Von Athen lernen – documenta 14 – Eine Anleitung zum Umgang mit Schulden
Am 8. April begann in Athen die documenta 14 – zum ersten Mal in der Geschichte der Ausstellung findet eine solche Ortsverschiebung statt. „Von Athen lernen“ lautet das Motto….
Am 8. April begann in Athen die documenta 14 – zum ersten Mal in der Geschichte der Ausstellung findet eine solche Ortsverschiebung statt. „Von Athen lernen“ lautet das Motto….
Die Frage des Titels ist Rhetorik – der Schriftsteller Thomas Lehr hält ein flammendes Plädoyer für den Erhalt von Europa als EU. Als Realist beschreibt er in seinem Essay den Geist Europas als ein ziemlich ramponiertes, überaus erwachsenes Mädchen im …
Erzählungen sind für die Entstehung von Gemeinschaften entscheidend, denn über das Erzählen einigen sich Gesellschaften auf Werte und Normen und tragen Wissen weiter. Die heutzutage zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten werden diesen Prozess verändern, denn sie ermöglichen, Grenzen von Raum, …
Die Ursprünge des Erzählens liegen in der Erklärung und Legitimation der Gegenwart durch die Vergangenheit. Das, was einmal geschah, ist die Grundlage dessen, was jetzt ist. Doch schon immer zeigt sich, dass die Beziehungen zwischen der erzählten Vergangenheit und der …
Erzählungen sind für die Entstehung von Gemeinschaften entscheidend, denn über das Erzählen einigen sich Gesellschaften auf Werte und Normen und tragen Wissen weiter. Die heutzutage zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten werden diesen Prozess verändern, denn sie ermöglichen, Grenzen von Raum, …
Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“ von Karl Marx. Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, „Das Kapital“ noch einmal gründlich zu lesen….
Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“ von Karl Marx. Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, „Das Kapital“ noch einmal gründlich zu lesen….
Der Ökonom Hans-Werner Sinn hält Karl Marx für einen der bedeutendsten Makroökonomen der Geschichte. In unserer Sendereihe über „Das Kapital“ würdigt der ehemalige Chef des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung Marx‘ Beiträge zur Wachstums- und Krisentheorie und analysiert, inwieweit man die …
Es wird geschrieben, was das Zeug hält: WhatsApp, Mails, Kommentare. Es ist ein „legeres“ Kommunizieren, das der oralen Form immer ähnlicher wird. Verlieren wir alle Kultur?…
Es ist in diesen Tagen besser, keine Reden zu halten, sondern um sie herumzukommen, indem man Geschichten erzählt. Vielleicht Zwischengeschichten, deren Fäden nach außen weisen. Welche neue Erzählform könnte das in Zeiten der Diskussion um das Postfaktische leisten?…
„Es ist in diesen Tagen jedenfalls besser, keine Reden zu halten, sondern um sie herumzukommen, indem man Geschichten erzählt“, schreibt Kathrin Röggla im November 2016 in der NZZ. Um neue Erzählformen geht es auch in Rögglas Eröffnungsvortrag beim Symposium „Erzählen …
Gerhard Henkel ist Humangeograf, Professor i.R. an der Universität Duisburg-Essen….
In den Städten wird es immer enger, viele Dörfer auf dem Lande werden immer leerer. Haben sie noch eine Zukunft? Und wie könnte sie aussehen?…
Die Sehnsucht nach Natur, Ruhe und Dorfidylle ist in der Gesellschaft groß. Mit der Realität hat diese Vorstellung des Landlebens oft wenig zu tun. Kerstin Faber hat sich intensiv mit ländlichen Regionen auseinandergesetzt….
Die Staatsbürgerschaft – eine Zuschreibung, die die Rechte und Pflichten eines Menschen in einem Staat regelt – ist ein Privileg, aber auch ein Zwang. Und ein Teil der Identität eines Menschen. Wer keine hat, ist gefährdet, gilt als gefährlich und …
Deutschland heute: Ein alter Mythos ist wiedergeboren – der Mythos von der kulturellen Identität. Nicht nur Pegida und AfD beschwören ihn; ebenso zeigt er sich in Debatten um das Kulturgutschutzgesetz wie in der Glorifizierung von Nationalmannschaften. Wird Kultur dann relativ, …
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit leben wir in einem echten Weltsystem: dem Kapitalismus. Er ist dabei, sich zu Tode zu siegen. Der Ausstieg aus der heißlaufenden Maschine Kapitalismus stellt eine gewaltige Herausforderung dar….
Die Krisenherde werden bedrohlicher. Hunderte Millionen Menschen wollen aus ihren Heimatländern fliehen, die Kriegsgefahren wachsen. Das hat viel mit der globalen Marktwirtschaft zu tun….
In den 1860er-Jahren schuf der europäische Fotograf Felice Beato erste Bilder von Japan, die dokumentarischen Charakter hatten. Gleichzeitig etabliert er aber sogenannte Costumes: Er inszeniert mithilfe von Schauspielern, Requisiten und gemalten Hintergründen Fotografien von Geishas, Samurai, Ringern und Lastenträgern in …
Das japanische Kino gehört schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts zu den reichhaltigsten weltweit. Die Geschichte seiner Rezeption in Europa und den USA setzt jedoch erst in den 50er-Jahren ein – und ist eine Geschichte der Missverständnisse….
Wenn es Japan nicht gäbe, müsste man es erfinden. Ungefähr so ließe sich die Begegnung des Essayisten Roland Barthes mit „Japan“ beschreiben, einem Land, das gleich zu Beginn seines Reiseberichts in Anführungszeichen auftritt, da es zwar real existiert, aber auf …
Wenn wir an Grammatik denken, haben wir eher gemischte Gefühle. Der Grammatiker Robert Stockhammer von der LMU München sagt: „Das grammatische Wissen ist Macht, die vor allem in der Regulierung des Fremden mit den Mitteln der Schrift ausgeübt und in …
Immanuel Kant wusste auf seine Grundfrage keine Antwort. Jean-Luc Nancy auch nicht. Nur eines ist dem französischen Philosophen gewiss: Der Mensch ist ein vornehmlich denkendes Wesen, seine Handlungen sind eingebettet in das geistige Umfeld seiner Zeit….
Fünf Philosophie-Workshops in sechs Jahren – über die ganze Welt verteilt: Carlos Fraenkel diskutiert Spinoza und Talmud als Untergrundseminar bei chassidischen Juden in New York, bespricht al-Farabis Religion mit palästinensischen Studierenden in Jerusalem. Er will herausfinden, wie man mit Philosophie …
Der Journalist und politische Schriftsteller Robert Misik erklärte das Finanzsystem in seinem letzten Buch zum „Kaputtalismus“. Er plädiert für eine „Miteinander-Ökonomie“. Im letzten Teil der Sendereihe „RE: Das Kapital“ beschäftigt er sich ausgehend von Marx mit der Kooperation als Erfolgskonzept….