Efeu – Die Kulturrundschau vom 25.04.2017 – Literatur
Asterix-Erfinder Uderzo wird heute 90 Jahre alt. Die SZ widmet ihre ganze erste Feuilletonseite dem Jubilar, bzw. dessen bekanntestem Comic….
Asterix-Erfinder Uderzo wird heute 90 Jahre alt. Die SZ widmet ihre ganze erste Feuilletonseite dem Jubilar, bzw. dessen bekanntestem Comic….
Arno Widmann hat für die FR den engagierten Kleinverleger Andreas Rostek besucht, der sich mit seinem Verlag edition.fotoTAPETA insbesondere Osteuropa zuwendet. In dem Gespräch geht es auch um die kostspielige Mühsal dieser kulturellen Transferleistungen, die mit enormen wirtschaftlichen Risiken …
Dass der Schriftsteller Friedrich Christian Delius in einem Aufsatz in der Zeitschrift Sinn und Form Kanzlerin Merkel als für die Literatur ungeeignete Figur abtut, hält Burkhard Müller im SZ-Kommentar für einen Offenbarungseid: „Delius traut der Literatur offenbar nur dann Handlungsfähigkeit …
Jana Volkmann porträtiert im Freitag Jürgen Schütz und dessen Wiener Kleinverlag Septime. NZZ-Autor Paul Jandl besucht die Schriftstellerin Nina Bussmann und unterhält sich mit ihr über ihren neuen Roman „Der Mantel der Erde ist heiß und teilweise geschmolzen“. Besprochen werden …
Natürlich hat Tom Kummer, der einst mit journalistischen Plagiaten für Kontroversen gesorgt hatte, auch in seinem Debütroman „Nina & Tom“ sich neuerlich im Werk von Kollegen bedient, wie Tobias Kniebe in seiner Besprechung für die SZ herausgefunden hat. So recht …
Krimi-Autor Frank Göhre geht im CulturMag mit reichhaltigem Material den verschiedenen Theorien nach, die noch immer zum Mord an Pier Paolo Pasolini kursieren. Ohne sich auf eine festzulegen, rekonstruiert er vor allem das Italien des Jahres 1975: „Es ist die …
Annett Gröschner ist zwar „kein Fan, aber Sympathisantin“ des 1. FC Union Berlin, erklärt die Schriftstellerin in der Welt. Der im tiefen Osten der Stadt gelegene Fußballverein zehrt bis heute vom Underdog-Image und kann daher ganz besonders leidenschaftlich mit dem …
Im literarischen Wochenendessay der FAZ befasst sich Christian Metz mit der Herausforderung, die sich den Evangelien bei der Schilderung von Jesu Auferstehung stellt, bei der „das Unfassbare begreiflich gemacht“ werden muss: Er identifiziert eine „Poetik der Unschärfe“, die eine bis …
Der Typus des Karrieristen und Testosteron-Überfliegers befindet sich auf dem absteigenden Ast, die „metrosexuelle Wende hat längst dessen Abgesang eingeleitet“, schreibt Björn Hayer im Freitag. Zumindest beobachtet er dies bei der Lektüre aktueller Bücher von Daniel Wisser, Klaus Böldl und …
Mit Skepsis reagiert Gerrit Bartels im Tagesspiegel auf die Versuche des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, sich als literaturaffin in Szene zu setzen: „Diese Buchauswahl sieht nach gewissenhafter intellektueller Auseinandersetzung aus. Allerdings erscheint sie eine Idee zu gewissenhaft, zu zielgerichtet, wirkt sie …
Für die NZZ unterhält sich Angela Schader mit der aus Kamerun stammenden, mittlerweile in den USA eingebürgerten Schriftstellerin Imbolo Mbue, die in ihrem Roman „Das geträumte Land“ ihre eigenen Immigrationserfahrungen im Schatten der Wirtschaftskrise von 2008 verarbeitet hat. Dass Afroamerikaner …
Maxim Billers in der Zeit Attacke auf seine Kritiker (unser Resümee) hält Rainer Moritz für überzogen und unangemessen: Biller, der gern austeilt, könne seinerseits „den Schmerz der Nichtanerkennung nur dadurch verkraften, dass er seinen Kritikern nichtliterarische Motive unterstellt“, schreibt er …
