TAGTIGALL: Sandalen bei Szalanski
Über die Präzision von Fantasmen und den Band "Tumor Linguae" des polnischen Dichters Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki. (Foto © Marta Sputowska)
Über die Präzision von Fantasmen und den Band "Tumor Linguae" des polnischen Dichters Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki. (Foto © Marta Sputowska)
Die FR lernt mit Michael Köhlmeiers neuem Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“, wie das Elend aus früheren Jahrhunderten nach Europa zurückkehrt. Die NZZ wagt sich mit Juan S. Guse in die Gated Community Nordelta….
Wenn alle Alterswerke so lässig, leicht und stringent daherkämen wie Tito Topins Krimi „Exodus aus Libyen“, würde die SZ nichts anderes mehr lesen wollen. Beim Betrachten des Bildbands „Polaroids 1958-1987“ staunt sie außerdem, wie ungezwungen und ironiefrei Stars einst vor …
Die FAZ reist mit vier Dandys im Tourenwagen Marke Sunbeam durch das Europa zwischen den Weltkriegen. Die NZZ erlebt Russische Revolution und Ersten Weltkrieg aus der Perspektive der exzentrischen Dichterin und religiösen Schwärmerin Sinaida Hippius. Die Zeit staunt über den …
Die SZ erliegt der Sprachgewalt Cormac McCarthys selbst in seinem Debüt. Die FAZ genießt die Identitätsspiele in der Ursprungsfassung von Alfred Döblins Roman „Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende“. Als spannend, witzig, manchmal bitter empfiehlt die NZZ Laszlo …
Immens spannend findet die NZZ, wie Javier Sebastián in „Thallium“ postkoloniale Geschichte erzählt. Sehr zu schätzen weiß sie auch die feinen Beobachtungen in Peter Kurzecks Romanfragment „Bis er kommt“. Fröstelnd liest die FAZ Boris Sawinkows bereits vielgelobten Terroristen-Roman „Das …
Als Protokoll einer menschlichen Degradierung liest die FAZ Sam Hawkens Roman „Kojoten“ über den Schmuggel an der texanisch-mexikanischen Grenze. Atemlos verfolgt sie auch Tito Topins abenteuerliche Fluchtgeschichte „Exodus aus Libyen“. Die SZ erkundet mit Esther Kinsky und Martin Chalmers die …
Daniel Woodrell erzählt in seinem Country-Noir "Tomatenrot" von zwei Underdogs, die in der harten Schule der Ozarks lernen, dass man sich dem Ärger nicht in den Weg stellt. In Adrian McKintys "Gun Street Girl" verirrt sich Oliver North in der …
Als amüsantes und scharfsinniges Stück Hornbrillen-Literatur preist die SZ Ben Lerners Roman „22:04“. Sehr beeindruckt ist sie auch von Alexander Ilitschewskis geologisch-philosophisch-historisch tiefgründigen Roman „Der Perser“. Die taz liest mit großem Vergnügen Western-Comics von Antonio H….
Der Zeitungsstrip lebt!, jubelt die NZZ angesichts der Comic-Sammelbände „Schöne Töchter“ von Flix und „The Singles Collection“ von Mawil. Die FAZ taucht mit Misha Glenny in den brasilianischen Drogensumpf und besucht mit Rudolf Stumberger „Das kommunistische Amerika“….
Die SZ freut sich über eine Prachtausgabe des altchinesischen Buchs der Lieder in neuer Übersetzung von Rainald Simon. Die FAZ liegt dem Literaturkritiker Handke zu Füßen. Die Zeit saust mit Reisebüchern von Katharina von Arx, Alastair Bonnett und Rainer Wieland …
Die NZZ geht mit Armin Sensers Gedichten „Liebesleben“ der Schönheit des Denkens auf den Grund. Als herrlich poetisches Abenteuer feiert die FAZ Andreas Unterwegers „Gelbe Buch“. Die SZ amüsiert sich mit Mai Jias chinesischem Spionagethriller „Das verhängnisvolle Talent des Herrn …
Mit Begeisterung liest die SZ Daniela Seels Gedichtband „was weißt du schon von prärie“, der ihr wie ein Mobile voller Schwingungen, Wucht und Lücken vorkommt. Interessiert folgt sie auch den Erinnerungen des deutschen Jungrevolutionärs und amerikanischen Innenministers Carl Schurz. …
Als Feuilletonisten vom Range Alfred Kerrs entdeckt die begeisterte SZ Ferdinand Hardekopf in seinen „Berliner Briefen“ aus den Jahren 1899 bis 1902. Die FAZ begibt sich mit Anthony Grafton und Daniel Rosenberg auf eine faszinierende Bilderreise durch die Geschichte grafischer …
Die FAZ erliegt dem morbiden Charme eines melancholischen polnischen Heizungsablesers in Wien. Die FR lernt mit Andreas Rödders kurzer Geschichte der Gegenwart die Welt zu verstehen. Die SZ genießt das Leuchten nachts in Vals….
