Gabriele von Arnim: Schau‘ mich doch an
Gabriele von Arnim hat ein erstaunliches Buch über das lange Sterben ihres Mannes geschrieben: radikal in der Ehrlichkeit, in der Form eher zart. Man liest es atemlos.
Gabriele von Arnim hat ein erstaunliches Buch über das lange Sterben ihres Mannes geschrieben: radikal in der Ehrlichkeit, in der Form eher zart. Man liest es atemlos.
Von Paris nach London und zurück: Julian Barnes führt in dem Buch „Der Mann im roten Rock“ durch diese Metropolen und erzählt von Salons, Eitelkeit und Aufbruch vor 1900.
Der Biologe Stefano Mancuso kämpft in seinem neuen Buch für die Rechte der Pflanzen. Die Frage, ob sie moralische Objekte oder gar Subjekte sind, spart er leider aus.
Der Literaturwissenschaftler Joseph Vogl ist ein Alleserklärer. In seinem neuen Buch „Kapital und Ressentiment“ holt er zum Schlag gegen den digitalen Kapitalismus aus.
Für immer Aushilfe: Hilary Leichters Roman „Die Hauptsache“ steigert die spätkapitalistische Arbeitswelt zur unterhaltsamen Groteske.
So eine tröstliche Traurigkeit: Noch einmal und mit der gebotenen Melancholie beschwört der große Romancier Patrick Modiano den Mythos des alten literarischen Paris.
Wozu will man gehören, mit wem zusammen? Zwei aktuelle Bücher ringen in Form und Inhalt um ihre Verortung, in Deutschland und seiner Literatur. Das eröffnet neue Räume….
In „Das bist du“ erzählt Ulrich Peltzer von den Westberliner Jahren zwischen 1978 und 1989. Von Liebesschmerz, Italienflucht und endlosen Clubnächten
Bénédicte Savoy hat Präsident Macron beraten und die koloniale Geschichte erforscht. Ihr neues Buch befeuert jetzt die Debatten um Europas dunkle Vergangenheit.
Ein Dichter der skeptischen Reflexion: Adam Zagajewski, Weltbürger und Polens bedeutendster Gegenwartslyriker, ist gestorben. Ein Nachruf
Sein Gedicht „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“ wurde nach den Anschlägen von 9/11 weltweit bekannt. Zagajewski galt als Anwärter für den Literaturnobelpreis.
Jugendliche Influencer sind mächtige Figuren der Kulturindustrie. Ein Buch von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt zeigt, die die Geldmaschine funktioniert….
Sharon Dodua Otoo lebt in zwei Sprachen und kämpft für mehr Vielfalt in der deutschen Literatur. Ein Gespräch über ihren Roman „Adas Raum“
In den Herzchen der Finsternis: Christoph Ransmayr wirbelt in seinem pathetischen Endzeitroman „Der Fallmeister“ eine ganze Menge sprachlicher Gischt auf.
Amanda Gorman muss von einer Schwarzen übersetzt werden? Die Reduktion von Autorinnen auf ihre Identität zeigt, wie wenig der Literaturbetrieb von Diversität versteht.
Der Aktionskünstler Jean Peters erzählt in dem Buch „Wenn die Hoffnung stirbt, geht’s trotzdem weiter“ vom Kampf gegen das System und einer Torte für Beatrix von Storch.
In „Betrachtungen einer Barbarin“ nähert sich Asal Dardan dem Nicht-Ort Herkunft an. Ihre Essays führen einen zurückhaltenden Ton in identitätspolitische Debatten ein.
Lana Bastašićs Romandebüt erzählt von zwei Freundinnen, Dunkelheit und Krieg. Dabei gelingt, was Literatur gelingen sollte: uns hoffen lassen, dass sich Wunder erfüllen.
Die Protagonisten in Ally Kleins zweitem Roman „Der Wal“ frieren und leiden sich durch eine windige Landschaft. Das ist leider weniger, als es sein möchte und könnte.
Die Autobiografie der neuen US-Vizepräsidentin liegt nun auch in deutscher Sprache vor. Das Buch ist wohltuend politisch, es kreist um eine Idee: Gerechtigkeit für alle.
„Sie können nicht miteinander, aber sie können auch nicht ohne einander“: Kai Vogelsang hat ein glänzendes Buch über die Beziehungen zwischen China und Japan verfasst.
Ein ukrainisches Grafikerpaar setzt mit „Sehen“ neue Maßstäbe im Kindersachbuch. Ihm gelingt sogar das Kunststück, Unsichtbares sichtbar werden zu lassen.
In ihrem sprachgewaltigen Gesellschaftsroman zeigt Dana Grigorcea, wie groß die Sehnsucht nach der starken Hand heute wieder ist.
Die Messe soll im Oktober wieder eine Präszenzveranstaltung werden, mit ergänzenden digitalen Formaten. Die Buchbranche brauche „Sichtbarkeit und Austausch“.
Auf die Diskussion, ob sie Amanda Gorman übersetzen darf, antwortet Marieke Lucas Rijneveld mit einem Gedicht. Darin zeigt sich, wie nah die beiden sich poetisch stehen.