27. Auflage des Duden: Technical correctness
Wie in Korrekturprogrammen Spassbremsen eingebaut werden.
Wie in Korrekturprogrammen Spassbremsen eingebaut werden.
Immer wieder musste der Vater die derben Verse von Wilhelm Busch vorlesen. Der Schriftsteller Pedro Lenz konnte als Kind die Erzählungen von den bösen Streichen der beiden Übeltäter nicht oft genug hören.
Zwanzig Jahre nach «Harry Potter» ist die phantastische Literatur im Alltag angekommen. Das Genre hat seine erzählerischen Möglichkeiten lustvoll und spielerisch erweitert.
Früh verlautete aus der Gerüchteküche, dass der neue US-Präsident in «Golden House» auftreten würde. Aber mit dem aufs Format der antiken Tragödie aspirierenden Roman hat der Autor noch anderes vor.
Er wolle nichts ausdrücken, was über die Wörter selbst hinausgehe, sagte Johns Ashbery von sich. Das machte den 1927 geborenen Lyriker zu einem herausragenden Vertreter der amerikanischen Moderne.
Der Theologe und Philosoph Francisco Suárez hat vor über vierhundert Jahren modernes Rechtsdenken mit auf den Weg gebracht und insbesondere das Völkerrecht mitbegründet.
Ein Moralist mokiert sich über die Moralisierer dieser Welt: Giacomo Leopardi betreibt auf seine Weise Aufklärung und erklärt nebenbei noch die Entstehung der Gesinnungsethik. Nun ist der italienische Dichter neu zu entdecken.
Die Frau an Zwinglis Seite: In der Romanbiografie des Grossmünsterpfarrers Christoph Sigrist hat Anna Reinhart das Wort.
Sein erster Roman, «Die Eroberung von Ismail» von 1999, machte den in der Schweiz lebenden Michail Schischkin in Russland auf einen Schlag berühmt. Es ist ein literarisch elektrisierendes Buch.
In China bleibt das Interesse an klassischer deutscher Philosophie auch in Zeiten der Vorherrschaft des Englischen und analytischer Denkrichtungen gross.
Die «Protokolle der Weisen von Zion» wurden 1935 in Bern gerichtlich als Schund klassifiziert. Es bleibt die Frage, wie gut sich Strafprozesse für politische Aufklärung eignen.
Island hat sich stets stark von seinem literarischen Erbe her definiert. Jetzt brechen die Verkaufszahlen auf dem Buchmarkt dramatisch ein. Werden die Isländer zum Volk ohne Buch?…
Der Name Pawel Salzman (1912–1985) fehlt im Kanon der Literaturgeschichte. Zu Unrecht: Sein erst 2012 entdeckter, sprachwuchtiger Roman «Die Welpen» ist ein Hauptwerk der russischen Moderne.
Thomas Lehr hat einen Roman voller Liebe, Sex und Solarphysik geschrieben. Er lässt daraus eine atemberaubende Chronik des 20. Jahrhunderts hervorgehen….
In einem Doppelporträt setzt Richard Ford seinen Eltern ein Denkmal. Es geht darin um Verlust und Versäumnis – und doch ist «Zwischen ihnen» kein trauriges, sondern ein wärmendes Buch.
Der Lyriker Charles Berthouzoz hat während rund zehn Jahren für ein Bestattungsunternehmen gearbeitet. Was er in der Zeit erlebte, hielt er in berührenden, hinreissenden Gedichten fest.
Im dritten Band von Elena Ferrantes Neapel-Tetralogie kommen die turbulenten sechziger und siebziger Jahre in den Blick. Die italienische Gesellschaft wird von Aufruhr und Terror heimgesucht.
Wenn Laien Wissenschaft betreiben – Tobias Scheidegger entfaltet ein Panorama der ausseruniversitären Naturforschung in der Schweiz um die vorletzte Jahrhundertwende.
Lustvoll schreibt Christoph Höhtker in seinem neuen Roman gegen jedes Tabu an und mokiert sich über jede wohlfeile Moral: ein seltenes Lesevergnügen mit Schockeffekten.
Vor 20 Jahren gelang es erstmals einem Computer, den besten menschlichen Schachspieler zu besiegen. Der Verlierer von damals, Garri Kasparow, nimmt den Match zum Anlass, über die Zukunft nachzudenken.
Wie beurteilten die Schweizer Botschafter die totalitäre DDR? Der deutsche Historiker Bernd Haunfelder hat eine spannende Quellenedition veröffentlicht. Doch seine Bewertungen sind problematisch….
Vor fünfzig Jahren liess San Francisco seine Bürger gewähren, als diese den Summer of Love feierten. Heute verheddern sich die Blumenkinder im Gesetzesdschungel.
Victor Klemperer schrieb nicht nur Tagebücher, sondern auch Briefe. Eine Auswahl zeigt, wie der Romanist und Chronist unter allen Umständen um Wahrhaftigkeit bemüht war.
Das Schamgefühl scheint out zu sein – Andrea Köhler beschreibt in einem mit eleganter Feder verfassten Essay, warum wir es auch im Zeitalter von Twitter und «Dschungelcamp» noch brauchen.
Gerade hat die Saison der nationalen literarischen Meisterschaften begonnen. Während Juroren im Verborgenen um den besten Roman ringen, redet das Publikum am Spielfeldrand mit: besserwisserisch, kenntnisreich und leidenschaftlich.