BÜCHERSCHAU DES TAGES: Cool und campy
Die SZ lernt von Ute Frevert hochnotpeinliche, die Zeiten überdauernde Techniken der Demütigung. Die Zeit lässt sich von Oliver N. erzählen, wie er als 16-Jähriger beim IS in Syrien landete….
Die SZ lernt von Ute Frevert hochnotpeinliche, die Zeiten überdauernde Techniken der Demütigung. Die Zeit lässt sich von Oliver N. erzählen, wie er als 16-Jähriger beim IS in Syrien landete….
Versuche, die Transzendenz mit negativen Figuren zu beschreiben, gibt es seit dem Mittelalter. Die Negative des Neuropsychologen und Fotografen Hennric Jokeit versuchen wie mit einem Röntgengerät den Stützapparat der Dinge, der Objekte zu erfassen. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, …
Die FAZ besichtigt mit Marie Luise Knott die Trümmer des Jahres 1930 (hier unser Vorgeblättert). Die FR folgt Yaa Gyasis Geschichte einer aus Ghana in die Sklaverei verschleppten Familie über acht Generationen. Die NZZ feiert „Die Königinnen der Würstchen…
Tanguy Viel lässt in seinem Roman „Selbstjustiz“ einen bretonischen Arbeiter zum Mörder ohne schlechtes Gewissen werden. Mit „Ein Job für Delpha“ besteht Lisa Sandlin im Texas der siebziger Jahre auf eine zweite Chance.
Die SZ lässt sich von Edna O’Brien erzählen, wie sich ein ganzes irisches Dorf vom Wolf verführen lässt. So nachdenklich wie uneitel findet sie Eva Demskis Memoiren „Den Koffer trag ich selber“. Außerdem liest sie Andreas Fahrmeirs kurze, bemerkenswert postideologische …
Die taz erliegt der Schönheit von Marion Poschmanns „Kieferninsel“ und erklimmt mit René Daumal den „Berg Analog“. Die FR schaut mit Yanis Varoufakis hinter die Kulissen der internationalen Politik. Die SZ analysiert mit Andreas Bernard das Selbst in der digitalen …
Es hat nicht viele deutsche KünstlerInnen gegeben, die von Beginn an so gehätschelt und gepusht wurden wie Wolgang Tillmans. Nun hat er eine Retrospektive in der Fondation Beyeler. Eine kritische Zeitreise durch den Katalog der Ausstellung….
Die Zeit besucht mit Daniel Schönpflug das Kometenjahr 1918. Die SZ wagt sich an Joseph Andras‘ finsteren Roman über den Algerienkrieg. Die FAZ schwirrt mit Hilary Mantel durchs glaubenskrisengeschüttelte Nordengland der fünfziger Jahre und lässt sich von Edna O…
Die NZZ ist völlig aufgelöst nach der Lektüre von Upton Sinclairs 1928 erstmals erschienenem Roman „Boston“ über den Justizmord an Sacco und Vanzetti. Die FR empfiehlt nachdrücklich Peter Walthers Biografie des Schilderers Hans Fallada, denn: Wer zwei Leben lebt, …
Die FAZ zerpflückt Geoffrey de Lagasneries Kritik am strafenden Staat „Verurteilen“ und nennt den Franzosen einen Ideologen im Philosophenmantel. Ähnlich beherzt verreißt sie Christoph Höhtkers Roman „Das Jahr der Frauen“. Die NZZ liest mit verhaltener Begeisterung Orhan Pamuks neuen Roman …
Die SZ lernt von David van Reybrouck, dass gegen Populismus nur mehr demokratische Partizipation hilft, nicht weniger. Karl-Heinz Roth und Hartmut Rübner erinnern sie daran, dass Deutschland bei Griechenland in der Schuld steht. Zum andächtigen Genießen empfiehlt sie Hilary …
Die FR geht mit Xiao Bai auf Gangsterjagd im Schanghai der 30er Jahre. Die NZZ landet mit Jean Echenoz auf Agentinnenjagd in Nordkorea. Die FAZ folgt Niroz Malek durchs kriegszerstörte Aleppo….
