Im Menschen stecken das Raubtier und die Verletzlichkeit zugleich
Die ungarische Dichterin Ágnes Nemes Nagy hat ein grosses lyrisches Werk hinterlassen. Darin dachte sie über die Daseinsbedingungen in der Diktatur nach.
Die ungarische Dichterin Ágnes Nemes Nagy hat ein grosses lyrisches Werk hinterlassen. Darin dachte sie über die Daseinsbedingungen in der Diktatur nach.
Der Schriftsteller Andreas Maier setzt in seinem neuen Roman die epische Erkundung seiner Herkunftsgegend fort. Mit einer klugen Reflexion auf die Genese patriotischer Gefühle.
Jacob Mikanowski legt eine Kulturgeschichte der Region vor. Osteuropa erscheint darin als schreckliches Laboratorium der Moderne, aber auch als Einfallstor für die Freiheit.
Am Wochenende fand die 45. Ausgabe der Solothurner Literaturtage statt. Sie sind vielfältiger geworden….
Martin Amis gehört zu den bedeutendsten britischen Gegenwartsautoren. Von den achtziger Jahren bis zur Jahrtausendwende galt er als literarischer Star, der gleichermassen geliebt und gehasst wurde.
Als Industrieller und Diplomat mischte Hans Sulzer überall mit. Seine Frau beklagte sich über das «ewige Gerenn». Aber die Pflicht rief – permanent….
Der bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan ist 70-jährig in Graz gestorben. Mit ihm verliert Europa einen grossen Erzähler und luziden Denker. Sein Werk macht unmissverständlich klar: In der Tiefe des balkanischen Abseits wird auch unsere Sache verhandelt….
Im vergangenen Jahr ist der deutsche Historiker Johannes Willms gestorben. In seinem letzten Buch analysiert er das Erbe des strahlendsten Herrschers des Absolutismus.
Sie ging von Frankreich aus und hatte Konsequenzen für ganz Europa: Die Revolution von 1848 steht am Anfang des modernen Deutschland – und noch viel mehr als das. Dem Cambridge-Historiker Clark gelingt eine Geschichtsschreibung jenseits von Gut und Böse.
«Dein Fortsein ist Finsternis», der neue Roman von Jón Kalman Stefánsson, in dem es um letzte und nächste Dinge geht, bietet auf exemplarische Weise isländische Erzählkunst. Er verbindet existenzielle Wucht mit witziger Figurenzeichnung.
Viele Leute mögen den Anblick eines Kindes, das komponiert und Bücher schreibt. Aber gleichzeitig sind sie beunruhigt. Die meisten würden nicht wollen, dass ihr Kind so ist….
Samuel Finzi hat ein gewitztes Buch geschrieben über sein Aufwachsen im sozialistischen Bulgarien. Beim Treffen mit dem Schauspieler lernt man Überraschendes über das Land. Etwa auch, dass es die Ukraine frühzeitig mit Waffen beliefert hat….
Läuft uns in der Klimapolitik die Zeit davon? Und sind Demokratien überfordert, wenn es gilt, rasch zu entscheiden? Ja, schreibt Jonas Schaible….
Bedrängt von schweizerischen, französischen und amerikanischen Kreisen, nahm sich René Dubois 1957 das Leben. Dubois war der erste Bundesanwalt der Sozialdemokratie. Eine fundiert recherchierte Graphic Novel beleuchtet den Fall in seiner internationalen Dimension….
Mina Havas Erstling «Für Seka» über Migration aus dem zerfallenen Jugoslawien ist eine Ich-Suche in der Schweiz, die die Frage, wer wir sind, noch einmal ganz neu stellt.
Die österreichische Schriftstellerin Teresa Präauer hat einen Roman über den Geschmack geschrieben und demontiert darin all das, was die Gegenwart damit in Verbindung bringt.
Mit neuem Elan und neuer Dringlichkeit wird derzeit die ukrainische Literatur entdeckt und gefördert. Nicht nur die Gegenwartsliteratur wartet mit einem hochkarätigen Roman auf, auch ein Klassiker des ukrainischen Modernismus liegt erstmals auf Deutsch vor.
In «Der letzte Sessellift» lässt der amerikanische Schriftsteller seine Figuren noch einmal antreten. Sie sind die Alten geblieben, nur älter geworden.
Jörg Fauser hatte ein ebenso kurzes wie bewegtes Leben. Nun kann man in seinen Briefen an die Eltern den Stationen dieser Biografie folgen.
In seinem Essayband «Black Paper: Schreiben in dunkler Zeit» erkundet der nigerianisch-amerikanische Schriftsteller das Vermögen der Kunst zur Zeitzeugenschaft.
Eine neue Biografie schildert die tragische Lebensgeschichte von August von Goethe. Sie ist zugleich Ehrenrettung des Sohnes wie des Vaters.
Die Schweizer Schriftstellerin Christina Viragh hat mit «Montag bis Mittwoch» einen kunstvoll verschlungenen Roman geschrieben über das Scheitern.
Die britische Autorin gehört zu den bekanntesten Schriftstellern ihres Landes. Bei unserem Treffen behauptet sie, Euthanasie werde in England staatlich geduldet und die Tories seien infiltriert von russischem Geld.
Mit ihrem ersten Roman, «Fang den Hasen», einer kunstvoll kühnen Road-Novel über das «coming of age» zweier existenziell unterschiedlich gepolter Bosnierinnen, hat Lana Bastašić europaweit Aufmerksamkeit erregt. In sich haben es auch ihre Erzählungen.
Dinçer Güçyeter wurde 1979 als Sohn türkischer Gastarbeiter in Deutschland geboren. Er wurde Gabelstaplerfahrer, später schrieb er Gedichte und jetzt einen grandiosen Roman. Er erzählt seine eigene Geschichte und die der Familie….