Gott sei Dank
Jon Fosse gehört zu den Lieblingsautoren des Papstes. In seinem jüngsten Roman «Ein neuer Name» vereint er Lebensbeichte, Künstlerroman und Gottsuche.
Jon Fosse gehört zu den Lieblingsautoren des Papstes. In seinem jüngsten Roman «Ein neuer Name» vereint er Lebensbeichte, Künstlerroman und Gottsuche.
Noch 2015 hatte sich der Verlag gegen eine Streichung des N-Wortes gewehrt. Nun hat der Thienemann-Verlag die «Jim Knopf»-Bücher überarbeitet. Alles, was heute als rassistisch empfunden werden könnte, wurde geändert….
Der rumänische Dichter Nichita Danilov imaginiert in seiner Lyrik phantastisch-surreale Welten, die bevölkert sind von Engeln, Heiligen, Toten und Harlekinen. Seinem metaphysischen Drang entsteigen ein einzigartiger Ton und eine unverwechselbare Bildsprache.
Der niederländische Schriftsteller Gerbrand Bakker schreibt einen Roman, der wie ein Spiegelkabinett vor allem Verwirrung stiftet. Es scheint, dass sich auch der Autor darin verirrt hat.
Der Justizmord am jüdischen Politiker Rudolf Margolius: Sein Sohn Ivan kämpft bis heute um Wiedergutmachung.
Der Zürcher Publizist Charles Linsmayer hat eine Sammlung kurzer Texte von 135 Autoren herausgegeben und ebenso viele Kürzestbiografien verfasst.
«Mischung aus Schlange und Katze» gehörte zu den harmloseren Beschimpfungen, die Dichter und Kritiker ihren Kolleginnen an den Tagungen zuteilwerden liessen.
Neben dem Grand Prix verleiht die eidgenössische Jury für Literatur in diesem Jahr einen Spezialpreis Übersetzung an Dorothea Trottenberg.
Der Literaturnobelpreisträger sitzt dem Sowjetregime als lästiger Mahner im Nacken. Dann rumpelt es. Ein Blick zurück….
Sigrid Nunez erzählt in ihrem autobiografisch grundierten Roman von quälenden existenziellen und politischen Nöten.
Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev wurde vor zwanzig Jahren bei einem Bombenanschlag schwer verletzt. Seit dem 7. Oktober kann sie nicht mehr schreiben….
Überraschend, scharfsinnig, moralisch unkorrekt: Mojca Kumerdej, eine der wichtigsten Erzählstimmen Sloweniens, mutet ihren Lesern einiges zu. «Unter die Oberfläche» geht ihr Schreiben, ohne Furcht, auch an eingefleischte zivilisatorische Tabus zu rühren.
Antisemitismus sei keine Meinung, sondern ein Affekt, sagte Theodor W. Adorno 1962 in einem Vortrag. Mit Argumenten lasse er sich deshalb nicht bekämpfen….
Das Zürcher Literaturmuseum Strauhof zeigt mit «Kafka – Türen, Tod und Texte» Freude an der Alliteration. Und ein Händchen für echte Nähe zu dieser vor hundert Jahren verstorbenen Literaturgrösse.
Auf Luxusdampfern verschiffte die sowjetrussische Geheimpolizei vor hundert Jahren unliebsame Künstler und Intellektuelle in den verdorbenen Westen. Von den Exilanten erzählt auch Michael Köhlmeiers neuer Roman «Das Philosophenschiff».
Der Historiker Rolf Graber legt eine neue Geschichte der direkten Demokratie in der Schweiz vor. Er betont die Bedeutung antielitärer Widerstandsbewegungen.
1405 veröffentlicht eine französische Philosophin und Schriftstellerin ein erstaunliches Buch: In «Das Buch von der Stadt der Frauen» entwirft Christine de Pizan die Utopie einer Gesellschaft, in der Frauen gleiche Rechte haben wie Männer. Wer war diese Frau?
Mit der «Kestenberg-Reform» träumte der deutsch-israelische Pianist von einer «Erziehung zur Menschlichkeit mit und durch Musik». Durch seine Ideen wurde er zu einer Schlüsselfigur für die Kulturpolitik der Weimarer Republik. Eine Biografie würdigt Kestenbergs Beziehungen zu zahlreichen namhaften Künstlern….
Die in Rumänien geborene und als Kind nach Deutschland emigrierte Schriftstellerin Iris Wolff hat einen berührenden Roman über zwei Menschen geschrieben, die aufbrechen und nirgendwo mehr ankommen können.
Es verlangt nach Aufmerksamkeit und zielt auf die Gefühle ab: Das Ausrufezeichen wird so inflationär gebraucht, dass es an Kraft eingebüsst hat. Ein neues Buch verteidigt das «schreiende Symbol».
Über die Geschichte der rund 2,5 Millionen Russlanddeutschen, die heute in der Bundesrepublik leben, wissen ihre Landsleute in der Regel wenig. «Das Gedächtnis der Töchter», ein vielschichtiger und vielstimmiger Roman, könnte daran etwas ändern.
Als Kolumnist der «New York Times» kommentiert David Brooks das politische Geschehen in seinem Land. Geradeso gern befasst er sich mit menschlichen Beziehungen und Gefühlen. Diese zu schulen, sei in unserer Gesellschaft nötiger denn je, sagt er im Gespräch….
Die Kärntner Schriftstellerin Maja Haderlap schickt in «Nachtfrauen» eine Romanfigur auf eine Reise in die Kindheit. Alte familiäre und politische Konflikte brechen auf.
In Thomas Lehrs Roman kommen Extraterrestrische zu Wort. Was sie sagen, ist nicht besonders schmeichelhaft für die Menschlinge.
Der Erfolgsschriftsteller aus Olten ist ein wahrer Verwandlungskünstler. In seinem neusten Buch zeigt sich Alex Capus – vielleicht versehentlich – als fabelhafter Satiriker.