Durs Grünbein übt sich im Kunsthandwerk
Der einstige Götterliebling unter den deutschen Lyrikern veröffentlicht einen neuen Gedichtband. Doch das Aufregende und Waghalsige ist aus seinen Versen geschwunden.
Der einstige Götterliebling unter den deutschen Lyrikern veröffentlicht einen neuen Gedichtband. Doch das Aufregende und Waghalsige ist aus seinen Versen geschwunden.
Wer keinen Ehering am Finger trägt, ist keine rechte Frau: Nolens volens denkt auch die Ich-Erzählerin im Roman der algerischen Autorin Kaouther Adimi so. Aber ganz nimmt man ihr das Lamento nicht ab.
Der Historiker David Van Reybrouck hat eine fulminante historische Fallstudie publiziert: Sie handelt vom kuriosen Mikrostaat Neutral-Moresnet, der zum Spielball der Grossmächte wurde.
Auf den Druckfahnen schrieb Marcel Proust den Roman «A la Recherche du temps perdu» 1913 völlig um. Unter anderem auch diese kühne Passage aus einem frühen Notizheft.
Jede Etage eine neue Erzählung: Mit «Das Hochhaus» legt die deutsche Comicautorin Katharina Greve einen der originellsten Comics des Jahres vor.
Die titelgebende Obstdiebin in Peter Handkes neuem Roman ist vieles und nichts. Vor allem aber ist sie eine Wünschelrute in der Hand des Erzählers, der mit ihr eine versehrte Landschaft erkundet.
Einen exquisiten und witzigen Roman über die Macht der Literatur legt der Doyen der Norweger Jan Kjærstad vor. Einverleibung exorbitanter Werke bildet nicht nur, sie verändert das Gehirn.
Der Ökonom Steve Keen warnt vor dem in vielen Ländern weiter wachsenden Berg an Privatschulden. In seinem neusten Buch zeigt er, dass dies auch der Schweiz zum Verhängnis werden könnte.
Zu Recht wurde die späte Entdeckung des US-Autors John Williams im deutschen Sprachraum gefeiert. Sein Erstling, der nun ebenfalls in Übersetzung vorliegt, kann allerdings bestenfalls als Fingerübung gelten.
Der amerikanische Romancier Jonathan Franzen schreibt seine Bücher in einem abgedunkelten Zimmer. Er meidet das Netz. Er wettert gegen den Konformismus der sozialen Netzwerke….
Seit dem Ende der Sowjetunion schärft sich der Blick für das eminente Literaturschaffen russischer Exilautoren. Als Zeuge der Zeit sind Wladislaw Chodassewitsch und Michail Ossorgin wiederzuentdecken.
Eine perfekt scheinende Kinderfrau bringt die beiden Kleinkinder um, die ihr anvertraut waren. Wie konnte das geschehen? Leïla Slimani schreibt darüber einen Roman und erhält dafür den Prix Goncourt….
Die «Ilias» steht meist im Schatten der «Odyssee», zu Unrecht. Kurt Steinmanns neue Übersetzung zeigt das Werk so, wie es ist: gewaltig und zugleich geschmeidig.
Der Benziger Verlag hat Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Der katholische Medienkonzern war im 19. Jahrhundert der grösste Industriebetrieb der Innerschweiz….
Weltuntergangsszenarien gehören seit langem zum literarischen Repertoire. Selten aber wird die Katastrophe so poetisch gezeichnet wie in Martina Clavadetschers Roman «Knochenlieder».
Es ist durchaus auch autobiografischer Stoff, den die flämische Schriftstellerin Lize Spit in ihrem Debütroman verhandelt. In ihrer Heimat hat sie damit einen Riesenerfolg erzielt. Ein Treffen mit der Autorin in Brüssel….
Wie altert ein Buch, das 1957 erschien und gleich millionenfach verkauft wurde? Das Max Frisch-Archiv nimmt sich Frischs «Homo Faber» vor.
Chinas Staatsführer Xi Jinping will seinem Land die einstige hegemoniale Stellung zurückgeben. Mit der «Neuen Seidenstrasse» will Peking wieder dominierende Macht in Asien werden.
Welche Persönlichkeitsmerkmale haben SP-Wähler, welche SVP-Sympathisanten? Politikwissenschafter Markus Freitag nähert sich dem politischen Wesen mittels Psychologie.
Eine hervorragende neue SJW-Reihe porträtiert Fussballer. Im ersten Heft werden mit Cristiano Ronaldo, Xherdan Shaqiri und Zlatan Ibrahimovic drei internationale Grössen vorgestellt, die jedes Fussballerherz höherschlagen lassen.
Mit grossartigen Zeichnungen erzählt William Grill in seinem Kinderbuch die Geschichte einer gnadenlos Wolfsjagd – und der Bekehrung des Jägers zum leidenschaftlichen Naturschützer.
Krieg und Schönheit sind seltsame Bettgenossen. Aber der irakisch-kurdische Schriftsteller Bachtyar Ali weiss, wie man sie zusammenführt.
Wie ist es möglich, dass Kinder einander Gewalt antun? In ihrem zweiten Roman beleuchtet die junge Schweizer Autorin Yael Inokai eine beunruhigende Tat.
Florjan Lipuš hat in seinem Erzählwerk die historischen Lebenswunden der Kärntner slowenischen Minderheit thematisiert. In seinem jüngsten Buch werden die ihm nahen Toten zu mythischen Gestalten.
Der Grat zwischen geglückter und missratener Liebe ist schmal und der Gang darüber von jeher unfallträchtig. Mirko Bonné zeichnet das Drama in einem bewegenden Roman nach.