Die Erotik nackter Zahlen
Wie ist die Schweiz heute? Und wie war sie vor 100 Jahren? Die Frage kann man auch statistisch beantworten….
Wie ist die Schweiz heute? Und wie war sie vor 100 Jahren? Die Frage kann man auch statistisch beantworten….
Menschen werden zu Datenwolken, die jederzeit auf der ganzen Welt abrufbar sind. Gesellschaften zerfallen in Horden, denen elementarste demokratische Prinzipien fremd sind: Das neue Buch des amerikanischen Journalisten Franklin Foer ist ein Pamphlet, das aufräumt mit den Versprechungen der digitalen Gesellschaft.
Mit seinem Roman «Das Eidechsenkind» ist Vincenzo Todisco für den Schweizer Buchpreis nominiert worden. Er schildert darin das traurige Schicksal eines Kindes, das mit italienischen Gastarbeitern in die Schweiz kam.
Er hat sich in vielerlei Formen versucht, nie aber in abgehobene Experimente verirrt. Die stillen Beobachtungen des amerikanischen Lyrikers W. S….
Die Geschichte von der Jagd des Grossvaters auf Wernher von Braun mutet an wie eine Räuberpistole – aber der amerikanische Schriftsteller Michael Chabon unterfüttert sie mit allerlei aktenkundigem Material. Denn die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit stehen immer zur Debatte.
Ein russischer Oligarch gibt im Tschetschenienkrieg den Glauben ans Menschliche auf und stellt sich Jahre später der eigenen Vergangenheit. Nino Haratischwili hat sich ein wuchtiges Thema für ihren Roman ausgesucht.
Er ist ein feiner Ironiker, und er hat das Treiben der Wohlstandsbürger längst durchschaut: Wo ein Problem war, muss Hypnose werden. Peter Sloterdijk bleibt nüchtern und seziert in seinen neuen Notizen die Gegenwart auf seine Weise.
Souveränität der Staaten und Sicherheit zwischen den Ländern: Der Zürcher Völkerrechtler Oliver Diggelmann erläutert das Völkerrecht ohne Verklärung.
Worauf gründet Populismus? Laut Barry Eichengreen auf dem Gefühl der Menschen, abgehängt zu sein. Zur Lösung des Problems empfiehlt der Autor den Wohlfahrtsstaat….
Gesa Schwartz schickt in ihrer herrlich gespenstischen Geschichte ein Mädchen auf die Suche nach ihrem Mörder, der seinerseits ein Toter ist.
Mit der «Grossen Vogelschau» kennt man sie bald alle: die Wendehälse, Basstölpel, Waldschnepfen und Schnatterenten. Und die niederländische Kinderbuchautorin Bibi Dumon Tak erklärt in dem wunderschönen Band mit dreissig kolorierten Kupferstichen aus dem 18. Jahrhundert auch gleich, wie alles begann mit …
Weiblichkeitsideale und Selbstbestimmung sind zentrale Themen aktueller Jugendbücher. Gesellschaftliche Debatten wie die #MeToo-Bewegung stossen diese Auseinandersetzung ebenso an.
Margaret Thatcher habe gezeigt, wie man Macht erobere, sagt die belgische Politologin Chantal Mouffe: indem man eine klare Linie ziehe zwischen dem Establishment und den «einfachen Leuten». Ob das die Probleme der Linken löst?
Sie forderten die Rückkehr zum «rechten Glauben» – und begingen als Erstes ein Sakrileg: die muslimischen Fundamentalisten, die 1979 die Grosse Moschee in Mekka gewaltsam besetzten. Die saudische Schriftstellerin Raja Alem verschränkt die historischen Realien mit einer seltsamen Liebesgeschichte.
Die Europäische Menschenrechtskonvention hat die Schweizer Rechtspraxis verändert: Wie genau, zeigt ein Sammelband, der als Debattenbeitrag für die Selbstbestimmungsinitiative konzipiert ist.
Banditen, Barbaren und Jesus’ jüngerer Bruder: So sieht das Personal in Stephan Thomes historischem Roman aus, der gerade auch vor dem Hintergrund unserer Gegenwart gelesen werden muss.
Die Schriftstellerin Dorothee Elmiger reist mit Frischs «Montauk» an die Ostspitze von Long Island nach Montauk und fragt sich, ob «Schweiz als Heimat?» denn noch eine angemessene Frage sei.
Im grafisch aufwendig gestalteten Buch «Zurück zu den Seen» erzählt Markus Ganz die Reise von Fabelwesen. Illustriert wird die Erzählung durch eigenwillige Bilder der verstorbenen Künstlerin Betha Sarasin.
Keiner beherrschte die als Harmlosigkeit getarnte Gnadenlosigkeit virtuoser als der Schriftsteller Eduard von Keyserling. Um das zu begreifen, müsste man ihn wieder einmal lesen. Es lohnt sich….
Täler werden zersiedelt, Gletscher schwinden, Wunden werden in die Landschaft gerissen: Die Alpen sind längst kein Sehnsuchtsort mehr, sondern ein Freiluftzirkus, dem wir mehr Sorge tragen müssen.
Die Brüder Schlegel, Ludwig Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Hegel, Schiller, Goethe: Ihre Wege kreuzten sich um 1800 in einem kleinen Städtchen in Thüringen: Jena. Der Philosoph Peter Neumann entwirft ein faszinierendes Gemälde einer kurzen Zeit, in der alles möglich schien.
Robert Sugden interpretiert die angelsächsischen liberalen Klassiker Hume, Smith und Mill neu. Letztlich bleibt der Ansatz jedoch zu abstrakt.
Dass sie als kühl eingestuft wird, hat der Faszinationskraft der Farbe Blau noch nie geschadet. Das Spektrum ihrer Nuancen und Assoziationen lotet die amerikanische Schriftstellerin Maggie Nelson in «Bluets» aus – einer Sammlung fragmenthafter Texte, die auch die Geschichte einer gescheiterten Liebe …
Ein bisschen Schönheit: Der Philosoph Daniel Martin Feige zeigt, warum es sich lohnt, über Design nachzudenken.
Mit seinem neuen Roman entführt der Schriftsteller Peter Henisch seine Leser in ein Spiegelkabinett, das sein eigenes Werk ebenso wie die jüngste österreichische Geschichte zum Verwirrspiel parodiert.