Zum Tod von Werner Morlang: Ein Spurenleser im Verborgenen
Am 18. November ist der Literaturwissenschafter Werner Morlang 66-jährig in Zürich gestorben. Bahnbrechend war seine Beschäftigung mit Robert Walser und Gerhard Meier….
Am 18. November ist der Literaturwissenschafter Werner Morlang 66-jährig in Zürich gestorben. Bahnbrechend war seine Beschäftigung mit Robert Walser und Gerhard Meier….
Der Bildband von Julieta Schildknecht widmet sich dem Erscheinungsbild sowie dem «Innenleben» des Engadins und des Münstertals – anhand 81 porträtierter Persönlichkeiten rätoromanischer Sprache.
Als Bestseller schreibender Neurologe ist er weltberühmt geworden: Oliver Sacks. Kurz vor seinem Tod im August dieses Jahres ist seine Autobiografie erschienen – eine lohnende Lektüre.
In seinem neusten Buch betreibt der Schriftsteller Christian Haller eine Archäologie in eigener Sache. Er sucht nach den Gründen dafür, warum er wurde, was er ist.
Notizen aus Schopenhauers Nachlass geben Aufschluss über die Denkbewegungen des Philosophen. Eine neue Edition der nachgelassenen Texte der Jahre 1837 bis 1852 liegt nun vor.
Teilchenphysik in Romanform serviert der Goncourtpreisträger Jérôme Ferrari in seinem Büchlein, das sich auf Werner Heisenbergs Spuren begibt. Warum nur verarbeitet er den Stoff zu Appetithäppchen?
Der Russe Boris Sawinkow (1879–1925) hat seine revolutionäre Gesinnung in einen Roman über den Terrorismus gegossen. Ironischerweise dürfte er selbst dem Terror zum Opfer gefallen sein.
Vor kurzem hat die israelische Autorin Zeruya Shalev einen neuen Roman vorgelegt. Carmen Eller sprach mit ihr über Gebete beim Sex, das Glück des Schreibens und die Schizophrenie des Schriftstellers.
Die in der Schweiz lebende slowenisch-ungarische Autorin Ilma Rakusa erhält den mit 8000 Euro dotierten Manès-Sperber-Preis.
Lange hat das postmoderne Spiel alte Denk- und Schreibmuster durchkreuzt. Zuletzt aber versandete es in Selbstgefälligkeit. Eine junge Generation entdeckt für sich die ernste Ironie….
Als Sohn eines griechischen politischen Flüchtlings ist der Schwede Aris Fioretos ein Modell dafür, wie Integration glücken kann. Ein Gespräch über Identität, Schweden und die Flüchtlinge.
Die neu erschienene Publikation «Theoretikerinnen des Städtebaus. Texte und Projekte für die Stadt» umfasst reiches Quellenmaterial für Genderforschung, Architekturgeschichte und Urbanistik.
Der renommierte Neustadt International Prize for Literature 2016 geht an die kroatische Schriftstellerin Dubravka Ugrešić.
Den «Alttestamentler», im 19. Jahrhundert in Deutschland erfunden, gibt es heute in aller Welt – und zwar in zwei Varianten: als Theologen und als Kulturwissenschafter.
Katharina Hackers neuer Roman «Skip» erkundet den Skandal des Sterbens und entdeckt Geheimnisse des Lebens. Trotz der Schwere des Themas entwickelt das Buch Sogwirkung.
«Die Inseln» machten den jungen Albert Camus trunken. Später schrieb er ein Vorwort zu dem Buch, dessen Verfasser mehr als sein Philosophielehrer war. Wieso blieb es weitgehend unbeachtet?…
Giacomo Casanova und der Marquis de Sade – sie haben manches gemeinsam, aber in vielem verkörpern sie konträre Lebensauffassungen, wie zwei neue Bücher zeigen.
Ein bisher unbekanntes Konvolut von Briefen Stefan Zweigs an den französischen Übersetzer Alzir Hella soll Mitte November versteigert werden. Hella hat grossen Anteil an Zweigs Erfolg in Frankreich.
Roland Barthes‘ diskursives Drama der Liebe ist auch in Zeiten von Internet-Pornografie und Hook-up-Kultur verführerisch wie eh und je.
Der französische Journalist Christophe Boltanski erhält für seinen Roman «La cache» (Das Versteck) den Prix Femina.
Mit dem Erstling «Der Grossvater» (1985) gelang Dante Andrea Franzetti ein glückhafter Einstieg in die literarische Laufbahn. Begriffe wie Heimat, Fremde, Identität leiteten sein Denken.
Beim Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar wurden auch Bücher Schweizer Herkunft beschädigt. Ein grosser Teil davon konnte gerettet werden – dank einer Schweizer Initiative.
Als Sohn eines Italieners und einer Schweizerin lernte Dante Andrea Franzetti früh, sich zwischen Sprachen und Kulturen zu bewegen. Der Autor und Journalist ist, erst 56-jährig, in Zürich verstorben.