Ach, Venedig, seufzt die FAZ nach Lektüre von Salvatore Settis‘ Streitschrift gegen die zerstörerische Kommerzialisierung der Serenissima. Die SZ liest mit Craig Thompson Weltraumkrümel auf. Die NZZ empfiehlt wärmstens Olivier Rollins literarische Biografie des Meteorologen und Gulag-Häftlings …
Die NZZ begegnet Peter Handke in seinen Schriften „Tage und Werke“ als einem bemerkenswert unfairen Kritiker. Die FAZ lernt in Max Brods Heinrich-Heine-Biografie viel über jüdische Identität, Assimilation – und Max Brod. Außerdem begrüßt sie eine neue Edition von …
Die taz liest „Mein Kampf“ und stellt fest, dass Hitler kaum zu eigenen Gedanken fähig war. Modern und informativ findet die SZ dagegen Wolfgang Wills Doppelporträt von „Herodot und Thukydides“. Außerdem rühmt sie noch einmal Bora Cosics Jahrhundertroman „Die Tutoren“….
Die FAZ bewundert die bescheidene Entschiedenheit, mit der sich Kader Abdolah in seiner Novelle „Die Krähe“ Gehör verschafft. Als einen der besten Coming-of-Age-Romane überhaupt feiert die SZ Bov Bjergs „Auerhaus“. Außerdem lässt sie mit Richard Swartz das „Wiener Flohmarktleben“ …
Die von Józef Zelkowicz verfasste Chronik des Kinder- und Altenmordes im Getto Lodz/Litzmannstadt im September 1942 ist unerträglich und herzzerreißend und nicht zuletzt ein literarisches Wunder, staunt die FAZ. FR und SZ amüsieren sich prächtig mit Martin Walsers neuem Roman …
Ein neuer Walser! „Ein sterbender Mann“ überlebt all die jüngeren Frauen, in die er sich verliebt. Die Zeit findet diese Unverfrorenheit sympathisch und amüsiert sich….
Die FAZ ist hin und weg von Bora Cosics polyphoner Familiensaga aus den Siebzigern, „Die Tutoren“. Die NZZ empfiehlt wärmstens das Luther-Buch von Reinhard Schwarz, das ihr Luthers Theologieverständnis erschloss. Die FR liest mit Michail Sygars „Endspiel“ eine Art …
Nicht ganz überzeugt, aber doch beeindruckt folgt die FAZ dem argentischen Schriftsteller Martin Caparros, der in Niger, Indien und Chicago dem „größten Skandal unserer Zeit“ nachspürt. Die SZ lernt vom spanischen Theoretiker César Rendueles, dass auch die …
Die FAZ lässt sich von Holger Balodis und Dagmar Hühne zeigen, wie Lebensversicherungen ihre Geschäfte machen, findet aber bedauerlich, wie aufgebracht die Verbraucherjournalisten sind. Als deutlich nüchterner empfiehlt sie einen Grundkurs Wachstumsökonomie.
Auch nach Weihnachten brauchen wir Bücher: Zum Beispiel Giorgio Fontanas Roman "Tod eines glücklichen Menschen" über die "bleierne Zeit" in Italien, oder Anne Enrights scharf gezeichnetes Familienporträt in "Rosaleens Fest". Viel gelobt auch Manfred Mittermayers Thomas-Bernhard-Biografie und Wolfgang Behringers …