Bachmann-Preis für Sharon Dodua Otoo: Ein Weichei macht Geschichte
Die in London geborene und in Berlin lebende Autorin Sharon Dodua Otoo gewinnt mit einem fabelhaften Text überraschend das Klagenfurter Wettlesen.
Die in London geborene und in Berlin lebende Autorin Sharon Dodua Otoo gewinnt mit einem fabelhaften Text überraschend das Klagenfurter Wettlesen.
Elie Wiesel hat das Trauma des Holocaust in seinem Schaffen durchleuchtet und in seinem Leben zu überwinden versucht. Der Autor und Friedensnobelpreisträger ist am 2. Juli 87-jährig in New York gestorben….
Am Collège de France hat er unterrichtet, doch vor allem blieb er sein Leben lang ein Suchender, der wusste, dass er nicht wusste. Der französische Lyriker Yves Bonnefoy ist mit 93 Jahren gestorben.
Sein Schaffen galt als schwer zugänglich, aber sein Rang unter den englischsprachigen Lyrikern der Moderne stand ausser Frage. Nun ist der britische Dichter Geoffrey Hill 84-jährig gestorben.
Am 1. Juli 1916 begann in Nordfrankreich die blutigste Schlacht des Ersten Weltkriegs. Deutsche, Franzosen und Angelsachsen gedenken ihrer ganz unterschiedlich – was u….
Mircea Cartarescu versteht sich nicht nur auf schwerblütige phantastische Romane, sondern auch auf (irr)witzige leichte Erzählungen. In «Die schönen Fremden» läuft er zu unterschiedlicher Form auf.
Ein Unglücksfall lässt eine Familie auseinanderbrechen. Sandra Hughes erzählt diese Geschichte in ihrem Roman auf beklemmend nüchterne Weise.
Mit seinem spielerisch-vielschichtigen Schaffen eroberte der Brite Julian Barnes eine internationale Leserschaft. Nun erhält er einen der höchstdotierten deutschen Literaturpreise.
Ist die irische Short Story ein Auslaufmodell? Der 1982 geborene Schriftsteller Colin Barrett beweist mit seinem ruppigen Debütband «Junge Wölfe» das Gegenteil.
Heidegger und kein Ende: Im Laufe der neuesten Heidegger-Debatte ist auch Unsinn verzapft worden – dankbar schlägt der Leser darum ein Buch von Donatella Di Cesare und eines von Reinhard Mehring auf.
Er zählt zu den bedeutendsten lateinischen Kirchenvätern – nicht nur theologisch, auch und vor allem kirchenpolitisch war Gregor der Grosse ein «Grosser». Peter Eich zeichnet dessen Leben nach.
Zwanzig Jahre lebte Bachtyar Ali unentdeckt in Deutschland. Nun legt der Unionsverlag seine bildmächtige Parabel über die Unterdrückung und den Bruderzwist der irakischen Kurden auf Deutsch vor.
Um 1000 entstand in Japan das Werk einer Hofdame, dessen Frische, Intelligenz und Ironie uns noch heute den Kopf verdreht. Hier wagt es jemand, in einer regelstarren Gesellschaft Ich zu sagen.
Nach anfänglicher Minne hob Ende des 16. Jahrhunderts in Japan eine Christenverfolgung an. Shusaku Endos Roman «Schweigen» erzählt davon in faszinierender, doch nicht unproblematischer Weise….
Die Publizistin Carolin Emcke wird in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Sie hat sich mit grossen Reportagen aus Krisen- und Kriegsgebieten profiliert.
In der Romandie ist eine Debatte über Autorenhonorare entbrannt. Das Scheingefecht wird nichts bringen, offenbart aber, wie wenig man in der Branche voneinander hält.
Der Schriftsteller Héctor Abad gehört zu den wenigen liberalen intellektuellen Stimmen Lateinamerikas. In Zürich sprach er über die Perspektiven Kolumbiens und Lateinamerikas sowie über seinen neuen Roman «La Oculta».
In «Arsène Schrauwen» zeigt der Belgier Olivier Schrauwen die Geschichte seines Grossvaters als kolonialen Albtraum. Fernab aller Trends schafft er eine eigene Welt und bleibt dennoch zeitgenössisch.
Die Diskussion um den Romanisten Hans Robert Jauss (1921–1997) und dessen Nazivergangenheit erhält durch ein Büchlein von Ottmar Ette neue Akzente.
Die Frage, was den Norweger Anders Breivik zu seinen schrecklichen Taten bewog, treibt die Norweger bis heute um. Åsne Seierstad versucht sich dessen Leben und Tat nüchtern und minuziös zu nähern.
Das «Glossarium» des Staatsrechtlers Carl Schmitt ist voller Ressentiments; es gibt Einblicke in den affektiven Untergrund eines Theoretikers der Machtpolitik und der illiberalen Demokratie.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs hielt sich der Pazifist Romain Rolland in der Schweiz auf – wo er dann auch blieb. Seine Erschütterung hielt er in Tagebüchern fest. Es lohnt sich, sie zu lesen….
96 Jahre alt wurde die französische Schriftstellerin, Journalistin und Feministin Benoîte Groult – rund drei Jahrzehnte nach Erscheinen ihres Bestsellers «Salz auf unserer Haut» ist sie gestorben. Das Buch gehört heute zu den Klassikern der erotischen Literatur.
In seinem jüngsten Roman schickt der Georgier Lasha Bugadze eine Gruppe von Dichtern per Sonderzug kreuz und quer durch Gross-Europa. Natürlich können Turbulenzen und Gedanken nicht ausbleiben.