Verknoteter Atem
Kritik: Einen „Gefangenen seiner Texte“ nannte sich der jurassische Dichter Charles Racine. Sein Werk verstand er als nahezu gänzlich posthum. Er schreibt: „Ich bin umgeben von Abwesenheit“….
Kritik: Einen „Gefangenen seiner Texte“ nannte sich der jurassische Dichter Charles Racine. Sein Werk verstand er als nahezu gänzlich posthum. Er schreibt: „Ich bin umgeben von Abwesenheit“….
Kein Schrottplatz. Dennoch. Abgelegt….
Eine Ex-Polizistin bewährt sich in New York als Privatermittlerin, in Ost-Texas gerät ein Farmer im Kampf um die richtige Sache auf Abwege und in London muss eine Frau plötzlich mit einer Leiche klarkommen – wir präsentieren Spitzenkrimis mit Blut, Elend …
Superheldenpower George und Harold waren bereits im Kindergarten begeisterte Comiczeichner. Gemeinsam erschufen sie Dog Man und ließen ihn wilde Abenteuer erleben. Wie das Comiczeichnerleben aber so spielt, hatten sie in der 4….
Die Welt wünscht sich nach Lektüre des Essaybandes „Der ewige Faschismus“ Umberto Eco zurück. Die taz freut sich, dass Jonathan Franzen angesichts der drohenden Klimakatastrophe für Optimismus plädiert. Die FR taucht in Regina Porters Familienepos „Die Reisenden“ ein….
Im neuen Roman von Bov Bjerg wird der Erzähler fast wahnsinnig und Ottessa Moshfegh schreibt mal wieder über Ekelhaftes: die besten Bücher im Januar.
Die Krimiautorin ist im Autor von 92 Jahren in Florida gestorben. Ihre Bücher haben sich allein in den USA mehr als 100 Millionen Mal verkauft.
Ihre Thriller machten sie zu einer der beliebtesten Autorinnen der Welt. Nun ist die Amerikanerin 92-jährig gestorben.
Die 92 Jahre alte Schriftstellerin sei friedlich im Kreise von Freunden und Familie gestorben, meldet ihr Verlag Simon & Schuster. Mary Higgins Clark galt als die „Königin der Spannung“.
Eine schöne Posse erzählt Matthias Heine in der Literarischen Welt: Seit 2002 findet sich ein vom Germanisten Jan Knopf vor Urzeiten als Heiner-Müller-Parodie verfasster Text in der Heiner-Müller-Gesamtausgabe von Suhrkamp, die ihn allerdings als Originaltext Müllers ausweist – Folge eines …
Bov Bjergs Coming-of-Age-Geschichte „Auerhaus“ war ein Bestseller. Nun folgt mit „Serpentinen“ ein Roman, der sehr viel düsterer ist. Er erzählt von Vätern, die nicht zu retten sind, von der Herkunft, der man nicht entkommt, und von Depressionen….
Man spricht vom „expressionistischen Jahrzehnt“, bequemerweise meist von 1910 bis 1920 (was 11 Jahre sind). Aber wie alle solche Schubläden ist der Begriff zu eng (Sind die in den 20er Jahren „Nachgeborenen“ wie Georg Kulka oder Erich Arendt wirklich nur …
Kolumne: Vor einigen Jahren las ich auf einer Veranstaltung in einem gold- und spiegelverzierten Saal eines Schlosses aus einem unfertigen Text vor einem Publikum, das großteils aus grauhaarigen Anzugträgern und ebenfalls grauhaarigen Kostüm-und-Perlenkettenträgerinnen… Weiterlesen
Kolumne: Welche Rolle spielen Bilder beim Schreiben von Lyrik? Dieser Frage gingen die Lyrikerinnen Tzveta Sofronieva, Niilas Holmberg, Jennifer Kwon Dobbs und Johanna Domokos am 16. Januar in einer gelungenen Mischung aus Gespräch und Lesung in der Stadtbibliothek Bielefeld nach….
Kritik: Einem überbescheidenen Autor Peter Michalzik ist mittels seines im Aufbau Verlag erschienenen Buches Die Liebe in Gedanken gelungen, was er selbst im Nachwort als beinah nicht zu leisten skizziert: „Man kann sich… Weiterlesen
Romantiker und Realist, klarer Kopf und morphiumsüchtig, Rebell und Mitläufer – Hans Fallada war vieles, aber vor allem einer der großen Erzähler des 20. Jahrhunderts. Eine Lange Nacht über ein Leben zwischen Abgrund und Welterfolg….
Die Spindel kannten wir nicht mehr, die das Dornröschen stach und es in hundertjährigen Schlaf versenkte. Aber wie Schneewittchens Mutter, die Königin, am Fenster saß, wenn es schneite, so hat auch unsere Mutter mit dem Nähzeug am Fenster gesessen, und……
Die „Welt“ beschäftigt sich damit, wie unvorsichtige Heiner-Müller-Exegeten aufs Glatteis gelockt werden: Eine Parodie auf den Theaterdichter schaffte es, sich als ganz und gar glaubhafter Heiner-Müller-Text in dessen Gesamtausgabe zu schmuggeln.Deutschlandfunk Kultur, KulturpresseschauDirekter Link zur Audiodatei
Mit Soldaten allein lässt sich keine Kolonie erobern. Es braucht Politiker und Wirtschaftsführer sowie Priester und Schriftsteller. Sie legitimieren Okkupation und Ausbeutung….
Mit Bov Bjergs „Serpentinen“ und Christian Barons „Ein Mann seiner Klasse“ erzählen gerade zwei sehr lesenswerte Bücher von Männern, die ihrem Milieu entkommen wollen und dabei scheitern.
„Wieso sollten auch Werke von einigen der anerkanntesten Künstlern Europas an der Wand dieses unansehnlichen Bauernhauses hängen?“ Geld schützt nicht vor Mord….
Wenn man dieses Jahr ein Buch lesen sollte, dann ist es Sprache und Sein von Kübra Gümüşay. Es geht darum, wie durch Sprache Minderheiten ausgeschlossen werden. Es geht darum, wie sich in den vergangenen Jahren der Diskurs zunehmend nach rechts …
Es sind zwar diese Sätze von Deleuze und Guattari aus ihrem „Rhizom“ zum millionsten Male zitiert und durchdekliniert, in allen Arten und Popsoundtonlagen, als neue Lebenskunst, als Wortklang in Bars zum Weißwein, um 1993 die hübsche Susanne herumzukriegen, und die …