Immer bleiben die Toten unter uns
Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom hat einen Gedichtband veröffentlicht, der auf schönste Weise das Gespräch mit den Verstorbenen fortführt.
Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom hat einen Gedichtband veröffentlicht, der auf schönste Weise das Gespräch mit den Verstorbenen fortführt.
Die Geburt der Verantwortung aus dem Geist der Demokratie: Etienne de Villiers liest Max Weber als postmodernen Denker.
Der israelische Schriftsteller David Grossman ist einer der grossen Vorkämpfer für einen Frieden zwischen Israeli und Palästinensern. Er gibt die Hoffnung nicht auf – obwohl sein eigener Sohn in einem bewaffneten Konflikt umgekommen ist.
Zwar sieht man sich lieber als kultivierten Reisenden denn als Tourist und blickt verächtlich auf den Feriengast im All-inclusive-Resort herab. Doch alle Welt lebt heute im «Zeitalter des Tourismus». Das schreibt Marco d’Eramo – und prophezeit zugleich das baldige Ende dieser Epoche….
Ob es um Kunstwerke ging oder um bäuerliches Leben: John Berger war ein Meister der Achtsamkeit. Sie erhellt auch seine letzten, kurz vor seinem Tod erschienenen Prosastücke.
Noch einmal kehrt der Schriftsteller Ralf Rothmann mit seinem neusten Roman zurück in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Er lässt dabei grelle Widersprüche aufeinanderprallen.
Ist es Satire oder Parodie – oder einfach ein nur zur Hälfte gelungener Roman? In Alexander Schimmelbuschs «Hochdeutschland» erstickt der Luxus an sich selbst.
Die Wiederentdeckung der Werke von Iwan Bunin (1870–1953) dauert an. Heute berührt er vor allem als Chronist einer untergehenden Welt, der er auch noch im Vorgefühl der Katastrophe eine eigentümliche ästhetische Qualität abtrotzte.
Der Historiker James Q. Whitman zeigt, wie die Nationalsozialisten zu Beginn ihrer Herrschaft versuchten, von rassistischer Gesetzgebung in den Vereinigten Staaten zu lernen. Für Vernichtungskrieg und Holocaust benötigten sie allerdings keine Vorbilder….
Angelika Reitzer entwirft in ihrem Roman «Obwohl es kalt ist draussen» ein Kleinfamilienparadies. Aber das Leben im Paradies kann ganz schön anstrengend sein.
Die kroatische Schriftstellerin Daša Drndić ist im Alter von 71 Jahren in Rijeka gestorben. In ihren dokumentarischen Romanen «Sonnenschein» und «Belladonna» ging sie der mörderischen Zeit des Ustascha-Faschismus nach. Diese wird in Kroatien nach wie vor schöngeredet oder verdrängt….
Was macht erfolgreiche Reformprozesse aus? Ein neues Buch von Nils Karlson geht dieser Frage nach. Es rät Politikern, ihre Agenda manchmal im Dunkeln zu lassen….
Das Roman-Requiem «Hain» ist eine poetische Schwellenkunde ganz eigener Art. So subtil, emphatisch und unerbittlich ist das Terrain zwischen den Lebenden und den Toten selten erkundet worden.
Einmal in der Manege stehen, einmal jonglieren wie ein Artist oder die schönsten Tiernummern vorführen: Der Belgier Mattias De Leeuw hat die Sehnsucht nach dem ganz anderen Leben in fabelhaften Zeichnungen festgehalten.
Shaun David Hutchinsons Jugendroman porträtiert einen 17-Jährigen in einer existenziellen Extremsituation. In der Psychiatrie findet er den Weg zurück ins Dasein.
Ob Kinder- und Jugendbücher im Krankenhaus oder auf einer Insel, im Gefängnis oder in einer schönen Wohnung spielen: Immer eröffnet sich ein Mikrokosmos, der das grosse Ganze spiegelt.
Das polnisch-jüdische Zusammenleben war fast immer ein schwieriges. Bei Monika Sznajderman, die väterlicherseits jüdischer Herkunft ist und mütterlicherseits dem polnischen Adel entstammt, geht der Riss durch die eigene Person hindurch. Ihre Recherche in eigener Sache ist ein berührendes und starkes …
Dieter M. Gräfs Gedichte entwerfen ein grosses historisches Panorama. Es sind Stenogramme von der gescheiterten Idee des Humanen….
Anthony Powells zwölfbändiger «Dance to the Music of Time» musste lange auf eine deutsche Übersetzung warten. Nun ist dank dem Effort eines Kleinverlags ein Meisterwerk zu entdecken.
Religion wird wichtiger. Umso mehr sollten wir über sie wissen. Der Religionswissenschafter Bernhard Maier gibt einen Überblick
Bekannt wurde «Immer Ärger mit Harry» von Jack Trevor Story durch Hitchcocks Verfilmung. Aber wer kennt schon den Roman dahinter?
Der Historiker Lutz Maeke beleuchtet in einer neuen Studie die Beziehungen zwischen der DDR und der palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Dabei zeigt sich, wie geschickt Yasir Arafat die weltpolitische Lage für seine Ziele nutzte.
In «Vom Neandertal in die Philharmonie» führt Eckart Altenmüller mit naturwissenschaftlichem Blick durch Evolution, Physiologie und Neurologie des Musizierens.
Er zähle sich zu den engagierten Schriftstellern, sagt der Argentinier Marcelo Figueras. In seinem jüngsten Roman blendet er weit zurück ins letzte Jahrhundert – und entdeckt Parallelen zu heute.
Matthias Messmer und Hsin-Mei Chuang haben die Ränder des chinesischen Reiches bereist und analysieren in einem aussergewöhnlichen Text-Bild-Band die Entwicklung der Macht im Spiegel seiner Grenzlande.