So ein Trojanischer Krieg ist eben kein Kinderschlecken: Mit der „Odyssee“ und der „Aeneis“ konnte Schriftstellerin Brigitte Kronauer ganz gut umgehen, bei Homers „Ilias“ ist sie jetzt aber erstaunt darüber, was für ein fortlaufendes, blutströmendes Massaker der Text abbildet, bei …
Für solche Texte wurde das Online-Literaturmagazin Tell gegründet: Detailliert, materialreich und kenntnisreich seziert der Übersetzer Frank Heibert Stephan Kleiners Übertragung von Hanya Yanagiharas vielbeachtetem Roman „Ein wenig Leben“ und führt damit auch Fachunkundige an die Herausforderungen dieser Tätigkeit heran. Neben …
Grundsatzüberlegungen zu Poesie und Physik stellt der Schriftsteller Raoul Schrott in der NZZ an. Beide stehen einander näher, als man meinen könnte, behauptet er: Beide greifen auf Metaphern zurück, um auf dem Grund der Dinge zu einem Begriff der Welt …
Annette Steinreich erzählt in der NZZ von einem besonderen Projekt in Tunesien, durch das doch immer wieder ein Hauch des arabischen Frühlings weht: Der Menschenrechtler Sadok Ben Mhenni und seine Tochter, der Bloggerin Lina Ben Mhenni haben erfolgreich Literatur in …
In der taz unterhält sich Friederike Gräff mit Feridun Zaimoglu über dessen neuen (in der SZ besprochenen) Roman „Evangelio“, für den sich der Schriftsteller intensiv in die Sprachwelt Luthers versenkt hat. Warum er sich für Luther, über den im Luther-Jahr …
Deutschlandradio Kultur bringt ein Feature von Barbara Wahlster über den kongolesischen Schriftsteller Alain Mabanckou. FR-Kritikerin Sylvia Staude lässt sich von Krimi-Autor Graeme Macrae Burnet ins entlegene schottische Nest Culduie führen, wo dessen neuer Roman „Sein blutiges Projekt“ spielt. In seiner …
Beim Literarischen Colloquium Berlin diskutierte man unter dem Stichwort Biblio-Diversität über die Verlagsvielfalt in Deutschland, berichtet Cornelia Geißler in der FR: Dort zeigte sich ihr, „dass für Alarmismus in Deutschland kein Anlass besteht, für Sorge schon.“ Einige Sorgen macht …
Ulrike Baureithel berichtet im Tagesspiegel von der Verleihung des Heinrich-Mann-Preises an die Schriftstellerin Gisela von Wysocki: Diese rettete „den adornitischen Satzrhythmus, befreite sich jedoch vom begrifflich Substantivischen, indem sie durch die Erscheinungsformen, die Dinge, Körper und Räume hindurch, aufs Allgemeine …
In der NZZ porträtiert Franz Haas die italienische Schriftstellerin Dacia Maraini, die ihn an die Zeit der großen, engagierten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts erinnert. In ihren Büchern versteht sie, „immer so herrlich Altmodisches wie Engagement, Feminismus und Poesie zu kombinieren….
Eine Reihe von neuen Schweizer Romanen dreht sich um Männer im mittleren Alter, die von Auf- und Umbruchslust getrieben sind, ist FAZ-Kritikerin Sandra Kegel aufgefallen, auch wenn „das Wohin“ diffus bleibe: „Sie haben kein Ziel, das sie ansteuern, und auch …
Die Welt hat Mara Delius‘ Polemik aus der Literarischen Welt vom letzten Samstag online nachgereicht, in dem sie sich mit gefühlten und tatsächlichen Gender-Schieflagen im Literaturbetrieb befasst. Auf gängige Einschätzungen und Quotierungsforderungen lässt sie sich allerdings nicht ein – sie …
„Trends? Resümee? Schwer zu sagen“, schreibt Alex Rühle in der SZ aus Leipzig, wo gestern die Buchmesse zu Ende gegangen ist….
Die Auszeichnungen der Leipziger Buchmesse (mehr dazu im gestrigen Efeu) spiegeln ein lebhaftes Interesse an der Vergangenheit wieder, doch am „Willen zum politischen Zeitgeschehen“ mangelt es den Büchern, stellen Tania Martini und Ulrich Gutmair im taz-Fazit fest. Ausgezeichnet wurde auf …