Der Sklavenbefreier, der ein Sklave war
Frederick Douglass ist eine Ikone des amerikanischen Kampfes gegen die Sklaverei. Der Historiker David Blight widmet dem facettenreichen Mann ein episches Porträt – und vergisst dabei auch die Frauen nicht.
Frederick Douglass ist eine Ikone des amerikanischen Kampfes gegen die Sklaverei. Der Historiker David Blight widmet dem facettenreichen Mann ein episches Porträt – und vergisst dabei auch die Frauen nicht.
Der renommierte Entwicklungsökonom Paul Collier untersucht in seinem jüngsten Buch, was im Kapitalismus falsch gelaufen ist und wie dieser repariert werden kann. Der leidenschaftliche Pragmatiker teilt gegen links und rechts aus.
Der Westschweizer Schriftsteller und Zeichner Frédéric Pajak arbeitet seit längerem an dem Monumentalwerk «Ungewisses Manifest». Darin denkt er in Wort und Bild über das Dasein und seine Lebensgeschichte nach.
Die soziale Kluft, die ihre Eltern trennte, war zu tief; so wuchs die indonesische Autorin Laksmi Pamuntjak als Adoptivkind auf. An das für sie existenzielle Thema hat sie sich mit zwei umfangreichen Romanen herangetastet – und scheint ihm doch nicht ganz …
Was lässt sich aus wenigen Aktenstücken lesen? Und was bedeutet das Schweigen in der Familie? Die Autorin Susanne Fritz sucht nach den Bruchstücken einer Kriegsvergangenheit….
Als Angehöriger der ungarischen Minderheit in Serbien hat Zoltán Danyi eine ganz eigene Sicht auf die Desaster des Jugoslawienkriegs. Sein Debüt ist eine zornige Suada im Stile Thomas Bernhards und ein literarisches Ereignis über die Grenzen Ungarns hinaus.
Kann man über Ludwig van Beethoven noch etwas Originelles schreiben? Man kann, wie Eleonore Büning mit ihrem «Musikverführer» furios unter Beweis stellt.
Vor 100 Jahren schrieb Ernst Bloch den «Geist der Utopie». Eine lohnende Lektüre. Gerade heute, wo negative Utopien Konjunktur haben….
Hannah Arendts Denken ist präsenter denn je, auch vier Jahrzehnte nach ihrem Tod. Eine kritische Gesamtausgabe soll ihr Werk neu erschliessen.
Derzeit feiert in den USA ein 1965 erschienener Roman fröhliche Urständ. Sein Autor, zuvor langjähriger Korrespondent in Washington, griff damit eine aktuelle Debatte auf: Es ging – freilich unter anderen Prämissen als heute – um die Frage nach der geistigen Gesundheit …
1615 wurde in Württemberg eine alte Frau beschuldigt, ihr Dorf verhext zu haben. Das war kein unüblicher Vorwurf – doch die Frau hatte einen aussergewöhnlich klugen Sohn: Johannes Kepler übernahm die Verteidigung seiner Mutter. Anhand dieses Falls entfaltet Ulinka Rublack …
Grossbritannien sieht sich seit Jahrzehnten sowohl innerhalb als auch ausserhalb Europas. Entsprechend bewegt sich auch die Diskussion um den Brexit irgendwo zwischen Wahn und Sinn, wie Gerald Hosp in seinem Buch darlegt.
Germanen, Markomannen, Quaden, Sueben, Hermunduren: Gegen die die «Barbaren» im Norden und Osten zehrte das Weltreich Rom seine militärischen Kräfte auf.
Neuere Weihnachtsbücher entwerfen sowohl Utopien, wie sie auch zugleich das eigene Genre kritisch hinterfragen.
Man öffnet ein Buch – und es öffnet sich eine ganze Welt. Lesen ist das schöne Glück, das sich beliebig oft wiederholen lässt
Baumaterial und Arbeiter aus China gegen Champagner, Kosmetika und Schmuck aus Europa: Auf der neuen Seidenstrasse werden die Reichtums- und Machtverhältnisse der Zukunft sortiert.
Der Historiker Frank Rexroth beschreibt die Vorgeschichten der ersten Universitäten. Seine Schilderungen des 12. Jahrhunderts führen mitten in die gegenwärtigen Debatten um die Freiheit der Wissenschaft….
Mit 91 Jahren macht der Schriftsteller Martin Walser unverdrossen dort weiter, wo er immer schon das Beste aus sich herausgeholt hat: in der bedingungslosen Poesie der Egozentrik.
Ein Vater soll Vorbild sein – aber was, wenn er unerreichbar bleibt? Der britisch-kanadische Autor Tom Rachman verflicht in «Die Gesichter» die vertrackte Familienkonstellation mit den Fragestellungen eines Künstlerromans.
Wenn Städte so etwas wie eine Biografie haben, dann hat Istanbul eine ganz besonders schillernde. Seit der Antike ist die Metropole am Bosporus eine Weltstadt. Heute ist sie es auf eine nervös-verschlafene Art….
Mit der neuen «Faust»-Edition eröffnen sich grossartige Blicke auf die Tumulte eines sechzig Jahre dauernden dichterischen Ringens.
Was ist Exil? Zum Beispiel, wenn man sich bei minus vier Grad fühlt wie bei minus zwanzig, schreibt Aref Hamza in einem seiner Gedichte. Der Lyriker stellt sein breites Spektrum von Stilmitteln nie eitel aus; das gibt seinen Gedichten Direktheit …
Was ist Exil? Zum Beispiel, wenn man sich bei minus vier Grad fühlt wie bei minus zwanzig, schreibt Aref Hamza in einem seiner Gedichte. Der Lyriker stellt sein breites Spektrum von Stilmitteln nie eitel aus; das gibt seinen Gedichten Direktheit …
Der Arbeitstitel für Uwe Schneidewinds neues Buch hätte auch lauten können: «Wie können wir die Welt retten?» Eigentlich ist das Werk viel zu breit angelegt. Doch gerade deswegen überzeugt das auf Jahrzehnten der Nachhaltigkeitsforschung basierende Buch….
Der deutsche Politologe Aladin El-Mafaalani bewertet die Konflikte um die Einwanderung positiv. Für ihn sind sie ein Zeichen dafür, dass die Integration von Migranten Fortschritte macht.