Tilman Rammstedt schreibt im Netz: Geschäftsmodell Schreibblockade
Der Schriftsteller Tilman Rammstedt hat mit seinem Verleger einen Teufelspakt geschlossen: Täglich veröffentlicht er im Netz ein Kapitel seines entstehenden Romans.
Der Schriftsteller Tilman Rammstedt hat mit seinem Verleger einen Teufelspakt geschlossen: Täglich veröffentlicht er im Netz ein Kapitel seines entstehenden Romans.
Das Reformationsjubiläum 2017 wirft seine «Schatten» voraus – so auch eine vierbändige Auswahl aus den Schriften Martin Luthers, kundig kommentiert und ansprechend präsentiert.
Der russische Historiker Oleg Chlewnjuk hat eine Stalin-Biografie vorgelegt; sie bietet punktuell neue Erkenntnisse über das Leben des Sowjetdiktators.
Ville Rose heisst die fiktive Stadt, in der Edwidge Danticats Roman handelt – auch wenn die meisten Figuren eher auf Dornen gebettet sind. Dennoch geben sie der Trauer und Resignation nicht statt.
Die Studienjahre in Deutschland schlugen sich in seinem zweiten Roman nieder, «Der Erlkönig», für den er den Goncourt-Preis bekam – und einiges an Kritik. Nun ist Michel Tournier 91-jährig gestorben.
Ein Buch beschäftigt sich erstmals mit Perspektiven für die Interpretation der Werke von Gustav Mahler im 21. Jahrhundert. Eine umfassend historisch informierte Rezeption scheint dringend geboten….
Armin Senser buchstabiert in seinem neuen Gedichtband die Liebe und das Leben und versucht Ordnung zu bringen in eine Welt, die jede Ordnung verloren hat.
Mittlerweile zaudert man fast, Julian Barnes als britischen Romancier und Essayisten zu bezeichnen – denn seine jüngste Aufsatzsammlung weist einmal mehr die enge Bindung des Autors an Frankreich aus.
Den britischen «Guardian» schätzt man im Allgemeinen für seinen vifen, attraktiven Online-Auftritt. Zu James Joyce‘ 75. Todestag wartete die Zeitung allerdings mit ziemlich altbackener Kost auf….
Der Konflikt um Anne Franks Tagebücher ist symptomatisch für den Wandel der Erinnerungskultur. Aus dem Holocaust-Opfer wurde eine für viele Zwecke verwendbare Ikone stilisiert.
Saudiarabien begann das neue Jahr mit der Vollstreckung von 47 Todesurteilen. Auch der Dichter Ashraf Fayadh wartet auf die Hinrichtung. Heute wird seiner weltweit mit Lesungen gedacht….
Die 1926 aus ihrer Heimat vertriebene Schriftstellerin Alja Rachmanowa setzte im Exil alles daran, die Herrschaft der Bolschewiki zu bekämpfen. Dazu gehörte auch die Unterstützung des Naziregimes.
Von unerhörten Begebenheiten auf der Grossbaustelle: Zora del Buonos vergnügliche Novelle «Gotthard» wagt sich ins Innere des Basistunnels.
In der Max-Weber-Gesamtausgabe sind nun die Briefe des Soziologen aus den Jahren 1895 bis 1902 ediert worden. Diese Zeit ist nicht zuletzt von gesundheitlichen Problemen Webers geprägt.
Sein Schicksal hat der Lagerhäftling Alexei Wangenheim in Briefen festgehalten. Der Reiseschriftsteller Olivier Rolin stellt sie ins Zentrum seines Buches über die Black Box des Gulag.
Sie gilt als eine der wichtigsten Stimmen Burmas, seit kurzem dürfen ihre Bücher auch dort erscheinen: Die Schriftstellerin Wendy Law-Yone kämpft aus dem Exil für ihre Heimat und gegen das Vergessen.
Sie lebte im Theater Stok und in ihrem Theatermuseum in der ehemaligen Fabrikantenvilla ein Theaterleben, das ein Lebenstheater war. Zum Tod der Mitbegründerin des Theaters Stok Erica Hänssler.
Neben seinem poetischen Schreiben hat Peter Handke immer auch die Literatur- und Literaturbetriebskritik gepflegt. Seine «Begleitschreiben» zeigen ihn als nicht immer offenen und originellen Geist.
Ein sehr schlankes und sehr aufschlussreiches Buch über Jorge Bergoglio, den ersten Jesuiten auf dem Stuhl Petri, hat der Jesuit Stefan Kiechle vorgelegt.
Gegründet hatte Günter Grass das nichtöffentliche Treffen 2005. Auf Wunsch des Nobelpreisträgers, der im letzten April verstorben ist, wird es unter der Moderation von Tilman Spengler fortgesetzt.
Nora Bossong hat einen Roman über den italienischen Philosophen und Politiker Antonio Gramsci geschrieben, der in seinen historischen Passagen durchaus überzeugt.
In Martin Walsers neuem Roman schreiben sich die Figuren Briefe und Mails, und sie chatten miteinander in Online-Foren. Und trotzdem entsteht daraus ein kecker Plot um Liebe und Verrat.
Der Basler Germanist Alexander Honold hat eine faszinierende Studie geschrieben über die Kriegsbegeisterung deutscher Dichter zu Beginn des Ersten Weltkriegs.
Dem «Missverständnis namens Ruhm» machte Juan Carlos Onetti (1909–1994) zeitlebens nie Avancen – dabei schuf er erzählerische Wunder. Schreiben und Lesen erweist sich bei ihm als Akt der Befreiung.
Das Literaturarchiv sei eine Schenkung Friedrich Dürrenmatts, besagt dessen Gründungsmythos. An seinem Anfang indes stand eine listige Verschwörung.