Ilija Trojanows Roman «Macht und Widerstand»: Akte Ungeheuer
Während vieler Jahre hat der Schriftsteller Ilija Trojanow in den Archiven der bulgarischen Staatssicherheit recherchiert – und nun seine Funde in einem Roman verarbeitet.
Während vieler Jahre hat der Schriftsteller Ilija Trojanow in den Archiven der bulgarischen Staatssicherheit recherchiert – und nun seine Funde in einem Roman verarbeitet.
Rückwärtsgewandt und restaurativ – so wird Fürst Metternich üblicherweise charakterisiert. Eine neue Biografie rückt den europäischen Staatsmann in habsburgischen Diensten in ein neues Licht.
Die 1987 in Baden geborene Autorin Noëmi Lerch hat mit dem Prosaband «Die Pürin» ein bemerkenswertes Debüt veröffentlicht. Mit schwereloser Sprache horcht sie ins Innere des Daseins.
Die im Oktober 2015 lancierte Neuauflage des «Literarischen Quartetts» liess viel zu wünschen übrig. Erstaunlich ist auch, wie stark der Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch vertreten ist.
Hartmut Fähndrich spürt seit über 30 Jahren herausragende literarische Werke aus dem arabischen Sprachraum auf und überträgt sie ins Deutsche. Dafür wird er mit dem Spezialpreis Übersetzung honoriert.
Gedichte, Erzählungen, Romane, Reportagen: Den Stoff liefert die Wirklichkeit; Alberto Nessi verwandelt sie in Poesie. Der Tessiner erhält dafür den mit 40’000 Franken dotierten Grand Prix Literatur.
Von Partisanen und anderen Widerstandskämpfern erzählt der Tessiner Alberto Nessi in «Miló», seinem jüngsten Erzählband, der pünktlich zur Verleihung des Grand Prix Literatur auf Deutsch erscheint.
Peru ist reich an Geschichten, aber gelesen wird hier nicht viel. Die Casa de la Literatura Peruana in Lima will das ändern.
Der australische Historiker John Hirst hat eine ebenso kompakte wie anschauliche Geschichte Europas geschrieben.
Der Autor ist Professor für Chemie in Pavia und schreibt mit seinen bissigen Romanen die Jungschriftsteller an die Wand. In «Una commedia italiana» – so der Originaltitel – vergeht einem das Lachen.
Sigismund Krzyzanowski (1887–1950) gilt in Russland als herausragender Vertreter der literarischen Moderne – wie Bulgakow, Pilnjak und Leonow. Nun ist er endlich auch auf Deutsch zu entdecken.
Seit Jahrzehnten hat Adam Zagajewski kein politisches Gedicht mehr verfasst. Nun hat er ein satirisches Stück vorgelegt, das einen scharfen Ton gegen die neue Regierung anschlägt.
Schon lange vor ihrer Veröffentlichung wurde über die wissenschaftliche Edition von Adolf Hitlers Machwerk «Mein Kampf» kontrovers diskutiert. Nun liegt sie vor: fast 2000 Seiten mit 3700 Fussnoten.
David Grossman hat sich als Meister der leisen, einfühlsamen Töne etabliert. Sein jüngstes Werk greift in eine ganz andere Tastatur. Seine Fans in Israel sind befremdet, seine Kritiker davon angetan….
Der 45-jährige, in Aserbaidschan geborene und in Israel lebende Alexander Ilitschewski ist eines der überragenden Talente der russischen Gegenwartsliteratur. Gleich zwei dicke Romane zeugen davon.
Der mit 39 verstorbene Tscheche Jaroslav Hašek verbrachte ein unstetes, oft in Bier getränktes Leben. Neben dem Hauptwerk «Schwejk» verfasste er nicht weniger als 1500 Feuilletons und Geschichten.
Der frühere NZZ-Feuilleton-Chef Martin Meyer erhält den mit 20’000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis 2016, der am 5. Juni in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt übergeben werden wird.
Der Journalist und Autor Bruno Ziauddin hat einen medienkritischen Roman um Polemik, Hetze und Islamismus geschrieben. Anspielungen auf ein Zürcher Wochenblatt sind nicht zufällig.
Eine Erwiderung auf Georg Kohlers Besprechung von Axel Honneths Buch «Die Idee des Sozialismus. Versuch einer Aktualisierung» zeigt, dass Honneth von einer fragwürdigen Begriffskonstruktion ausgeht.
Herodot und Thukydides stehen am Anfang der griechischen Geschichtsschreibung. Sie setzten bis heute verpflichtende Standards für die Geschichtsschreibung. Ein Doppelporträt rückt sie ins Licht….
In seinen neuen Gedichten spürt Jürgen Brôcan den Dingen des Alltags ebenso nach wie einem vergessenen Komponisten oder den Bildern berühmter Maler.
Die «Zeitschrift für Ideengeschichte», die in ihr zehntes Jahr geht, sucht Wege aus der «falschen Alternative von Feuilleton oder Fachorgan».
Wer die brutalen Veränderungen der Moskauer Gesellschaft zwischen 1914 und 1920 darstellen will, muss literarisch gestählt sein. Michail Ossorgin hat darüber im Exil einen grandiosen Roman verfasst.
In der Geschichte des 22-jährigen Isländers Jung, der in München «seekrank» wurde, erzählt der Isländer Hallgrimur Helgason literarisch verbrämt seine eigene Biografie. Eine wilde Sache.
Fast 40 Jahre brauchte es, bis Eugene McCabes früher Kurzroman «Victims» ins Deutsche gebracht wurde. Dabei weist das nordirische Geiseldrama bereits das grosse literarische Können des Autors aus.