FAZ und SZ empfehlen kurz vor den Wahlen Hedwig Richters Studie zur Einführung des Wahlrechts in Preußen und den USA. Die SZ reist mit Uwe Timm nach Ikarien und erkundet das utopische Streben im Nachkriegsdeutschland. Die NZZ lässt sich von …
Die Zeit lernt mit Arlie Russell Hochschild die Abgehängten und Trump-Fans in Louisiana kennen und taucht mit Pascal Richmann ins rechte Deutschland. Die FR lässt sich von Uffa Jensen die Zornpolitik der Rechten erklären. Die NZZ lernt mit Bettina Stangneth …
Die NZZ empfiehlt wärmstens Kazuo Koikes Manga „Lady Snowball“, allein schon wegen der wunderbaren, an französische Modezeichnungen erinnernden Bilder von Kazuo Kamimura. Außerdem empfiehlt sie Susan Cheevers Sammelbiografie des amerikanischen Bloomsbury-Kreises um Ralph Waldo Emerson. Die FAZ liest ein Stück …
Die FAZ liest beeindruckt Souad Mekhennets Reportagen über den militanten Islamismus im Nahen Osten. Von Eric Vuillard lässt sie sich mit Buffalo Bill den Begründer des modernen Massenspektakels vorstellen. Die FR freut sich über einen Band mit sämtlichen Gemälden Schieles….
Die taz ist hin und weg von Robert Menasses EU-Roman „Die Hauptstadt“, der Brüssels Bürokratie endlich literaturfähig mache. Auch sehr empfehlen kann sie Petros Markaris‘ Griechenland-Krimi „Offshore“. Die FAZ zieht den Hut vor Pietro Bartolo, dem Leiter der …
Die NZZ folgt John Clare zunächst auf seiner bewegenden Flucht aus der Heilanstalt in Essex und wiederholt die Wanderung mit Iain Sinclair 150 Jahre später noch einmal. Die SZ wandert lieber mit Marion Poschmann zu den japanischen „Kieferinseln“. Außerdem bespricht …
Die NZZ versenkt sich in die sehr deutschen Bilder des Fotografen Andreas Mühe und lernt mit Charles Pépin die Schönheit des Scheiterns kennen. Die Welt geht mit Friedrich Anis tröstlichem Kommissar Franck auf die Jagd nach einem Kindermörder. Die Zeit …
Die taz segelt mit Comiczeichner Herve Tanquerelle Richtung Grönland. Die NZZ feiert die menschliche Hoffnung in Anuk Arudpragasams „Geschichte einer kurzen Ehe“. FAZ und FR bewundern Handwerkskunst, Witz und die Konstruktionsenergie Robert Menasses….
Wunderschön, rätselhaft und subversiv findet die NZZ Georges Perecs Traumbuch „Die dunkle Kammer“. Die SZ feiert noch einmal die Wortkünstlerin und Menschengestalterin Elena Ferrante. Spannender als jeden Abenteuerroman nennt die FAZ die Erinnerungen des Kulturanthropolen Reimar Schefolds an seine …
Ganz hingerissen ist die FR von Marion Poschmanns Roman „Die Kieferninseln“, der zart und leise von einem Desaster erzählt. Als radikal disparat lobt die SZ Sasha Marianna Salzmanns Roman „Außer sich“. Als prima Einstiegsdroge in die deutsche Revolutionsgeschichte empfiehlt die …
Viele glückliche Kritiker heute: Die FAZ freut sich über „Außer sich“, den Debütroman der Dramaturgin Sasha Marianna Salzmann, der hochaktuell mit Identitätsfragen und dem Crash der Kulturen spielt. Salman Rushdie kassiert für „Golden House“ ein dickes Lob von SZ …
Die FAZ feiert die beiden biografischen Comics der Berliner Zeichner Reinhard Kleist und Ulli Lust: Literaturpreis-Kandidaten, meint sie. Außerdem liest sie einen Sammelband zur Wohnraumfrage in Deutschland. Die SZ amüsiert sich über Oskar Roehlers gnadenlosen Wutmonolog über die …
Die FAZ feiert Ingo Schulzes neuen Wenderoman „Peter Holtz“ als hochamüsantes Lustspiel, die Zeit hat sich weniger amüsiert. Lachen musste sie aber mit Robert Menasses halbernster Komödie „Die Hauptstadt“. Peter Böthigs „Sprachzeiten“ weckt in der FAZ wehmütige Erinnerungen an …