Paul Auster wird 70: Jongleur des Möglichkeitssinns
Was ist Leben, was ist Kunst? Der US-Autor Paul Auster feiert seinen 70. Geburtstag mit einem weiteren literarischen Verwirrspiel….
Was ist Leben, was ist Kunst? Der US-Autor Paul Auster feiert seinen 70. Geburtstag mit einem weiteren literarischen Verwirrspiel….
Die Literatursprache verflacht. Was blüht, ist die Stillosigkeit.
Es fällt schwer, den Weissrussen Ales Rasanau in seinen Gedichten als Nicht-Deutsch-Muttersprachler zu erkennen. Hier lotet einer den Raum einer anderen Sprache aus und bleibt doch ganz er selbst.
Nathan Hill langt zünftig hin mit seinem Debüt, das den Bogen von den wilden Sixties bis in die Gegenwart schlägt. Aber der Erzählstoff liegt mit der Zeit so schwer im Magen wie das Buch in der Hand.
Am frühen Morgen allein durch den dunklen Wald zur Schule gehen: Das macht Angst. Aber was ist Angst eigentlich? Und wie kann man sie überwinden?…
Die Arbeitsgruppe «Poetik und Hermeneutik» war ein Zentrum der intellektuellen deutschen Nachkriegsgeschichte. Einige Teilnehmer blicken zurück: Teils mit Behagen, teils mit Beklemmung.
Was er als Kind gelesen habe, wollten wir vom Schriftsteller Alex Capus wissen. Seine Antwort ist so überraschend wie vergnüglich.
In neuen Bilderbüchern erschliessen Wortkünstler das Buchstabenuniversum. Auf spielerische Art kommen Kinder dem Geheimnis der Sprache auf die Spur.
In seinem neuen Buch schreibt Peter von Matt eine glänzende Motivgeschichte des literarischen Küssens. Aber das Buch ist mehr als gelehrte Interpretation. Es verwandelt Wissenschaft in brillant erzählte Geschichten….
Timothy Garton Ash bricht in seinem neuen Buch eine Lanze für möglichst unreglementierte Meinungs- und Redefreiheit.
In einer beispiellosen Parallelaktion erscheint nach einer digitalen Werkausgabe von Robert Musil nun eine Druckausgabe des Romans «Der Mann ohne Eigenschaften». Die Konkurrenz belebt die Diskussion.
Die Idee, die Amour fou der Fotografin Dora Maar mit Picasso anhand deren fiktiver Aufzeichungen zu erzählen, ist ein reizvolles Setting. Leider aber bleibt Slavenka Drakulićs Roman unterkomplex.
Während ihrer monatelangen Haft wurde die Autorin Asli Erdogan zur Symbolfigur für die Repression in der Türkei. Prononciert schildert sie die Lage im Land und appelliert an Europas Verantwortung.
Cornelia Boese und Annemarie van Haeringen erzählen mit Bildern und in Versen von der Sintflut. So hat man die Geschichte noch nie gehört und gesehen.
Während Antonina Zabinskas Erinnerungen an die Rettung von Juden im Warschauer Zoo verkitscht werden, wartet Bogdan Wojdowskis Ghetto-Roman «Brot für die Toten» noch immer auf eine Übersetzung.
Der Preis der Literaturhäuser geht in diesem Jahr an Terézia Mora. Ihr Werk gehöre zum Aufregendsten und Verblüffendsten, was die deutschsprachige Literatur zu bieten habe, heisst es in der Begründung.
Während der skandinavische Krimi seit Jahren boomt, ist es in Osteuropa um das Genre auffällig ruhig geblieben. In Polen kommt man nun auf den Geschmack – mit Romanen, die historischen Tiefgang haben.
Dostojewski war nicht nur weltanschaulich radikal, auch sprachlich kümmerte er sich wenig um den gesellschaftlichen Comment. Die rohen Übersetzungen zweier Schlüsselwerke zeigen ihn in neuem Licht.
Jonas Lüscher verhandelt in seinem neuen Roman die Frage, was das Private mit dem Politischen zu tun hat. Er kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis mit allerdings literarisch etwas flach geratenen Figuren.
Im zweiten Band von Elena Ferrantes Neapel-Saga gehen die beiden Heldinnen in eine harte Schule des Unglücks. Jedem kleinen Glück folgt hier zuverlässig die grosse Demütigung.
Die Zahl chinesischer lyrischer Dichter ist enorm. Viele hängen noch an der Tradition, doch setzt sich immer mehr die Moderne durch. Eine «Chinabox» versammelt teilweise berückende Resultate….
Die Deutsche Nationalbibliothek wollte, um ihre Bestände zu schützen, alle Leser auf die vorrangige Nutzung digitaler Ausgaben verpflichten. Proteste dagegen blieben nicht ohne Erfolg.
Zwischen Sachbuch und Pop-Roman gibt es viele Haruki Murakamis, und man muss nicht von allen gleichermassen begeistert sein. Nun gibt der japanische Kultautor persönliche Auskunft über sein Schreiben.
Von Homer bis Herrndorf: Andreas Krass erforscht die Geschichte literarischer Männerfreundschaften.
In seinem tiefgründigen, doch mitunter allzu redseligen Buch schildert Foer ein vier Generationen übergreifendes Familienschicksal. Im Zentrum stehen eine Scheidung und Fragen der jüdischen Identität.