Literatur: Ungarischer Schriftsteller Péter Esterházy gestorben
Er hatte seine Krankheit selbst öffentlich gemacht und auch literarisch verarbeitet. Nun ist Péter Esterházy dem Krebs erlegen.
Er hatte seine Krankheit selbst öffentlich gemacht und auch literarisch verarbeitet. Nun ist Péter Esterházy dem Krebs erlegen.
Das Museum Strauhof macht sich an der Anarchie zu schaffen – und gerät ein bisschen ins Dozieren. Anarchie ist anscheinend vor allem etwas: ziemlich unsinnlich.
Der Informatiker David Gelernter ist vom Computermodell des Geistes enttäuscht und versucht eine eigene Perspektive auf das menschliche Bewusstsein zu entwickeln – mithilfe von Literatur und Kunst.
Raffiniert und aufwendig legt Efrat Gal-Ed in ihrer Biografie des jiddischen Lyrikers Itzik Manger unterschiedliche Zeitebenen aus. Die am Talmud orientierte Gestaltung macht jede Seite zum Kunstwerk.
500 Jahre nach dem Erscheinen der von Erasmus von Rotterdam besorgten Edition des Neuen Testaments widmet die Basler Universitätsbibliothek dem bahnbrechenden Druckwerk eine Austellung – im Münster.
Ein anderer werden, mit anderem Namen und anderer Biografie. Dieser Wunsch oder Albtraum geht für die Hauptfigur von Daniel Goetschs neuem Roman in Erfüllung.
Der amerikanische Ideenhistoriker Larry Siedentop legt eine kulturkämpferische Freiheitsgeschichte vor, die nicht bei den alten Griechen, sondern mit dem Christentum beginnt.
Eher skurril gestalten sich in Spanien die Events zum 400. Todestag von Cervantes. Die erhoffte Skelett-Rekonstruktion etwa ist unmöglich….
Am 14. Juli 1916 hat Hugo Ball in Zürich sein dadaistisches Manifest vorgetragen. Zwar liegt das Typoskript in Balls Nachlass….
Was tat Gottfried Keller am 10. Juni 1866? Zumindest etwas wissen wir: Er unterzeichnete einen Reisepass….
Ann Cotten schickt in ihrem Versepos eine TV-Moderatorin in Manolo-Blahnik-Pumps auf eine Insel der Verdammten. Das ist witzig, bizarr und von postmoderner Schönheit.
Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgård hat mit seinem biografischen Epos «Mein Kampf» die ganze Familie gegen sich aufgebracht. Nun hat er genug davon und wendet sich der Fiktion zu.
In seinem fabelhaften frühen Roman «Buchstabe und Geist» zeichnet der niederländische Schriftsteller Frans Kellendonk eine Porträtgalerie höchst skurriler und bizarrer Menschen.
Ein letztes Fest feiern die Protagonisten in Harry Mulischs vor sechzig Jahren erschienenem Roman. Am Ende des sexuellen Exzesses steht die Aufklärung eines tragischen Selbstmordes.
Der niederländische Schriftsteller Marcel Möring legt in seiner Novelle «Modellfliegen» mehrere Erinnerungsschichten wie mehrfach belichtete Fotografien übereinander.
Die erfolgreiche Theaterautorin Lot Vekemans schreibt in ihrem Debütroman über den hoffnungsfrohen Aufbruch einer jungen Polin aus engen Verhältnissen.
Der flämische Schriftsteller Yves Petry verarbeitet in seinem Roman einen authentischen Fall von Kannibalismus. Doch hat er sich ganz von den Fakten gelöst – und einen klugen Roman geschrieben.
Der niederländische Schriftsteller P. B. Gronda erzählt in seinem Roman von der schwierigen Liebesbeziehung einer Amsterdamer Jüdin zu einem deutschen Nazioffizier….
Die niederländische Schriftstellerin Ariëlla Kornmehl erzählt in ihrem neuen Roman das Schicksal einer Amsterdamer Jüdin, die mit Glück und List der Deportation entgeht.
Schon die Lektüre von David Foster Wallace‘ gigantischem Roman «Unendlicher Spass» ist eine Herkulesarbeit. Kann dieses ausschweifende, komplexe, irrwitzige Werk überhaupt als Hörspiel funktionieren?
Peter Goes nimmt den Betrachter mit auf eine Entdeckungsreise durch die Weltgeschichte. Mit jedem Umblättern betritt man eine neue Epoche, die schwarze Zeitleiste visualisiert das Vergehen der Zeit.
Die 16-jährige Samantha leidet unter Zwangsvorstellungen. In Caroline findet sie eine verständnisvolle Freundin – doch dann erkennt sie, dass Realität und Fiktion nicht mehr klar zu trennen sind.
Seit einigen Jahren flattert das Banner des «effektiven Altruismus» im Wind des Fortschritts. Der Moralphilosoph Peter Singer ist der markanteste Kopf dieser Bewegung zur allgemeinen Weltverbesserung.
Die elfjährige Olivia ist ein widerständiges Pflegekind, das nirgends heimisch wird. Eine lebensnahe und spannende Geschichte – allerdings mit einer Hauptfigur, die nicht ganz glaubwürdig ist.
Die Sphäre der schönen Literatur und die der rationalen Wissenschaft sind, anders als ein Vorurteil es will, nicht gegeneinander abgeschottet. Elmar Schenkel berichtet von einem regen Grenzverkehr.