Neuer Roman von Toni Morrison: Das heisseste Eisen
Mit einem markanten Frauenporträt erweitert Toni Morrison die Galerie ihrer afroamerikanischen Charaktere. Aber in einer Hinsicht fällt das Werk der reifen Erzählerin hinter ihr Debüt zurück.
Mit einem markanten Frauenporträt erweitert Toni Morrison die Galerie ihrer afroamerikanischen Charaktere. Aber in einer Hinsicht fällt das Werk der reifen Erzählerin hinter ihr Debüt zurück.
Im Literaturbetrieb zählt Design, nicht Ruhm: Saisonale Trends ersetzen längst den literarischen Kanon.
Auch Bücher haben ihre Schicksale. Ein besonders fieses allerdings hat sich Noëlle Revaz in ihrem satirischen Roman ausgedacht.
Zbigniew Herbert (1924–1998) war einer der wortführenden polnischen Dichter seiner Generation. Bekannt wurde er mit seiner Alter-Ego-Kunstfigur Herr Cogito. Beim Wiederlesen offenbaren sich Schwächen….
Am Bosporus berauscht sich der Lyriker Nico Bleutge am Leuchten der Schiffe und schreibt Gedichte von funkelnder Klarheit.
Nina Bussmann beherrscht die grosse Kunst der Ambiguität. Bei einem Treffen in Berlin gibt die Schriftstellerin Einblick in ihr Denken und Schaffen.
Der langjährige Maghreb-Korrespondent und Filmemacher Samuel Schirmbeck diagnostiziert Denkverbote im Umgang mit dem Thema Islam und fordert eine produktive Islamkritik.
Marlon James stellt das 1976 knapp gescheiterte Attentat auf Bob Marley ins Zentrum seines sinistren jamaicanischen Gesellschaftspanoramas. Das Buch gewann 2015 überraschend den Man Booker Prize.
In unserer Zeit des schnellen Urteils, des schrillen Aufschreis und der inneren Zensur wirft «Meine fünf Jahre als Vater» des Norwegers Bjarte Breiteig Fragen auf, die nicht allen gefallen dürften.
Vor vierzig Jahren wurde in Zürich der linke Rotpunktverlag gegründet. Nun geht die Pioniergeneration in den Ruhestand. Es folgen junge Leute nach mit neuen Ideen….
Der Schriftsteller Ralf Rothmann erhält den diesjährigen Kleist-Preis. Im Zentrum seiner Romane und Erzählungen steht das Ruhrgebiet.
Die Ära Trump beschert einer Reihe von Romanen eine Renaissance, deren negative Utopien von den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts inspiriert waren. Aber wie weit trägt der Vergleich?…
Hat Luther auf der Wartburg wirklich die Bibel übersetzt? Ja, aber nicht nur. Feridun Zaimoglu weiss mehr….
Mit der ersten vollständigen Übersetzung von Luo Guanzhongs Monumentalepos aus dem 14. Jahrhundert wird der legendäre älteste Roman Chinas neu zugänglich. Er ist an Brutalismus kaum zu überbieten….
Lange galten «Die Fahnen», Miroslav Krležas in den Jahren zwischen 1912 bis 1922 spielender Monumentalroman, als unübersetzbar. Jetzt liegt das an Musil gemahnende Meisterwerk endlich übersetzt vor.
«Die Reise in den Westen» aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den vier klassischen Romanen Chinas. Die Übersetzerin Eva Lüdi Kong verschafft der 1300-seitigen Geschichte einer Pilgerfahrt neuen Glanz….
Zwischen Natur und Kultur spanne sich eine Brücke, sagen Hartmut Böhme und Wolfgang Welsch: die Kunst.
In ihrem Romanerstling zeichnet Julia Weber eine Kleinfamilie, die mit viel Phantasie und Hartnäckigkeit das zerbrochene Idyll wiederherzustellen versucht.
Die Idee einer immer besser werdenden oder gar sich vollendenden Zukunft hat heute alles andere als Konjunktur. Der bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan über die Utopien als Lebenselixier und als tödliches Gift
Was in Skandinavien immer populär geblieben ist, erlebt einen weltweiten Siegeszug: die nordische Mythologie. Dabei wollen Künstler die Götterschaft vom nazistischen Ruch befreien, der ihr anhaftet.
Der Schriftsteller Reto Hänny ist ein zauberhafter Verwandlungskünstler. Dass er schreiben würde, hat man ihm schon an der Wiege gesungen. Ein kleines Wunder ist es trotzdem….
Im Kalten Krieg rüstete sich die Schweiz mit allen Mitteln gegen den sowjetischen Totalitarismus. Thomas Buomberger hat nun eine detailreiche Studie über jene schrille Kultur der Bedrohung vorgelegt.
In seinem neuen Roman folgt Patrick Deville den abenteuerlichen Odysseen von Leo Trotzki. Er zeichnet ein vielfältiges Bild der Zeit und porträtiert den scheiternden Revolutionär.
Eine dunkle Stelle bei Platon ist einst von bedrängten Christen zur eigenen Verteidigung verwendet worden.
Wegen ihrer für eine prokurdische Zeitung verfassten Beiträge wurde die türkische Autorin Asli Erdogan 2016 inhaftiert. Eine Auswahl der eigenwilligen, poetischen Texte liegt nun auf Deutsch vor.