BÜCHERSCHAU DES TAGES: Pause von der Welt
Die SZ genießt noch einmal in „Gesammelter Prosa“ den reinen und herben Barock H.C. Artmanns….
Die SZ genießt noch einmal in „Gesammelter Prosa“ den reinen und herben Barock H.C. Artmanns….
Die taz amüsiert sich prächtig mit einem Comic von Anna Haifisch über Künstler in einer Schaffenskrise. Sehr gut unterhalten hat sie sich auch mit Hanns Zischlers Lesung der Henry-James-Novelle „Im Käfig“ über eine Londoner Telefonistin. Die Welt legt uns …
Die FAZ ist überwältigt von den freihändig geschossenen, intimen Kollegenporträts des Fotografen Volker Hinz. Die NZZ amüsiert sich königlich mit Eric Chevillards clownesker Verlängerung des Grimmschen Märchens vom tapferen Schneiderlein. Die Zeit streift mit Misha Glenny durch die Favelas….
In der SZ blickt Tex Rubinowitz mit Heinz Strunk in die Abgründe der Hoffnungslosigkeit. Die FAZ blickt zurück auf Rom und reist mit Carlos Fraenkel zu den philosophischen Brennpunkten der Weltpolitik. Die Welt lernt aus Briefen an die DDR-Führung, dass …
Erschüttert und begeistert zugleicht liest die SZ Kettly Mars‘ haitianischen Roman „Ich bin am Leben“. Geradezu berückt lässt sie sich von Friederike Mayröckers „fleurs“ umkränzen. Die NZZ jubelt über Noemi Lerchs Prosadebüt „Die Pürin“, dessen Leichtigkeit durch Unendlichkeit gegangen …
Wie eine Granate schlägt bei der SZ Ece Temelkuras geladenes Buch „Euphorie und Wehmut“ über Erdogans Türkei ein. Humor und Herz enmtdeckt sie in Erhard Epplers Erinnerungen „Links leben“. Nicht ganz überzeugt ist sie von Joe Saccos Brachialsatire „Bumf“….
Mit dem Roman „Der goldene Handschuh“ ist Heinz Strunk endgültig in der Hochliteratur angekommen, jubelt die taz. Die kraftvollen visuellen Schilderungen in Andrzej Stasiuks „Der Osten“ lassen die Welt geradezu schmerzlich die Folgen des kommunistischen Erbes spüren. Die FAZ feiert …
Die SZ lernt von David Graeber, dass der Neoliberalismus eigentlich gar kein Liberalismus ist. Und von Francois Cheng lernt sie, das Leben vom Tod aus zu betrachten. Die FAZ arbeitet sich durchaus gewinnbringend durch Ernst Machs mechanische Theorien….
Großer Auftritt des verachteten Mannes: Michael Kumpfmülllers Roman über das Schwinden der Männlichkeit ringt der Zeit großen Respekt ab, ebenso Heinz Strunks Hamburger Serienmörder-Roman „Der goldene Handschuh“ und Wolfram Siemanns Metternich-Biografie. Verstörend findet FAZ die Vergewaltigungsfantasien eines Ökospießers in …
Mit Freude entdeckt die NZZ mit Sigismund Krzyżanowskis „Club der Buchstabenmörder“ einen Klassiker der russischen Moderne wieder. Die FAZ stimmt ein in die Hymnen für Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault“. Und die SZ liest mit großem Interesse eine Neuübersetzung …
Großes Lob in der SZ auch für den zweiten Band von Riad Sattoufs autobiografischer Graphic Novel „Der Araber von morgen“. Die NZZ empfiehlt David Grossmans so explosiven wie zarten Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“. Die FAZ lässt sich …
Sehr verdienstvoll findet die SZ, was Jospeh McVeigh in seiner biografischen Studie über Ingeborg Bachmanns Wiener Jahre zutage befördert. Skeptisch bleibt sie bei Pierre Bourdieus Vorlesungen über Manet. Nicht ganz leicht zu schultern findet die taz den Weltekel, …
Über Körper in der Kunst, sieben Päpste und fünf Todesfälle, Fontanes Schwindeleien, Karl Löwiths Blick auf Japan und Sabas Bohnen.
