Arlt in seinem Roman «Die sieben Irren» eine Anatomie des Wahns. Mit kühler Präzision zeichnet er ein Bild des heraufkommenden Totalitarismus.
Was geschah 1913, als die Welt noch in Ordnung schien? Der deutsche Tausendsassa Florian Illies legt seinen zweiten Band zum Schicksalsjahr vor – und wechselt zugleich die Seite: Er ist als Verleger bei Rowohlt angekommen.
Ende der zwanziger Jahre entwirft der Argentinier Roberto Arlt in seinem Roman «Die sieben Irren» eine Anatomie des Wahns. Mit kühler Präzision zeichnet er ein Bild des heraufkommenden Totalitarismus.
Was geschah 1913, als die Welt noch in Ordnung schien? Der deutsche Tausendsassa Florian Illies legt seinen zweiten Band zum Schicksalsjahr vor – und wechselt zugleich die Seite: Er ist als Verleger bei Rowohlt angekommen.
Die deutsche Sprache ist wundervoll, aber es gibt Dinge, für die wir keine Worte haben. Ein formidables kleines Lexikon schafft hier Abhilfe.
Alle reden von Innovation. Doch was braucht es wirklich, um Freiräume zu schaffen für Unerwartetes? Eine Streitschrift des deutsch-österreichischen Autors Wolf Lotter liefert Antworten….
Wie eine Lebenskrise ins grotesk Banale verkleinert wird, kann man jetzt in Juli Zehs Roman «Neujahr» nachlesen.
Das junge Paar im Zentrum von Ayòbámi Adébáyòs Debütroman bringt alles mit, was für eine moderne Partnerschaft nötig ist. Aber es hat die Rechnung ohne den Faktor gemacht, der in der nigerianischen Gesellschaft das einzige Gütesiegel für eine Ehe ist.
Der britische Historiker Richard J. Evans hat ein voluminöses Werk über das «europäische Jahrhundert» verfasst. Was er über die Jahre 1815 bis 1914 schreibt, hilft nicht nur, die Geschichte besser zu verstehen….
Weit mehr als ein Jahrhundert nach Ibsen bastelt Matias Faldbakken einen psychologischen Guckkasten, eine Art Puppenheim der guten Gesellschaft mitten in Oslo. Das Nobelrestaurant «The Hills» mit seinen skurrilen Gästen ist ein Spiegel des im Niedergang befindlichen alten Kontinents.
Wer unter uns gestressten Zeitgenossen möchte das nicht: ein «Jahr der Ruhe und Entspannung». Liest man, wie Ottessa Moshfeghs Romanheldin an dieses Unterfangen herangeht, dann wird man sich’s zweimal überlegen.
1915 macht der Waadtländer Dirigent Ernest Ansermet den Schriftsteller C. F. Ramuz mit Igor Strawinsky bekannt….
Der Publizist Christoph von Marschall wünscht sich von der deutschen Aussenpolitik mehr Realismus und weniger Moralismus. Zudem müsse Deutschland die eigenen Interessen artikulieren und auch wahrnehmen.
Als Schriftsteller und Kriegsreporter hatte der Amerikaner Henry Beston sein Handwerk erlernt, als er sich 1925 ein Haus auf Cape Cod errichten liess. Seine Aufzeichnungen sind nun endlich auf Deutsch erschienen – und bestechen durch ihre Klarheit und Zurückhaltung.
Populismus wird gemeinhin als Phänomen gedeutet, das abgehängte Leute versammelt – Menschen, die sich in der globalisierten Welt nicht mehr daheim fühlen. Der Politikwissenschafter Philip Manow stellt diese Lesart infrage: In seinem Buch untersucht er, wie unterschiedliche Wirtschaftsmodelle die diversen Populismen prägen.