WO WIR NICHT SIND: Futter für die Boa
David Diop erzählt in seinem Roman „Reise ohne Wiederkehr“ von dem französischen Botaniker Michel Adanson, der Mitte des 18. Jahrhunderts in den Senegal reist, auf dem Höhepunkt von Aufklärung und Sklavenhandel.
David Diop erzählt in seinem Roman „Reise ohne Wiederkehr“ von dem französischen Botaniker Michel Adanson, der Mitte des 18. Jahrhunderts in den Senegal reist, auf dem Höhepunkt von Aufklärung und Sklavenhandel.
Die FR lässt sich von Annette Kehnel erklären, wie Gemeinwohlökonomie im Mittelalter funktionierte. Mit Viktor Schklowski stürzt sie sich in das Berlin russischer Exilanten. Der Dlf liest Bernd Wagners Chronik aus den Jahren der Prenzlauer-Berg-Avantgarde als stummes Selbstgespräch….
FAZ und Dlf Kultur sind sich uneins über den neuen Knausgard: Dlf Kultur bewundert, wie klar und exakt Knausgard fantastisches Neuland vermisst, die FAZ verirrt sich ein bisschen zu oft. Die taz empfiehlt nachdrücklich Sudhir Hazareesinghs Biografie über Toussaint …
Die SZ tänzelt mit Lucy Frickes hochaktuellem Roman auf dem diplomatischen Parkett. Die FAZ unternimmt mit Carl-Schmitt-Kenner Reinhard Mehring kenntnisreiche Exkursionen nach „Kafkanien“. Die taz empfiehlt heute Comics, darunter besonders Birgit Weyhes „Rude Girl“ über Rassismus und Rebellion an …
R. B. Bardi, ein Pseudonym für Rahel Berdach, wurde 1878 in Budapest geboren….
Die SZ feiert Alvaro Enrigues Roman „Jetzt ergebe ich mich, und das ist alles“, der so brutal wie komisch von den Vernichtungkriegen gegen die Apachen erzählt. Der DlfKultur reist mit David Diop und dem Botaniker Michel Adanson den Senegal hinauf. …
Allerhöchsten Respekt zollen FR und Dlf Sven Hanuschek für die Mammutaufgabe einer Arno-Schmidt-Biografie. Die SZ liest mit Interesse, wie unkonventionell der frühere Geheimdienstchef Ami Ajalon die Lage in Israel und Palaästina reflektiert. Der DlfKultur begeistert sich für Jill Lepores aufregende …
Die Leipziger Buchmesse wurde zum dritten Mal abgesagt, der Bücherfrühling fällt dennoch reichhaltig aus: Mit Joyce’scher Wucht stemmt sich Joshua Cohen in „Witz“ gegen die Verflachung der deutschen Erinnerungskultur, Szczepan Twardoch lässt uns in „Demut“ die schweißtreibende Angst im Ersten …
Die FAZ folgt Andrea Scrima von New York nach Berlin in eine traumatische Vergangenheit. Die FAS durchlebt mit Karl Ove Knausgards „Der Morgenstern“ eine grandios verlaberte Meditation einer Endzeiterfahrung. Die taz wirft dem norwegischen Autor ausbeuterisches Schreiben vor….
Die FAZ wird neugierig auf Meskalin dank Michael Pollans Kulturgeschichte psychokaktiver Pflanzen. Die FR liest bei Delphine de Vigan beunruhigt, was geschieht, wenn es in den sozialen Medien keine Trennung mehr zwischen Öffentlichkeit und Privatleben gibt. Glaubhaft wie ein authentischer …
Als angenehm liberale Studie empfiehlt die Zeit Kathleen Stocks feministische Kritik der Identitätspolitik. Als meisterlichen Roman über die „Sucht nach Geschichtsklitterung“ preist die FAZ Georg Gospodinovs Roman „Zeitzuflucht“ über ein Europa der inszenierten Vergangenheiten. Die FR lässt sich von …
Die FAZ sieht die bundesrepublikanische Society leuchten auf den Fotos von Roger Fritz. Außerdem freut sie sich, dass Jacques Vallès‘ naturalistischer Klassiker „Das Kind“ wiederaufgelegt wurde. Dlf Kultur blickt mit Delphine de Vigan in die Abgründe von Influencern, die …
Die FAZ lässt sich von Philipp Matheis darlegen, wie die deutsche Politik über Chinas Vernichtung der Uiguren hinwegsieht, um der Autoindustrie nicht zu schaden. Die Welt lernt von Juliane Marie Schreiber, das euphorisierte Menschen eher zu Gewalt neigen als …
Wundervoll findet die FR Irene Solàs polyphonem Roman „Singe ich, tanzen die Berge“, der von den Pyrenäen und ihren Bewohnern erzählt, von Franco-Flüchtlingen und Frauen, die als Hexen verfolgt wurden. Die FAZ stürzt sich mit Herman Heijermans‘ „Duczika“ …
Anne Tyler setzt mit „Eine gemeinsame Sache“ ihre Kunst des Generationenromans fort. FAZ und Dlf Kultur schätzen ihn für seine ruhige Präzision. Ebenfalls in der FAZ wird Paul Mendes-Flohrs Biografie über Martin Buber empfohlen….
