Efeu – Die Kulturrundschau vom 29.09.2017 – Literatur
Im Logbuch Suhrkamp erzählt Anna Kim vom Exil. Besprochen werden Alain Claude Sulzers „Die Jugend ist ein fremdes Land“ (NZZ) und Thomas Lehrs „Schlafende Sonne“ (FR).
Im Logbuch Suhrkamp erzählt Anna Kim vom Exil. Besprochen werden Alain Claude Sulzers „Die Jugend ist ein fremdes Land“ (NZZ) und Thomas Lehrs „Schlafende Sonne“ (FR).
Besprochen werden Yaa Gyasis „Heimkehren“ (Freitag), Jaroslav Kalfars „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (SZ), Nicol Ljubics „Ein Mensch brennt“ (Tagesspiegel), Richard Fords „Zwischen Ihnen“ (FR), Lisa Sandlins 70er-Jahre-Krimi „Ein Job für Delpha“ (FR), Peter Walthers Biografie über Hans Fallada …
Nach der Kontroverse um Sexismus im Literaturbetrieb sondiert Anna Fastabend für die SZ die Lage bei den Poetry Slams, die sich seit ihren subkulturellen Ursprüngen in den Neunzigern als festes Forum im Betrieb etabliert haben. Anfangs noch eine ziemliche Männerdomäne, …
Für den Freitag hat Katharina Schmitz mit Robert Menasse über dessen neuen Roman „Die Hauptstadt“ gesprochen. In Schmitz‘ Augen zeichnet den Roman eine liebevolle Zeichnung der europäischen Hauptstadt aus, die für sie fast etwas Joseph-Roth-Artiges hat: Er „habe dem Roman …
Wenn Studierende die Abnahme von Eugen Gomringers Gedicht „avenidas“ von der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin fordern, sei das kein Angriff auf die Kunstfreiheit, meint die Lyrikerin Barbara Köhler, Preisträgerin des „Alice Salomon Poetik“-Preises im Jahr 2017, in der FAZ. …
Schriftsteller Martin R. Dean erzählt in der NZZ, was Paris ihn in jungen Jahren lehrte: „Anders als in dem zur ‚Vereindeutigung‘ neigenden Deutschland spielt die Vieldeutigkeit in Paris eine eminente Rolle. Nicht nur spielen die Boulevards und Passagen Schein und …
Im Tagesspiegel spricht Gerrit Bartels mit Ingo Schulze über dessen Wenderoman „Peter Holtz“, bei dem es dem Schriftsteller wichtig war, ihn im Präsens zu halten: „Dieser Held ist immer an sein Jetzt gekettet, da fehlt der Hallraum, das raunende Imperfekt, …
Im Logbuch Suhrkamp wartet Sasha Marianna Salzmann in einem Club auf die Rapperin Mykki Blanco: „Dann Aufruhr oben auf einer der Treppen, irgendwie ist Mykki dort hinaufgesprungen und schmeißt die anderen Körper fast herunter, drückt sie an die Wand, verschafft …
Auf der Website der Gesellschaft der Literaturfreunde Frank Hornung e.V. lassen sich bislang 21 Kapitel aus Joachim Lottmanns „Fritz Brinkmann Buch“ lesen, meldet Gerrit Bartels im Tagesspiegel….
Paul Jandl freut sich in der NZZ auf einen „literarisch luxuriösen Herbst“ und kann von sinkender Lesebegeisterung im deutschsprachigen Raum nichts merken: „Mit Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen, die als Wasserglaslesung mitunter den Sex-Appeal von Lehrer-Cordsakkos haben, aber dennoch funktionieren.“ Bei …
Im Standard denkt der Schriftsteller Andreas Maier über österreichische und deutsche Perspektiven auf Thomas Bernhard nach. Die Österreicher haben es sich demnach mit dem einst umstrittenenen Skandalautor kommod gemacht: „Man lacht immer wieder aufs Neue über das, worüber man zu …
Was wäre aus den Avantgardisten des frühen 20. Jahrhunderts geworden, wenn sich der Erste Weltkrieg nicht durch Europa, durch deren Biografien und die Kunst geschnitten hätte? Diese Frage lässt die Literarische Welt heute deutsche und französische Schriftsteller umkreisen….
