TAGTIGALL: Als ich anfing zu schreiben…
Der polnische Lyriker Tomasz Różycki führt in seinen Gedichten mit ihren Exkursionen und Tiefenbohrungen in das Reich persönlicher wie kollektiver Erinnerungen. Eine Annäherung
Der polnische Lyriker Tomasz Różycki führt in seinen Gedichten mit ihren Exkursionen und Tiefenbohrungen in das Reich persönlicher wie kollektiver Erinnerungen. Eine Annäherung
Dlf Kultur bewundert Wut und Belesenheit in Reni Eddo-Lodges Manifest „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“. Der Dlf schlägt sich mit Ewald Ochel durch deutsche Revolutionen. Die FAZ erkennt in den Storys „Morgen Grauen“ des inhaftierten Selahattin …
Virtuos, episch, mitreißend und, ja, weitschweifig, findet die FR Michael Roes‘ Roman „Herida Duro“, der überdies noch in Albanien und über ein paar tausend Jahre Abstand spielt. Deutschlandfunk Kultur lotet mit Thomas Biebricher die Krise des Konservatismus aus. Die …
Zum Soundtrack von John Lee Hooker erzählt Attica Locke in „Bluebird, Bluebird“ von Lieben und Sterben in Shelby County, wo die Arische Bruderschaft das schwarze Texas terrorisiert. Tomás Bárbulo schickt einen Trupp spanischer Kleinganster zum Bankraub nach Marrakesch.
Beeindruckt, aber auch traurig liest die NZZ den dritten Band von Michael Rutschkys Tagebuchaufzeichnungen: In „Gegen Ende“ notiere Rutschky so präzise wie depressiv. Die SZ liest die neuen Erzählungen Feridun Zaimoglu und staunt über die Empathie des Autors mit den …
Die FAZ lernt dank Peter Geimer die Fliege kennen und lieben. Die NZZ studiert mit dem Verleger Arnulf Conradi lieber die meditative Kunst der Vogelbeobachtung. Die SZ spricht mit Eleonore Büning angeregt über Beethoven und erfährt von Reni Eddo-…
Elektrisiert und erschüttert liest die FAZ Ford Madox Fords „allertraurigste Geschichte“ aus dem Jahr 1915. Dlf-Kultur greift lieber zu Julian Barnes‘ „einziger Geschichte“ und Michael Pollans erkenntnisreicher Studie über bewusstseinserweiternde Drogen. Die FR findet dank Clemens J….
Die SZ stellt Donatella Di Pietrantonios Mutter-Tochter-Geschichte „Arminuta“ in eine Reihe mit Ignazio Silone und Elsa Morante. Die FAZ erkundet Gerald Murnanes „Grenzbezirke“. Die FR lauscht den Gesängen von Tanja Maljartschuks „Blauwal der Erinnerung“….
Die FAZ folgt Roberto Arlt ins Argentinien der zwanziger Jahre und verfällt dem Bann wahnhafter Umstürzler, heiliger Huren und gieriger Goldsucher. Stefan Peters erklärt ihr das Debakel der Bolivarischen Revolution in Venezuela. Die SZ feiert Marente de Moors Roman …
Brillant findet die SZ Sebastian Barrys Roman „Tage ohne Ende“, der von zwei schwulen Desperados und ihrem Soldatenleben in den Great Plains erzählt. Lobend nimmt sie auch Monika Ritzers Biografie des Individualisten Friedrich Hebbel auf. Die FAZ goutiert Sandra Hüllers …
Die FAZ erliegt dem Reiz einer entzauberten Liebe in Julian Barnes‘ einziger Geschichte. Die NZZ feiert in Barbara Zemans Debütroman „Immerjahn“ eine exzentrische Party mit Malewitsch und Bacon und zieht dann mit Joshua Ferris‘ „Männern, die sich schlecht benehmen“ weiter. …
Die FAZ lernt bei Lindsey Fitzharris den „Horror der frühen Medizin“ kennen. Die NZZ kriecht mit Dirk von Lotzow in den Dachsbau und findet Walter Benjamin. Außerdem begleitet sie Philipp Blom zum Totentanz ins barocke Venedig….
