Lob der Besetzer
In Westfrankreich haben wenige hundert Leute den Bau eines Grossflughafens verhindert. Nun sollen sie ihre jahrelang aufgebaute Zone für alternative Lebensformen aufgeben. Ein Sammelband würdigt sie….
In Westfrankreich haben wenige hundert Leute den Bau eines Grossflughafens verhindert. Nun sollen sie ihre jahrelang aufgebaute Zone für alternative Lebensformen aufgeben. Ein Sammelband würdigt sie….
Gedichte verrücken die Welt und die Sprache. Sie öffnen Augen und Ohren auf überraschende Weise.
Kindergedichte sind anachronistisch und modern zugleich. Das heisst vielleicht, sie liegen im Trend – oder anders gesagt: Sie sind zeitlos. Ein Band vereint nun hundert neue Kindergedichte….
Die Literatur für Kinder und Jugendliche ist ein wunderbares Labor für die Auseinandersetzung mit ungewohnten Lebensweisen. Dazu gehören auch die vielfältigen Familienverhältnisse.
Sie leben in New York, haben mit Religion und Patriotismus nichts am Hut – und plötzlich zieht es sie zum Judentum zurück. Zumindest einer dieser Romanfiguren schreibt Nicole Krauss auch autobiografische Elemente ein.
Blutverkrustete Kittel, ungewaschene Hände, verschmutzte Instrumente: Im 19. Jahrhundert herrschte in den Krankenhäusern Hygienenotstand. Die Medizinhistorikerin Lindsey Fitzharris zeigt, wie langsam sich der Fortschritt gegen die Skepsis durchsetzte….
Erstmals sind auf Deutsch über hundert Gedichte von Marcel Proust erschienen. Die Verse wären entbehrlich, nicht aber der grossartige Bildteil dieser schönen Ausgabe.
Ihr Leben schien ihr nur in der Liebe möglich zu sein, die alle möglichen Formen annehmen konnte und musste: Nun ist die russische Dichterin Marina Zwetajewa in gleich zwei Editionen neu zu entdecken.
Armut hat tausend Gesichter. Und der amerikanische Schriftsteller William T. Vollmann ist um die Welt gereist, um einige davon in den Blick zu nehmen….
Eine Biografie zeichnet das wechselvolle Leben des Konservativen Hermann Rauschning nach.
In der Demokratie obliegen wichtige Entscheide der parlamentarischen Kontrolle. Das gilt jedoch nicht für Zentralbanken, die grosse Autonomie geniessen, um den Auftrag der Geldwertstabilität zu erfüllen. Doch der lauter werdende Vorwurf des Machtmissbrauchs könnte ihre Position gefährden….
Der Winterthurer Ruedi Widmer gehört zu den profiliertesten Karikaturisten der Schweiz. Nun hat er ein Buch mit Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren veröffentlicht.
Viele Leute leben gut ohne Religion; Kirche und Glaube verlieren zusehends an Bedeutung. Darin sind sich Robert Spaemann und Hans Joas einig. In einem Gesprächsband gehen sie den Gründen für diese Entwicklung nach – und kommen zu unterschiedlichen Schlüssen….
Die Kunst der Beschreibung hat der französische Schriftsteller Georges Perec virtuos auf die Spitze getrieben. In dem Buch «Ein Kunstkabinett» erfindet er die Erfindung von Bildern.
In der Kunst des doppelbödigen Dialogs ist Henry James schwer zu schlagen, und so tritt er auch in «Lady Barbarina» an. Der Dörlemann-Verlag hat den zuvor nie ins Deutsche übersetzten satirischen Kurzroman entdeckt, in dem sich der Autor auch als …
Der bitter-poetische Neapel-Roman von Wanda Marasco entwirft ein grossartiges und zugleich beklemmendes Panorama der Stadt am Vesuv. Virtuos erzählt die Autorin die Geschichten der Neapolitaner.
Als obszön wurde «Jude the Obscure» einst beschimpft, der Bischof von Wakefield warf das Buch im Hochgefühl moralischer Entrüstung in die Flammen. Nun liegt Thomas Hardys schwärzester Roman in neuem deutschem Sprachgewand vor.
John Stuart Mill (1806–1873) hat schon früh auf die Gefahren der damals noch jungen Demokratien hingewiesen. Ein von Peer-Robin Paulus herausgegebenes Brevier zeigt, dass der liberale Vordenker auch zu Problemen unserer Zeit wichtige Denkanstösse liefern kann.
Richard David Precht will verhindern, dass die Digitalisierung unsere Welt entmenschlicht.
Ein harmloser Spaziergang, eine impulsive Geste, ein Moment der Unbesonnenheit – und plötzlich zerreisst der dünne Vorhang, der uns vom Tod trennt. Maggie O’Farrell schildert solche Begegnungen, tough und mitreissend.
Astrophysik schlägt längst auch Laien in ihren Bann, so anspruchsvoll sie als Wissenschaft sein mag. Wenn nun eine Astrophysikerin ihr Wissen in kluge und gelegentlich schräge Storys umsetzt, trifft sie einen Nerv der Zeit.
Stefan Agopians «Handbuch der Zeiten» von 1984 ist ein Mixtum compositum aus wüstem Grimmelshausenschem Barock und Surrealismus, heiterem Kinderbuch und Antike, derbem Beckett und Postmoderne. Seinen allegorischen Irrwitz vermochte selbst Ceausescus Zensurbehörde nicht zu durchschauen.
David Mitchells neuer Roman sorgt mit Hintersinn für Gänsehaut – aber ist er wirklich gelungen?
Wenn man sich in die Betrachtung der Jahreszeiten versenkt, denkt man, müsste man doch in den Dingen aufgehen und sich von seiner eigenen Person lösen können. Der norwegische Erfolgsautor Karl Ove Knausgård aber kann das Egozentrische auch in seiner «Jahreszeiten-Tetralogie» nicht …
Einst assen wir «Frankfurter», heute aber nur noch «Hotdogs». In einem anekdotenreichen Buch beschreibt Matthias Heine die Folgen, die der Erste Weltkrieg für Verbreitung und Ansehen der deutschen Sprache hatte.