Alle Artikel von Christoph

Benjamin Myers: Der längste, strahlendste Tag

Im englischen Original heißt „Der längste, strahlendste Tag“, Benjamin Myers‘ von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann ins Deutsche übersetzte Erzählband, „Male Tears“. Ein deutlich treffenderer Titel, denn obwohl in den über einen Zeitraum von gut anderthalb Jahrzehnten entstandenen Geschichten nicht …

Aus dem Lesesessel #3

In der letzten Folge dieser kleinen Reihe ging es unter anderem um die Vorausschau auf ein Gespräch von Claudia Schumacher und Mariana Leky über „das, was uns tröstet“ im Hamburger Literaturhaus. Die Veranstaltung, die ich mir im Livestream angeschaut habe, …

Karl Rittner: Die Toten von Wien

Wer diesen Blog einigermaßen regelmäßig verfolgt, weiß, dass ich ein gewisses Faible für historische Kriminalromane aus Wien habe. Glücklicherweise ist die österreichische Hauptstadt neben Berlin einer der beliebtesten Schauplätze dieses Genres, so dass es immer ausreichend Nachschub gibt. In „Die …

Aus dem Lesesessel #2

Seit der ersten Folge dieser losen Reihe habe ich „Die Selbstmord-Schwestern“ von Jeffrey Eugenides zu Ende gelesen. Ein teilweise etwas seltsamer und vor allem verstörender (unbedingt mit den Triggerwarnungen „Suizid“ und „Missbrauch“ zu versehender), aber auf jeden Fall empfehlenswerter Roman. …

Aus dem Lesesessel #1

Noch immer liegt Irene Vallejos „Papyrus. Die Geschichte der Welt in Büchern“ auf meinem Nachttisch, aber mehr als ein oder zwei kurze Kapitel des schwergewichtigen Sachbuchs schaffe ich momentan nicht. So faszinierend die Thematik an sich auch sein mag, muss …

Im August gelesen

Schon wieder ist ein Monat vorbei und diesmal habe ich es leider verpasst, alle meine Lektüren auf einem Foto festzuhalten. Vielleicht klappt es ja im September wieder — als kleine Gedächtnisstütze sind diese Übersichtsbilder schließlich nicht schlecht….

Im Juli gelesen

Meine Lektüren im Juli: Passend zur Sommerhitze viel (Krimi-) Unterhaltung und wenig Anspruchsvolles. Erfreulicherweise haben mir drei der vier Bücher gut oder sogar sehr gut gefallen, nur Norbert Scheuers „Mutabor“ fand ich ein wenig rätselhaft. Angesichts des Vorgängers „Winterbienen“, der …

Peter Swanson: Acht perfekte Morde

Bücher, in denen andere Bücher, Buchhandlungen und/oder Bibliotheken eine wichtige Rolle einnehmen, haben schon immer eine besondere Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Kein Wunder also, dass mich bereits der Klappentext von Peter Swansons neuem Thriller „Acht perfekte Morde“ fast magisch angezogen …

Norbert Scheuer: Mutabor

Über die Jahre hat Norbert Scheuer in seinen Romanen einen faszinierenden Kosmos geschaffen, den er mit jedem folgenden Werk ausbaut und weiterspinnt. Stets eine Rolle spielen dabei das Örtchen Kall in der Eifel, das Urftland, der Rauschen und die Mitglieder …

Maren Gottschalk: Fräulein Steiff

Die Historikerin und Autorin Maren Gottschalk hat bereits Bücher über Sophie Scholl, Astrid Lindgren, Nelson Mandela und zuletzt Frida Kahlo veröffentlicht. In ihrer neuen Romanbiografie widmet sie sich Margarete Steiff — eine Persönlichkeit, die mich nicht zuletzt deshalb interessiert, weil …

Diane Cook: Die neue Wildnis

Mit ihrem im Sommer 2020 erschienenen Debütroman „The New Wilderness“ gelang der Amerikanerin Diane Cook gleich der Sprung auf die Shortlist des Booker Prize. Inzwischen steht der dystopische Roman auch in der deutschen Übersetzung von Astrid Finke in den Regalen …

Viola Ardone: Ein Zug voller Hoffnung

Mit ihrem im Original im Herbst 2019 erschienenen Roman „Ein Zug voller Hoffnung“ („Il treno dei bambini“) landete die 1974 in Neapel geborene Autorin, Lehrerin und Journalistin Viola Ardone einen beachtlichen Erfolg. Mehr als 200.000 Exemplare wurden von dem …

Alan Bennett: Drei daneben

Spätestens seit dem immensen Erfolg von „Die souveräne Leserin“ und Nicholas Hytners Verfilmung von „The Lady in the Van“ mit der großen Maggie Smith ist Alan Bennett literarisch Interessierten auch hierzulande ein Begriff. Dem Wagenbach Verlag ist es zu verdanken, …

Klara Jahn: Das Lied des Waldes

Zwei Handlungsstränge, zwischen denen mehr als 600 Jahre liegen, verwebt Klara Jahn (eines der gleich mehreren Pseudonyme der Autorin Julia Kröhn, die als Klara Jahn bereits „Die Farbe des Nordwinds“ veröffentlicht hat) in „Das Lied des Waldes“ gekonnt zu einem …

Volker Widmann: Die Molche

Ein fränkisches Dorf, Anfang der 1960er Jahre: Der elfjährige Max und vor allem sein verträumter jüngerer Bruder haben es als Zugezogene nicht leicht unter den oft recht vierschrötigen Alteingesessenen. Gerade die Bande um den brutalen Tschernik macht den beiden das …

Jan Costin Wagner: Am roten Strand

In seinem ersten Fall „Sommer bei Nacht“ ließ das Ermittlungsteam um Ben Neven bei der Suche nach einem vermissten Fünfjährigen ein Netzwerk von Männern auffliegen, die sich über viele Jahre hinweg des Kindesmissbrauchs in seiner schlimmsten Form schuldig gemacht hatten. …

Weihnachtsgrüße

Weihnachten — schon wieder. Und noch immer fühlt es sich so an, als wären wir in einer Zeitschleife gefangen, aus der es einfach keinen Ausweg gibt. „Eine Welt in Trauer, ohne Aussicht auf Besserung“, wie es in Joanna Rakoffs Roman …

Streifzüge durch New York

Mein letzter Besuch in New York im Spätsommer 2004 liegt zwar bereits eine halbe Ewigkeit zurück, aber trotzdem sind viele Erinnerungen an Orte, Menschen und Ereignisse nach wie vor präsenter als die Eindrücke einiger deutlich jüngerer Reisen. Überhaupt weckt das …

Sinnsuche im Hochgebirge

Nach seinem internationalen Bestseller „Acht Berge“ nimmt uns Paolo Cognetti ein weiteres Mal mit ins Hochgebirge. In „Das Glück des Wolfes“ erzählt der Italiener eine Liebesgeschichte vor der ebenso beeindruckenden wie kargen Kulisse des Monte-Rosa-Massivs….

Tödlicher Literaturbetrieb

Ein kniffliger neuer Fall für Gunnar Barbarotti: In „Schach unter dem Vulkan“ muss der Kommissar aus dem fiktiven westschwedischen Städtchen Kymlinge herausfinden, was es mit dem rätselhaften Verschwinden dreier Autoren auf sich hat. Ein Fest für alle Freundinnen und Freunde …