FAZ und Zeit warnen davor, Dirk von Lotzow zu unterschätzen: Entwicklungsroman und Topografie der BRD erhalten sie mit dessen Miniaturen „Aus dem Dachsbau“. Die FAZ empfiehlt außerdem die von Lawrence Block herausgegebenen Schriftsteller-Fantasien zu großen Gemälden. Unerhört und berückend findet …
Die FAZ erfährt bei Daniel Beer, wie sich das Leben und Sterben im sibirischen Exil während der Zarenzeit gestaltete. Die NZZ berauscht sich mit Neil MacGregor und dem „Leben mit den Göttern“. Die SZ lernt spielerisch Kommunikation mit …
Kenah Cusanit begibt sich mit dem Archäologen Robert Koldewey auf eine schwungvolle Reise ins mythische Babylon, Yoko Tawada entwirft eine poetische und fantastische Japan-Dystopie, Daniel Wisser erzählt mit Witz, Leichtigkeit und Eleganz vom Sterben und Frank Bösch serviert ein Füllhorn …
Eine aktuellere Diagnose über das Trump-Zeitalter als James Baldwins Essay „Nach der Flut das Feuer“ von 1969 lässt sich nicht finden, verspricht die FR. Na, da sind immerhin noch die Essays von Martin Amis, könnte die NZZ ergänzen, …
Die FAZ erinnert sich mit Gunter Hofmann gern noch einmal an die menschlichen und journalistischen Tugenden von Marion Dönhoff. Die FR liest bei Sven Stillich mit leiser Wehmut nach, was von uns übrig bleibt. Jeffrey Eugenides kann auch Kurzform, lernt …
Die FAZ erliegt Beate Kellners erlesenem „Spiel der Liebe im Minnesang“ und amüsiert sich anschließend mit dem „Tagebuch eines Tauentzien-Girls“. Die NZZ verliert sich in den nachgelassenen Fragmenten Aglaja Veteranyis. Die SZ liest mit Liviu Rebreanus …
Dlf Kultur lernt mit Susan Woodford „Kunst verstehen“. Die FAZ gewinnt mit Jeroen Olyslaegers Roman „Weil der Mensch erbärmlich ist“ einen Einblick in die Ambivalenzen der Kollaboration. Die SZ empfiehlt Ulrich Siegs Buch über „Elisabeth Förster-Nietzsche und ihre Welt“….
Die FR erkennt in Francis Fukuyama den liberalen Hegelianer und lernt von seinem neuen Buch „Identität“, was Anerkennung bedeutet: anderen das Recht zuzubilligen, Gesellschaft mitzugestalten. Dlf und Dlf Kultur bleiben auf Distanz. Etwas verrückt, aber vergnüglich findet die taz, …
Die taz jubelt über Kent Harufs Romane, die sie geradezu soghaft ins Herz von Colorado zogen. Die SZ begegnet in Gabriela Adamesteanus meisterhauftem Roman „Der verlorene Morgen“ einer Bukarester Verwandten von Molly Bloom. Die FR folgt Attica Locke mit …
Die taz betrachtet zwei Comics über die Kultur Japans, von Igort und Nicolas Mahler. Außerdem amüsiert sie sich mit Benjamin Blacks historischem Prag-Krimi „Alchimie einer Mordnacht“. Die FAZ empfiehlt den von Andreas Speit herausgegebenen Sammelband über „Das Netzwerk der …
Die FAZ lässt sich von Birte Förster anekdotenreich und farbig die Neuerfindung des Kontinents im Jahr 1919 schildern. Die SZ taucht mit Mareike Vennen ab in die Geschichte des Aquariums und wieder auf, um Kinder- und Jugendbücher zu empfehlen: Vor …
Die Zeit lernt von John Lanchesters Brexit-Roman „Die Mauer“, wie ein solcher Grenzzaun die Seelen verändert. Die SZ lässt den Roman nur als pfiffiges journalistisches Spekulantentum durchgehen. Die Zeit fühlt sich produktiv unbehaglich bei der Lektüre von Dieter Langewiesches Buch …
Die SZ empfiehlt einen ganzen Stapel Bücher zu Flucht und Migration, darunter Néhémy Pierre-Dahomeys Haiti-Roman „Die Zurückgekehrten“ und Hugo Boris‘ Roman „Polizisten. Harte Gesellschaftskritik erfährt die taz mit Neel Mukherjees Roman „Das Leben in einem Atemzug“. Als brillant, aber nicht …