Aufzeichnungen aus dem Martyrium eines an Syphilis erkrankten Dichters
Alphonse Daudet liebte das Leben und die Frauen. Er büsste für seine Ausschweifungen mit einer Krankheit, die ihn fast siebzehn Jahre bis zu seinem Tod quälte.
Alphonse Daudet liebte das Leben und die Frauen. Er büsste für seine Ausschweifungen mit einer Krankheit, die ihn fast siebzehn Jahre bis zu seinem Tod quälte.
Der neue Roman von Eckhart Nickel spielt mit allen Mitteln der Täuschung und findet in der Vergangenheit, was an der Gegenwart zu retten wäre.
Die Tech-Firmen haben eine Parallelwelt geschaffen, wo die Angestellten den Staat oder andere Netzwerke wie Nachbarschaften oder Kirchengemeinschaften kaum mehr brauchen, sagt die Soziologin Carolyn Chen. Eine Warnung aus dem Silicon Valley.
Abdulrazak Gurnah Sieg war eine Überraschung: Kaum jemand kannte den Schriftsteller aus Sansibar. Umso interessanter war, wie die Wahl begründet wurde – die Argumentation verriet einen seltsamen Blick auf den Kolonialismus. Und die moderne Welt….
In seiner neusten Veröffentlichung setzt der österreichische Schriftsteller die Beschäftigung mit sich selbst fort.
Die Schweizer Schriftstellerin Yael Inokai erzählt in ihrem Roman «Ein simpler Eingriff» von einer psychiatrischen Brachialtherapie.
Ana Schnabls Roman «Meisterwerk» spielt im sozialistischen Slowenien der achtziger Jahre. Das Ende Jugoslawiens deutet sich bereits an. Ein doppelter Ehebruch wirft die Frage auf, wie sich der Wunsch nach Freiheit mit der Sehnsucht nach Liebe vereinen lässt….
Der italienische Schriftsteller Claudio Magris veröffentlicht neue Erzählungen, die vom schwindenden Horizont am Ende des Lebens handeln.
In seinem Roman «Der rote Jaguar» erzählt Miljenko Jergović von der Wiederkehr des Verdrängten, von der Reinszenierung des serbisch-kroatischen Krieges mehr als dreissig Jahre nach seinem Ende.
Der österreichische Schriftsteller und Landwirt Reinhard Kaiser-Mühlecker verwandelt seine Lebenswelt in stille und zugleich grossartige Literatur.
Es gibt das Rom der Latein-Lehrbücher. Und es gab das antike Rom, wie es wirklich war. Michael Sommer zeigt in «Dark Rome» die verborgenen Seiten des römischen Alltags….
Seit die Neuzeit angebrochen ist, gibt es auch grundlegende Kritik an ihr. Und gerade gewinnt der Protest gegen die Moderne wieder an Stärke – das stellt Karl-Heinz Ott in einer grossen «Geschichte des reaktionären Denkens» fest.
Bora Ćosić trotzt der Unbill des Lebens mit hintersinniger Phantasie und kindlichem Übermut. Im Werk des grossen alten Mannes der «jugoslawischen» Literatur gehen Geschichte und Wahnsinn, Slapstick und Sprache eine tragikomische Verbindung ein. Nun wird er neunzig Jahre alt….
Der österreichische Schriftsteller hat mit Simon Brenner eine Kultfigur geschaffen und das Genre des Kriminalromans revolutioniert.
Über 13 Millionen Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg als Arbeitssklaven verschleppt. Über ihre Erfahrungen wird wenig gesprochen. Nun ist das Tagebuch eines jungen Mannes erschienen – es dokumentiert das Leiden auf eindringliche Weise….
Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch entwirft in seinem neuen Roman ein grosses Panorama der politischen und sozialen Tumulte am Ende des Ersten Weltkriegs.
Martin R. Dean schildert in seinem neuen Roman das Schicksal zweier Freunde, die sich in der Not beizustehen versuchen. Dabei müssten sie aber erst einmal die Nöte des anderen erkennen….
Im Januar ist ein Buch erschienen, das die geopolitischen Risiken für Firmen auslotet. Nun scheint der Krieg die zentralen Thesen der beiden Autoren zu bestätigen.
Seeräuber sind rebellische Aussenseiter, die gegen alle Formen der Ausbeutung kämpfen: Dieses romantisch verklärte Bild ist geläufig. Siegfried Kohlhammer zerlegt den Mythos in einem Buch – und blendet aus, dass es gute Gründe für ihn gibt.
Katerina Poladjan schaut in ihrem neuen Roman in die Sowjetunion von 1985. In den ersten Anzeichen von deren Zerfall hört sie die Verheissungen des Kommenden.
Es gehe nicht um Identität, sondern um Gerechtigkeit: Der französische Star-Ökonom Thomas Piketty warnt vor einer Politik, die sich in Herkunftsbesessenheit ergeht und darüber die wahren Probleme vergisst.
Im Winter 1946 sagte die Polin Seweryna Szmaglewska als Zeugin beim Kriegsverbrecherprozess aus. Sie hat darüber ein erschütterndes Buch geschrieben.
Der türkische Schriftsteller erzählt in seinem Roman von einem Seuchenausbruch von 1901. Dass es eine Gegenwart gibt, mit der er in Konkurrenz tritt, kümmert ihn nicht.
Der frühere SPD-Politiker plädiert in seinem jüngsten Buch dafür, dass Europa eigenständiger werden müsse. Die USA stellt er als imperialistische Macht dar, und mit Blick auf Russland lässt er die Trennlinie zwischen Aggressor und Opfer verschwimmen.
Während einer lebensbedrohenden Krankheit liest der Altphilologe Jonas Grethlein die «Ilias» wieder. Und entdeckt sie neu: als Buch über die grossen Fragen des Lebens.