„It Always Rains in Wuppertal“
So spielte es vor Jahrzehnten, als die Zeiten noch die guten und die alten waren, Pyrolator. Die langfristige Witterungslage hat sich inzwischen geändert, auch für Wuppertal. Dank des Klimawandels….
So spielte es vor Jahrzehnten, als die Zeiten noch die guten und die alten waren, Pyrolator. Die langfristige Witterungslage hat sich inzwischen geändert, auch für Wuppertal. Dank des Klimawandels….
„In Paris saß in der Mitte des Raumes auf sehr erhöhtem Sitz eine bedeutende Dame und hatte nichts zu tun, als mit einer Hand den Besuchern Geld in Spielmarken umzutauschen. Wie wäre es, wenn Du als Anregerin der Sache in …
Bekanntlich hängt bei einem guten Roman vieles am ersten Satz. Er zieht in die Geschichte hinein, baut Plot und Spannung auf. Im Idealfall kristallisiert sich darin die Geschichte….
„Niemand zeugt für den Zeugen“ (Paul Celan) Viele der zunächst hermetisch wirkenden Gedichte Paul Celans – sie sind es nicht, wenn man sich auf sie einläßt, insofern ist dieser Slogan problematisch – handeln von der Schwierigkeit bzw. der Frage, wie …
Da stand sie – diese Schallfolie, die mit dem goldenen Cover und auf der Rückseite eine Photographie in Schwarz-weiß-Ästhetik, auf der die Band posierte. Drei Mann, düster-schwarz, vor einer Art Wellblechschlagzeug, zwei Synthis, allerlei Schlagwerkzeug: Hammer, Meißel, Schlagbohrmaschine für Betonwände, …
„Und nächtens stürzen sie aus roten Schauern Des Sternenwinds gleich rasenden Mänaden“ (Georg Trakl) „Bein den Maschinen werd ich zur Maschine. (…). Arbeiterrußland, der neue Planet“ (Heiner Müller, Zement) „Der Aufenthalt in der DDR war in erster Linie ein Aufenthalt …
Feine Musik für die Mitternacht hin:
Das einzig Gute, das man Max Czolleks Streitschrift Desintegriert Euch! nachsagen kann ist, daß der Verfasser mit diesem Titel einem breiteren Publikum bekannt wurde – gut allerdings nur für den Autor. Doch nützt auch Publicity nichts, wenn die Thesen Schieflage …
Nicht immer mag der Hausherr des Grandhotel Abgrund eine eigene Geschichte erzählen. Für die schöne, seltsame, besinnliche Zeit zwischen den Jahren oder wie man sie auch nennt, bis zum 6. Januar, die Tage, die Rauhnächte, da wo es einen Tick …
wünscht AISTHESIS allen gewogenen und geneigten Lerinnen und Lesern dieses Blogs. Besinnliche, friedliche und frohe Weihnachtstage und dazu eines der schönsten deutschen Weihnachtsgedicht, einmal wieder: Markt und Straßen stehn verlassen, Still erleuchtet jedes Haus, Sinnend geh’ ich durch die Gassen, …
Es ließe sich allein über das Thema „Bücher zur Einführungen in die Philosophie“ eine eigenständige Einführung in die Philosophie(geschichte) schreiben, indem man die Herangehensweise eines Autors in den Blick nimmt und in welcher erzählerischen und darstellenden Form der Autor sich …
Alle machen Weihnachtstips in Büchern – ich also auch. Eigentlich sollte hier eine Rezension zu Max Czollekts Desintegriert Euch! stehen….
Die Buchstaben [die da im Video gezeigt werden, verkleinert freilich aus Millimetermaß] transplantierte ich unter die Fingernägel jener Frau. (Raten Sie jetzt: Welcher Film, welche Serie, welche Figur? Hülsen in Plastikplanen, ein Fluß, ein Sägewerk, die schönste Hoteliers-Tochter, die je …
Der blinde Fleck dient als Metapher für die Paradoxie des Gesichtssinns. Er ist die Stelle des Auges, wo der Sehnerv austritt, er ermöglicht das Sehen. Doch zugleich nimmt das Auge genau an diesem Punkt nichts wahr….
He he: „No One Here Gets Out Alive“ war mein Lieblingsslogan, obwohl ich in den seligen Punktagen die Doors eher scheiße fand. Hippiekram eben. Wie Slime….
„In der Popkultur liegen alle Stücke gleich nah zur leeren Mitte“ (Bersarin) Kino – das ist die große Täuschung der Sinne, und es ist die wunderbarste Lüge, sieht man einmal von geliebten oder begehrten Objekten ab, die wir assoziativ mit …
Romane sind in der Regel Fiktionen. Darin erzählt wird eine mehr oder weniger ausgedachte Geschichte. Was sich jedoch innerhalb dieser konstruierten Fiktion zuträgt, ist von der Logik der Story und von der Handlung genommen in den überwiegenden Fällen der Literatur …
Es ist Kinozeit, wir sitzen in den Sesseln, im dunklen Höhlenraum, und der Projektor wirft Bilder auf die weiße Wand. Wir gleiten hinein. In Bertoluccis Die Träumer….
„Auf Müdigkeit folgt Schlaf, und da ist es denn gar nichts Seltenes, daß der Traum für die Traurigkeit und Mutlosigkeit des Tages entschädigt und das ganz einfache aber ganz großartige Dasein, zu dem im Wachen die Kraft fehlt, verwirklicht zeigt. …
„30 Jahre nach Mit Rechten reden“: So könnte ein Jubiläumstext im Jahre 2047 lauten. Und ich fürchte, vieles wäre in diesem neuen Jahrzehnt immer noch aktuell oder aber es wiederholt sich in Debatten in Dauerschleife das Vorurteil und es gäbe …
Dichter sind seltsame Gesellen. Sie wollen partout gelesen werden. Sie nehmen dafür vieles in Kauf, selbst Unbill und jahrelanges Hausen auf prekärem Niveau….
Es ist, was das Politische betrifft, sicherlich nicht mein favorisierter Verlag – vermutlich trennen die Verlegerin und mich Welten. Aber das ist in diesem Falle egal. Ich erinnere mich noch an die immer freundliche Daniela Seel, wenn sie auf den …
Fürs Betrachten von Photographien existiert in dieser Stadt ein schöner Ort namens c/o Berlin. Die Institution ist im ehemaligen Amerika-Haus am Bahnhof Zoo untergebracht. Dorthin spazierte ich Anfang des Jahres und traf mich mit einer Begleiterin….
Und nachdem ich gleich am ersten Tag in Wien im Bräunerhof, naturgemäß, die erste Stärkung zu mir nahm und abends im Café Prückel unangenehm lange auf den Kellner wartete, bis er überhaupt dazu kam, eine Bestellung aufzuschreiben, war ich dann …
„Denn Bleiben ist nirgends (…) Aber weil Hiersein viel ist, und weil uns scheinbar alles das Hiesige braucht, dieses Schwindende, das seltsam uns angeht. Uns, die Schwindendsten.“ Aus der Rubrik: „Rilke zur Buchmemesse“ für Hierbleiber….