Der wahre Atheist glaube an die Wiederkehr des toten Christus, sagt Slavoj Žižek – und krempelt das Christentum um
Kann man Christ und zugleich Materialist sein? Ja, findet der slowenische Philosoph. Und vielleicht müsse man das sogar….
Kann man Christ und zugleich Materialist sein? Ja, findet der slowenische Philosoph. Und vielleicht müsse man das sogar….
Die Werke von Torborg Nedreaas (1906–1987) gehören in Norwegen zum Kanon des politisch-literarischen Feminismus zwischen Klassen- und Geschlechterkampf. Ihr Roman «Nichts wächst im Mondschein» kommt langsam in Gang, entwickelt dann aber einen mächtigen Sog.
Der englische Autor ist einer der brillantesten Gegenwartsseismographen. «Nach dem Krieg» heisst sein neuer Erzählband, der in zwölf Varianten das gleiche, grosse Trauma verarbeitet: den Alltag nach dem Kampf.
Leon de Winters «Stadt der Hunde» ist ein überambitionierter Text, der viel zu viel will und für seine Erzählsprünge kein passendes Mass findet.
Thomas Mann, Ernst Toller und Sigmund Freud mussten fliehen, als die Nazis die Macht übernahmen. Zusammen mit Hunderttausenden von Juden und Regimegegnern. Wolfgang Benz will ein Gesamtbild der Emigration aus Hitlerdeutschland geben….
Die Journalistin Taina Tervonen hat ein Buch geschrieben über die weitreichende Folgen des Kriegs und die Heilsamkeit der Aufarbeitung.
Der norwegische Starautor Tomas Espedal pflegt «in einer ersten Person zu schreiben, die sich zu einer dritten Person erweitert». Nun hat er in dieser Art seinen Lebensroman verfasst: das mitreissende Buch seiner Erweckung zum kompromisslosen Künstler.
In Nora Osagiobares «Daily Soap» gibt es ein Bundesamt für Hautfarben namens BARACK, und die SVP will Ausländern das Lachen verbieten. Über ein gelungenes Debüt.
Eine Mutter und ihre erwachsene Tochter treffen in Kristine Bilkaus neuem Roman unvermittelt für längere Zeit aufeinander. Alte Konflikte brechen auf, ehe sich Neues anbahnt.
Statt auf ein Leben im Paradies bereiten sich Tech-Milliardäre auf «das Ereignis» vor. Die bevorstehende Katastrophe. Der Medientheoretiker Douglas Rushkoff versucht zu erklären, warum….
Das Werk des 1940 geborenen Schriftstellers Rolf Dieter Brinkmann ist so zerrissen wie sein kurzes Leben. Eine Biografie erzählt zu seinem fünfzigsten Todestag von den Eskapaden eines Berserkers.
Nach ihrem erfolgreichen Debüt «Legenden» legt Gesa Olkusz nun ihr zweites Buch vor. Es ist eine Migrantengeschichte zweier Brüder, die in Amerika keinen Boden unter den Füssen finden. Eine abenteuerliche Lektüre….
Eine kritische Analyse des Kriegs in Nahost verspricht Pankaj Mishra in seinem neuen Buch. Doch der Blick durch die postkoloniale Brille lässt den indischen Schriftsteller förmlich erblinden.
Ein schwacher König und ein Kanzler, der regiert: Das ist bis heute das Bild von Wilhelm I. und Otto von Bismarck. Der Historiker Jan Markert revidiert es grundlegend….
Es geht um Drachen, Sex und Magie und eine Kämpferin, die wegen einer chronischen Krankheit eher fürs Lazarett als fürs Schlachtfeld gemacht scheint. Ein Bucherfolg, der viel sagt über die Unterhaltungspräferenzen unserer Zeit.
Er habe zwar keinen Pakt mit dem Teufel geschlossen, wie der Protagonist seines neusten Romans, «Die Schule der Nacht», sagt der norwegische Autor. Aber nachdem er seine Familie literarisch vor der ganzen Welt entblösst habe, sei er doch in eine …
Der polnische Schriftsteller erinnert im Roman «Die Glühbirnendiebe» an die kollektivistischen Jahre unter Sowjetbesetzung. Im Essayband «Feuerprobe» geht er Europas zivilisatorischer Idee auf den Grund.
1993 schrieb der französische Autor das Buch «Ich lebe und ihr seid tot. Die Parallelwelten des Philip K. Dick»….
Schon vor dem Beginn der Invasion der Ukraine wurde die kritische russische Intelligenzia vom Putin-Regime drangsaliert, seit dem 24. Februar 2022 steht sie unter Schock.
Vor sechzig Jahren begann Peter Handke noch nicht 23-jährig seine schriftstellerische Karriere. «Das war gewaltig», sagt er im Gespräch. Heute sei er manchmal in seiner Kneipe unter lauter Alten der Älteste….
Antisemitismus scheint eine anthropologische Konstante zu sein. Auszurotten jedenfalls ist der Hass auf Juden nicht. Aber wie lässt er sich erklären?…
Der Schriftsteller, dessen Leben in einmaliger Weise Literatur, Politik und Diplomatie verband, ist im Raume des versunkenen Jugoslawien eine Jahrhundertfigur.
«Die weissen Nächte» umfasst dreizehn einzelne Erzählungen aus dem ländlichen Polen. Die Helden sind gequälte Kreaturen, Einsame, Abgehängte und Hoffnungslose. Ein Blick auf die Schattenseite eines Landes….
Philosophie ist keine westliche Angelegenheit. Auch in Asien und Afrika wurden Denksysteme entwickelt. Der britische Bestsellerautor Julian Baggini legt eine globale Geschichte der Philosophie vor….
Die privaten Aufzeichnungen des Schriftstellers dürften das Bild eines monumental selbstbezogenen, aber auch für den Lauf der Welt sensiblen Schriftstellers bestätigen. Gerade darum wäre es falsch, sie der Öffentlichkeit vorzuenthalten.