Die FR macht’s kurz: Craig Browns Beatles-Buch hält sie für eine Wucht. Die SZ lässt sich gebannt in den höllischen Raum ziehen, den Julia Schoch in ihrem Roman „Das Vorkommnis“ öffnet. Die FAZ lernt von Annekathrin Kohout: Dem Nerd …
Die FAZ staunt, wie kenntnisreich Marente de Moor die Lebensgewohnheiten in der russischen Provinz vor dem Hintergrund der zerfallenden Sowjetunion schildert. Mitreißen lässt sie sich auch von Wucht und Drastik in Oskar Loerkes „Oger“. Die SZ birgt einen Schatz der …
Fährt man nicht zu den Bettenburgen im Süden Lanzarotes, sondern in den Norden an einen abseits gelegenen Ort mit Blick auf Steilküste und Vulkane, ist er im selben Moment da, in dem man aus dem Bus steigt, und geht …
Die FAZ feiert Monica Alis Roman „Liebesheirat“, der sie mit Witz, Empathie und Weltkenntnis besticht. Von György Dalos lernt sie das System Orbán zu durchschauen, und auch Eberhard Seidels türkisch-deutsche Kulturgeschichte des „Döner“ weiß sie zu goutieren. Die taz lässt …
Die FAZ erhascht mit Beatrice Alemagna den „kleinen großen Augenblick“, in dem sich das flüchtige Glück zeigt. Mit Kenji Miyazawa reist sie intergalaktisch für eine Nacht in der Milchstraßenbahn. Die FR folgt den Sehnsuchtslinien von Judith Zanders plattdeutscher Minnelyrik „im …
Hellauf begeistert ist die FAZ von Alain Damasios dystopischen Aktivistenroman „Die Flüchtigen“. Empfehlen kann sie auch Olivette Oteles Geschichte „Afrikanische Europäer“. Die FR lässts ich mitreißen von der Wucht, mit der Nino Haratischwili vom postsowjetischen Kriegsgrauen in Georgien erzählt….
Die FAZ betrachtet mit dem Kunsthistoriker Peter Geimer die „Farben der Vergangenheit“ und lernt, dass das bessere Bild nicht unbedingt bessere Sicht und Verständnis bedeutet. Die FR kann sich dem Sog nicht entziehen, wenn Laszlo Krasznahorkai in der Provinz Köpfe …
Die FAZ empfiehlt die Erzählungen Ljudmila Ulitzkajas, die auf unnachahmliche Weise vermitteln, inwieweit Literatur die Angst vor dem Sterben nehmen kann. Die SZ begibt sich mit Stewart O’Nan in ein Kaff in Connecticut und wird Zeuge einer …
Die FAZ erlebt mit Ulinka Rublack „Die Geburt der Mode“ in der Renaissance, und sie schärft ihr Gespür für die Grenze zwischen Fakt und Fiktion mit Clemens J. Setz‘ „Gedankenspielen über die Wahrheit“. Die FR sucht mit …
Hellauf begeistert ist die taz von Adam Greens wilden Comic „Krieg und Paradies“, bei dem es aller Fülle zum Trotz einfach nichts zu lernen gibt. Ziemlich umgehauen ist die FAZ von Witz, Energie und Verzweiflung in Gine Cornelia Pedersens Roman …