Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile: warum wir dauernd zählen, rechnen, wiegen und messen
Wir geben den Dingen ihr Mass. Aber wir nehmen das Mass für uns an den Dingen. Wir brauchen das Mass, auch wenn wir es sprengen wollen….
Wir geben den Dingen ihr Mass. Aber wir nehmen das Mass für uns an den Dingen. Wir brauchen das Mass, auch wenn wir es sprengen wollen….
Von traumatischen Erfahrungen erzählt Andrea Scrima in ihrem Roman. Und davon, wie man davon nicht wegkommt, auch wenn man von zu Hause weggeht.
Dass man sich in Frankreich nicht mehr zu Hause fühle: Darüber haben zu Beginn des 19. Jahrhundert die berühmtesten Gegenrevolutionäre geklagt. Zemmours Ideologie ist in vielem von ihnen inspiriert….
Die karibisch-amerikanische Autorin Jamaica Kincaid schreibt über Rassismus, Aids und Kolonialismus. Dabei geht sie immer von sich selbst aus und sie schon niemanden – auch sich selber nicht.
Hätte es den Krieg nicht gegeben, man würde Zofia Nalkowska als elegante und erfolgreiche Grande Dame der polnischen Literatur der dreissiger Jahre kennen. Doch der Horror der Zeit öffnete ihr die Augen für die Notwendigkeit und die Kunst von Zeugenschaft …
Mia Couto ist Journalist, Unternehmer, Professor, Nobelpreiskandidat – und einer der grossen Erzähler der portugiesischsprachigen Welt. Das alles aus der Perspektive Moçambiques.
Im Zweiten Weltkrieg von Japan besetzt, wird die Insel heute von den Grossmächten belauert. Was das mit den Menschen im Alltag macht, davon erzählt der deutsche Autor in seinem neusten Buch.
Der neue «Historische Atlas der Schweiz» treibt die Phantasie des Lesers an. Das Genre mag gestrig wirken, doch es zeigt den Betrachtern deutlich: Keine Darstellung hat auf Dauer Bestand.
Wie kam der schillernde Pop-Star mit all seinen Rollenspielen zurecht? Reinhard Kleist bietet mit «Starman – David Bowie’s Ziggy Stardust Years» Einblicke in das Leben des Künstlers und seiner Kunstfiguren.
In Umbruchzeiten suchen manche Menschen Orientierung in Irrationalem. Selten aber war der Glaube an wunderliche Phänomene so gross wie nach 1945 – das zeigt die Historikerin Monica Black in einem fesselnden Buch.
Seit seiner Entdeckung 1968 gibt es Rätsel auf: das Gemälde aus der «Tomba del Tuffatore» bei Paestum. Sinnbild für den Übergang vom Leben in den Tod? Oder für den Sprung in ein neues Leben?…
In Reden und Essays gewährt die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk Einblick in ihr Denken und Schreiben. Sie fordert sinnstiftende Erzählungen, welche das Potenzial haben, Menschen über Grenzen jeder Art hinweg zu verbinden und zu einen.
Die in Paris lebende Tatiana Tibuleac erzählt in ihrem Roman «Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte» von der Erziehung des knurrenden Herzens eines Siebzehnjährigen. Ein kunstvolles Stück sprunghaften Erzählens voller Schrecken und Witz.
Der französisch-schweizerische Schriftsteller erzählt mit Zeichnungen und fragmentarischen Erinnerungen aus seinem Leben. In knappen Skizzen berichtet er von einschneidenden Erfahrungen.
Im Augenblick der Geburt ihrer Tochter erinnert sich Sarah Biasini an ihre tote Mutter. Es ist eine subtile, stille Spurensuche.
Keiner kennt die aktuelle Rock-Szene Amerikas besser als Dave Grohl. Der 56-jährige Schlagzeuger, Sänger und Bandleader hat seine Erfahrungen in einer dichten Autobiografie zusammengefasst.
In unserer politisch korrekten Zeit haben unzeitgemässe Klassiker einen schweren Stand. Ein Plädoyer, Homers «Ilias» neu zu lesen.
Der amerikanische Kultautor wusste genau, wie man eine Leserschaft gewinnt. Dazu formulierte er gar zynische Tipps für Jungautoren – die er in seinen frühen Jahren gar nicht schlecht befolgte.
Arm oder reich? Die materiellen Lebensgrundlagen definierten den gesellschaftlichen Status eines Menschen stärker als die Hautfarbe oder die sexuelle Orientierung – das schreibt der Literaturwissenschafter Walter Benn Michaels und macht sich damit wenig Freunde.
Der Schriftsteller durchlebte im Glasgow der 1980er eine harte Kindheit. Seine Mutter trank, die Männer waren arbeitslos und homophob, früh wurde Stuart Waise. Im Gespräch erklärt er, wie er sich seiner Vergangenheit stellte….
Von der Beichte bis zum Tattoo: Der Historiker Valentin Groebner hat eine Geschichte des Ich-Sagens geschrieben. Fragt sich nur, was das sein könnte: ich.
Vor siebzig Jahren erschien ein Band mit kurzen philosophischen Prosastücken: Theodor W. Adornos «Minima Moralia». Die Betrachtungen aus dem beschädigten Dasein wurden zum Weltbestseller….
Der Österreicher Alois Hotschnig erzählt in seinem grossartigen neuen Buch über eine wahre Begebenheit.
In der bosnischen Fussballnationalmannschaft spielen Bosniaken, Kroaten und Serben gemeinsam. Und auch in anderen Bereichen kommen sich die Bevölkerungsgruppen nahe. Doch der Weg zu einer wirklichen Versöhnung ist weit – das zeigt Cyrill Stieger in einem differenzierten Buch….
Der neue Roman des amerikanischen Schriftstellers Richard Powers versetzt einmal mehr ins Staunen. Die zwei Protagonisten suchen die Sterne nach Leben ab, und sie scheitern an irdischen Dingen.