Navid Kermanis Reportage „Einbruch der Wirklichkeit“ hilft beim Verständnis der Flüchtlingskrise, Philippe Bucs Studie „Heiliger Krieg“ beim Verständnis der Flüchtlingsdebatte, meint die FR. Die SZ begrüßt die Wiederentdeckung von Edward Lewis Wallant und Julia Decks Fortschreiben des nouveau roman. SZ …
Die FAZ liest mit Begeisterung die von Ralph Dutli übertragenen Heidelberger Gedichte Ossip Mandelstams. Die NZZ beugt sich über Kornel Ringlis Monografie des skulpturalen TWA-Terminals von Eero Saarinen. Die Zeit, die schon vor 20 Jahren Bell Hooks gelesen hat, …
Die SZ lernt von Ulrich M. Schmid, dass in Russland selbst der bösesten Staatsmacht noch ein ruhmreicher Herrscher vorsteht. Groß und reich, nur leider überhaupt nicht tröstlich findet die NZZ Michail Ossegins Roman „Eine Straße in Moskau“ von 1929….
Walser in Bestform, Ivan Vladislavics Tryptichon Südafrikas, Handkes glänzende Literaturkritiken für Radio Steiermark, Alexander Ilitschewskis Kaukasusepos „Der Perser“ und ein Prachtband übers Reisen – dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Februar.
Als höchst wirksames Antidot zu Nichtwissen und Unverständnis empfiehlt die SZ einen Sammelband „Deutsch-polnische Erinnerungsorte“. Instruktiv findet sie auch das „Kleine Lexikon der Politik“. Noch mehr als der spannende Plot gefällt der FR die plastische Figurenzeichnung in Jeong Yu-jeongs koreanischem …
Ben Lerner beherrscht den Stil der Stunde perfekt, versichert die taz und lobt den Roman „22:04“ für seine Mischung aus Theorie, Transzendenz und Atmosphäre. Mit Begeisterung liest sie auch Maria Sonia Cristoffs Geschichte einer anarchistischen Aussteigerin „Lasst mich da …
Als milde, klug, unprätentiös und wertfrei lobt die FR Franziska Gerstenbergs Erzählband „So lange her, schon gar nicht mehr wahr“. Die SZ entdeckt mit „Wolke und Walzer“ von Ferdinand Peroutka einen europäischen Jahrhundertroman und erkennt in Ta-Nehisi Coates‘ Manifest …
Die SZ feiert Ivan Vladislavics magischen Roman „Double Negative“ über Johannesburg kurz vor und nach Überwindung der Apartheid. Abbas Khiders Roman „Ohrfeige“, der die verzweifelte Situation schlecht verwalteter Flüchtlinge in Deutschland aufs Korn nimmt, beeindruckt die FAZ und lässt …
Nacht für Nacht sitzt ein alter Mann in einer Bar in Oran und erzählt. Seine Geschichte und die seines Bruders Moussa, jenes Arabers, der 1942 von einem gewissen Meursault erschossen wurde. Daoud schreibt den berühmten Roman „Der Fremde“ weiter …
Die FR folgt staunend Erika Tophovens Geschichte des Hochstaplers und Beckett-Übersetzers Karl Franz Lembke. Die NZZ ist beeindruckt von Kathrin Schärers Bilderbuch über einen schlauen Fuchs und den Tod. Die SZ liest mit Angelika Krebs‘ „Zwischen Ich und Du“ …
Die NZZ erlebt in Orhan Pamuks neuem Roman „Diese Fremdheit in mir“ den Zerfall Istanbuls. Die FAZ kommt voll auf ihre Kosten mit Gerd Haffmans Sammlung „Die komischen deutschen Erzähler“. An Anja Reschkes Band „Und das ist erst der Anfang“ …
Überglücklich ist die SZ, Hector Oesterhelds dystopischen Comic-Klassiker „Eternauta“ endlich einmal auf Deutsch lesen zu können. Absolut richtig findet die FAZ, dass Margot Friedlander ihre Erinnerung selbst als Hörbuch eingesprochen hat. Sehr emfpehlen kann sie auch Lesungen von …