Mit der Achterbahn durchs globalisierte Wirtschaftsrecht: wie Recht und Wirtschaft zusammenhängen. Und wie das eine das andere bestimmt
Katharina Pistor dechiffriert die Rolle des Rechts im Kapitalismus. Ein Kaleidoskop für unerschrockene Leser.
Katharina Pistor dechiffriert die Rolle des Rechts im Kapitalismus. Ein Kaleidoskop für unerschrockene Leser.
Boris Johnson ist ein umstrittener Politiker – und auch eine schwer zu durchschauende Kunstfigur. Eine Biografie nimmt sich nun vor, hinter die Kulissen zu blicken und Johnsons Persönlichkeit zu skizzieren.
Mehrmals pro Woche ging der Dresdner Romanistikprofessor in den 1930er Jahren ins Kino. Regelmässig notierte der Filmliebhaber danach seine Eindrücke – ein faszinierendes Tagebuch macht sie nun zugänglich.
Die Pandemie setzt der Reise- und Abenteuerlust einstweilen enge Grenzen. Umso verlockender ist es, wenigstens die Gedanken fliegen zu lassen. Das kann – drei neue Bücher zeigen es – pures Vergnügen sein, und manchmal auch ganz schön fordernd….
In einem konzisen Werk erläutert Heinrich August Winkler, wie die Deutschen wurden, was sie sind. Und Andreas Fahrmeir lädt in einer unkonventionellen Globalgeschichte dazu ein, das Land im Kontext der ganzen Welt zu sehen.
Miklós Szentkuthy (1908–1988) war ein leidenschaftlicher Freigeist und ein unbequemer Zeitgenosse. Mit dem ironischen Erzähl-Essay «Apropos Casanova» ist der unbekannte moderne Klassiker der ungarischen Literatur nun endlich auch auf Deutsch zu entdecken.
Auch in der Schweiz war der Antisemitismus verbreitet. Doch nach dem Krieg gingen wesentliche Impulse zum jüdisch-christlichen Dialog von der Schweiz aus. Jehoschua Ahrens hat die Anfänge der jüdisch-christlichen Verständigung untersucht….
Alles löst sich auf, die Grenzen verwischen sich, und ein Roman gerät ausser Rand und Band. Martina Clavadetscher riskiert viel in ihrem entfesselten Buch.
Sie lügen schamlos: Scharlatane verschmelzen die Wahrheit mit Lügen zu einem Wahrheitsersatz. Fake-News, die so verführerisch sind, dass wir die Tatsachen gern vergessen.
Im Anfang war das Wort. Aber das Wort ist nicht immer leicht zu verstehen. Die neue Basisbibel soll Abhilfe schaffen….
Der Schriftsteller T. C. Boyle macht aus der scharfen Grenze zwischen Mensch und Tier ein weites Übungsfeld….
Der Literaturnobelpreisträger des Jahres 2014 wurde für seine Kunst des Erinnerns ausgezeichnet. In Wahrheit ist er ein Virtuose darin, Erinnerungen zu verwischen.
Beide kämpften für die neue Musik – genau dies hat das Verhältnis getrübt.
Wir sind nicht Herr über unsere eigene Geschichte. Aber Rettung naht.
Nationalstaaten haben sich seit der Französischen Revolution weltweit verbreitet. Ist der erfolgreiche Exportartikel der Franzosen heute überkommen? Keinesfalls, meint der Historiker Pascal Ory in einem engagierten Buch….
Die Abwesenheit von Lärm heisst nicht immer auch Ruhe. Manchmal sind es Worte oder ist es Musik, in der sie beginnt.
Überall, ausser in Deutschland, gilt die Nation als Erfolgsmodell. Aleida Assmann gibt den Deutschen einen wichtigen Denkanstoss zur «Wiedererfindung der Nation».
Jahrhundertelang lebten im polnischen Jedwabne Juden. 1941 wurden sie von einem einheimischen Mob ermordet – die Journalistin Anna Bikont rekonstruiert die Ereignisse in einer detaillierten Recherche.
Bücher über Körperteile kennen wir seit langem, zum Darm zum Beispiel wissen interessierte Leser alles. Die Hand hingegen hat wenig Aufmerksamkeit erhalten – höchste Zeit für eine Kulturgeschichte.
Das CIA habe 9/11 angezettelt, und das Coronavirus sei eine Erfindung der Pharmaindustrie: Verschwörungstheorien sind abstrus – aber sie haben Ähnlichkeiten mit den Wissenschaften.
Badewanne! So einfach könnte es sein.
Im Ballett der literarischen Debatten läuft es seit Jahrzehnten rund. Dabei haben sich erstaunlich rigide Verhaltensweisen etabliert.
Gesundheit sticht Freiheit, der Ausnahmezustand wird zum Normalfall, und das unmaskierte Antlitz wird zu einer Erinnerung aus einer fernen Zeit. Der italienische Denker Giorgio Agamben liefert Philosophie in Aktion – und blickt voller Sorge auf unsere demokratische Gegenwart.
Frankreich ist im Wandel, und die Politik vergisst dabei gerne, dass die «ganz normalen» Leute das Fundament des Landes bilden. So lautet der Tenor in mehreren Sachbüchern, die von sich reden machen.
Die wuchtige Enzyklopädie «Die Welt nach Wagner» stellt allen Verkürzungen der Wagner-Rezeption ein vielstimmig orchestriertes Bild von dessen Nachwirkungen entgegen – ein Meilenstein und ein grosses Leseabenteuer.