Alle Artikel von Christoph

Nelio Biedermann: „Lázár“

Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2025 Die drei Generationen umspannende Geschichte einer ungarischen Aristokratenfamilie in den wechselvollen Jahrzehnten vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den Nachwehen des Ungarischen Volksaufstands im Herbst 1956, sprachlich glänzend und …

Tagebuchnotizen, 7. Juni ’26

Die dank Fronleichnam sehr entspannte erste Woche des meteorologischen Sommers neigt sich dem Ende entgegen. Da es allerdings längst nicht so hochsommerlich war wie im letzten Mai-Drittel und immer wieder zum Teil kräftig regnete, blieb an zwei Abenden Zeit für …

Tagebuchnotizen, 1. Juni ’26

Hier geht es vorwiegend ums Lesen und um Bücher, weshalb ich anlässlich ihres 100. Geburtstags an diesem 1. Juni vor allem darauf hinweisen möchte, dass Marilyn Monroe eine große Leserin war, die Whitman, Dostojewski, Joyce und Camus zu schätzen wusste….

Tagebuchnotizen Pfingsten ’26

Knapp 33 Grad Außentemperatur zeigt das Thermometer an, während ich diese Zeilen im noch halbwegs angenehm kühlen Haus schreibe. Grundsätzlich macht mir trockene Hitze nicht allzu viel aus, aber an den doch recht plötzlich gekommenen Hochsommer muss ich mich erst …

Neues aus der Trafik #3

Mit Daniel Kehlmanns „Lichtspiel“ und „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar standen in diesem Jahr zwei aus dem Deutschen übersetzte Romane auf der Shortlist des International Booker Prize (gewonnen hat „Taiwan Travelogue“ von Yang Shuang-zi). …

Neues aus der Trafik #2

Die bedeutendsten Romane der Gegenwart neigen zu endlosen Sätzen, weiß die SZ (€) und führt als prominenteste Beispiele die Nobelpreisträger Jon Fosse und László Krasznahorkai an. Auf die Spitze treibt es nun Daniel Kraus, dessen jüngst mit dem Pulitzer-Preis …

Shelly Kupferberg: Stunden wie Tage

Die etwas verwahrlost wirkende alte Frau, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch durch den Kiez in Schöneberg streifte – die war Besitzerin eines großen Mietshauses und obendrein Millionärin. Es war dieses Gerücht, das Shelly Kupferberg auf die Idee …

Neues aus der Trafik #1

Die gute Nachricht: Österreichs Büchereien erfreuten sich im Jahr 2025 mit 29 Millionen „Entlehnungen“ und elf Millionen Besuchen großer und sogar steigender Beliebtheit, berichtet der Standard. Bücher, die ich vermutlich eher aus der Bibliothek „entlehnen“ als kaufen werde, sind „Die …

Im April gelesen

Ewald Arenz: „Ehrlich & Söhne“ // Ein turbulenter, drei Generationen umspannender Roman um eine Bestatterfamilie, der gleichermaßen an John Irvings „Das Hotel New Hampshire“ wie an Arenz‘ gut zehn Jahre später erschienenen Besteller „Der große Sommer“ erinnert. Manchmal etwas überdreht …

Freitag, 1. Mai ’26

„Grundsätzlich aber gebe ich Ihnen recht: Nichts ist enervierender als Menschen“, schreibt Johanna Adorján diese Woche in ihrer Kolumne „Gute Frage“ im SZ-Magazin (€). Obwohl ich dieser Aussage uneingeschränkt zustimmen kann, fällt es mir an manchen Tagen aber deutlich …

Samstag, 25. April ’26

Anlässlich des 40. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl widmet sich Aurelie von Blazekovic in der SZ (Artikel €) Gudrun Pausewangs Jugendroman „Die Wolke“, einem dystopischen „Abschreckungsbuch der härtesten Sorte“….

Montag, 20. April ’26

Keine nennenswerten Ereignisse – ein Montag halt. Mit „Die Harzreise“ von Steffen Kopetzky habe ich eine neue Lektüre begonnen und mich beim Blick auf die Verlagsseite zum Buch darüber gefreut, dass die Lesereise den Autor wieder an einige Orte führen …

Samstag, 18. April ’26

Ein unerwartet „royaler“ Samstag, obwohl sich das Kaiserwetter langsam verabschiedete und mehr und mehr dunkle Wolken aufzogen. Zuerst las ich in der SZ einen interessanten Artikel (€) von Claudia Fromme über die Bedeutung der Kleidungswahl von Queen Elizabeth II….

Freitag, 17. April ’26

Zum ersten Mal in diesem Frühling: Kaffeepause im Garten des Bibliothekscafés. Am Nebentisch tauschte sich ein Grüppchen angeregt über (Negativ-) Erlebnisse beim Bahnfahren, die Vermüllung des öffentlichen Raums im Allgemeinen und vor Altkleidercontainern im Besonderen aus….

Mittwoch, 15. April ’26

In Deutschland lässt sich die Qualität von Literatur mit einer ganz einfachen Faustregel bestimmen: Je mehr Geld jemand mit seinen Büchern verdient, desto verdächtiger. Fitzek-Verdacht, Farbschnitt-Quatsch, öffentlichkeitswirksam ab in die Tonne damit!…

Dienstag, 14. April ’26

Über Ildikó von Kürthy, Elke Heidenreich und Denis Scheck wurde zuletzt (viel zu) viel diskutiert und geschrieben. Das kann man sich gerne alles noch einmal durchlesen oder man hört stattdessen, als sympathische und gelassene Alternative, das Lesart-Interview mit Christiane …