In der Debatte um das Gomringer-Gedicht an der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin hat nun das Berliner Haus für Poesie angekündigt, im Falle einer Entfernung des Gedichts die Kooperation mit der Schule einzustellen: „Die Freiheit der Kunst ist ein hohes …
Anlässlich der Ausstellung „Rilke und Russland“, die in Zürich, Bern, Marbach und Moskau zu sehen sein wird, schreibt Roman Bucheli in der NZZ über die Leidenschaft des Dichters für alles Russische: „Das hatte mit irgendeiner Wirklichkeit wenig zu tun, es …
Die Shortlist für den Deutschen Buchpreis ist da. Ernste Hoffnungen machen dürfen sich damit Gerhard Falkner („Romeo oder Julia“), Franzobel („Das Floß der Medusa“), Thomas Lehr („Schlafende Sonne“), Robert Menasse („Die Hauptstadt“), Marion Poschmann („Die Kieferninsel“) und Sasha Marianna Salzmann …
Im Tagesspiegel unterhält sich Barbara Nolte mit der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy. Unter anderem geht es darum, wie gefährlich es in Indien ist, sich gegen die hindu-nationalistische Regierung zu positionieren. So ist etwa die Reporterin Gauri Lankesh vor kurzem erschossen …
Die Schriftstellerin Alena Wagnerová erzählt in der NZZ vom Glauben der beiden tschechischen Schriftsteller Bohumil Hrabal und Milan Kundera an die „Utopie einer humanen Gesellschaft“ trotz ihrer Erfahrungen mit dem Realsozialismus: „Es ist, als würden hier Hrabal und Kundera aus …
Mit Thomas Middelhoffs in Haft entstandenem Memoir „A115 – Der Sturz“ bietet sich die Möglichkeit, die Erinnerungen eines Menschen abzugleichen mit deren Reflexion in der Literatur, schreibt Richard Kämmerlings in der Welt. So sei die Titelfigur in Rainald Goetz‘ „Johann …
Sehr beeindruckt ist Sandra Kegel von Arundhati Roy, die im Frankfurter Literaturhaus – unter Anwesenheit viel Sicherheitspersonals – ihr literarisches Comeback „Das Ministerium des Äußersten Glücks“ vorgestellt hat. Die indische Schriftstellerin wurde dabei nicht müde, die politische Lage in ihrem …
Zum Auftakt des Literaturfestivals in Berlin steigt im Tagesspiegel der irische Autor Cormac Jones in den zehnten Kreis der Hölle, zu den massenindustriellen Aquakulturen des 21. Jahrhunderts. Mannsgroße Fische kreisen im Atlantik, „nicht im Meer verteilt allerdings….
Für die taz porträtiert Susanne Messmer Ulrich Schreiber, den Veranstalter des Internationalen Literaturfests Berlin, dessen mittlerweile erarbeitetes Renommee – „eine Art Berlinale der Literatur“ – im argen Kontrast zur Finanzierung steht: „Seit über fünfzehn Jahren bezieht Schreiber dieselbe finanzielle Unterstützung …
Die Feuilletons stehen heute ganz im Zeichen von Salman Rushdies Roman „Golden House“, der heute in zahlreichen Ländern – und unter demselben englischen Titel – erscheint und den Kritikern zufolge ein wahres Feuerwerk an postmodernder Erzählfülle entfacht: Es geht um …
Die FAZ dokumentiert Thomas Melles Dankesrede zum Stadtschreiberamt von Bergen-Enkheim. Darin umkreist er die Frage nach Authentizität, Wahrhaftigkeit und Formgestalt von Literatur und beschreibt damit, wie er, zur Schilderung seiner eigenen manisch-depressiven Erkrankung, in „Die Welt im Rücken“ zum „geraden …
Im Gespräch mit Richard Kämmerlings in der Literarischen Welt erklärt Robert Menasse, warum er für seinen neuen Roman „Die Hauptstadt“ für vier Jahre nach Brüssel gezogen ist. Der Schriftsteller hatte sich die Frage gestellt: „Sind Europabeamte überhaupt literaturfähig? So musste …
An der Fassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf prangt ein 7-zeiliges Gedicht von Eugen Gomringer, das – auf Spanisch – mit den Wörtern Frauen, Blumen, Straßen und Bewunderer spielt. Sexistisch, finden die Studenten und fordern seine Entfernung. Die Hochschulleitung hat inzwischen …