BÜCHERSCHAU DES TAGES: Keineswegs sterbebereit
Ein neuer Walser! „Ein sterbender Mann“ überlebt all die jüngeren Frauen, in die er sich verliebt. Die Zeit findet diese Unverfrorenheit sympathisch und amüsiert sich….
Ein neuer Walser! „Ein sterbender Mann“ überlebt all die jüngeren Frauen, in die er sich verliebt. Die Zeit findet diese Unverfrorenheit sympathisch und amüsiert sich….
Die FAZ ist hin und weg von Bora Cosics polyphoner Familiensaga aus den Siebzigern, „Die Tutoren“. Die NZZ empfiehlt wärmstens das Luther-Buch von Reinhard Schwarz, das ihr Luthers Theologieverständnis erschloss. Die FR liest mit Michail Sygars „Endspiel“ eine Art …
Nicht ganz überzeugt, aber doch beeindruckt folgt die FAZ dem argentischen Schriftsteller Martin Caparros, der in Niger, Indien und Chicago dem „größten Skandal unserer Zeit“ nachspürt. Die SZ lernt vom spanischen Theoretiker César Rendueles, dass auch die …
Die FAZ lässt sich von Holger Balodis und Dagmar Hühne zeigen, wie Lebensversicherungen ihre Geschäfte machen, findet aber bedauerlich, wie aufgebracht die Verbraucherjournalisten sind. Als deutlich nüchterner empfiehlt sie einen Grundkurs Wachstumsökonomie.
Auch nach Weihnachten brauchen wir Bücher: Zum Beispiel Giorgio Fontanas Roman "Tod eines glücklichen Menschen" über die "bleierne Zeit" in Italien, oder Anne Enrights scharf gezeichnetes Familienporträt in "Rosaleens Fest". Viel gelobt auch Manfred Mittermayers Thomas-Bernhard-Biografie und Wolfgang Behringers …
Wer wissen will, welche Früchte Neugier auf technologische und gesellschaftliche Veränderungen trägt, lese Henry James, empfiehlt die SZ. Die FAZ leidet mit Peter Kurzeck, dessen nachgelassenes Romanfragment „Bis er kommt“ jetzt erschienen ist. Die Welt bestaunt Plakatwerbung für …
Mit viel Verständnis verleihen Michaela und Karl Vocelka in ihrer Biografie „Franz Joseph I.“ der Persönlichkeit des Kaisers Kontur, staunt die FAZ. Außerdem freut sie sich über einen von Reinhold Lütgemeier-Davin und Kerstin Wolff herausgegebenen Band mit autobiografischen Texten …
Die FAZ liest noch einmal mit Freude, wie Claude Lanzmann giftige Pfeile auf Steven Spielberg schießt, für die Todesstrafe plädiert und mit Marcel Marceau redet. Außerdem spürt deutlich die Sensation, endlich Kenzaburo Oes „Tod eines politischen Jungen“ auf deutsch lesen …
Die FAZ stürzt sich wissbegierig ins Innerste des Universums. In Arno Schmidt erkennt sie einen vollendeten Conferencier für Heinrich Brockes naturkundliches Lyrikkabinett. Die FR lässt sich von Max Porters Büchlein „Trauer ist das Ding mit Federn“ in Bann schlagen….
Die Zeit hat für die heutige Ausgabe ein umfassendes Programm absolviert: Mit Joan Sales durchlebt sie den Spanischen Bürgerkrieg, von Alan Rusbridger lernt sie Chopin, Peter Berthold pfeift ihr das Auerhuhn, und mit Ernst Robert Curtius und …
Die SZ feiert die Wiederentdeckung von Michail Ossorgins Roman „Ein Straße in Moskau“, die endlich den russischen Kanon wieder in Ordnung bringt. Die FAZ freut sich über die Eulenspiegel-Geschichten, die Clemens Setz zusammen mit Philip Waechter neu und schön abgründig …
Hellauf begeistert ist die taz von Neal Stephensons Sci-Fi-Roman „Amalthea“, der die Welt ohne Pathos und auf höchstem intellektuellen Niveau untergehen lässt. Für einen der eindringlichsten Krimis des Jahres hält die FAZ Malla Nunns Roman „Tal des Schweigens“. Großes Lob …
Auch sie manche unkritischen und obrigkeitshörigen Texte des Jungjournalisten Thomas Bernhard kaum ertragen kann, freut sich die SZ sehr über den Abschluss der 22-bändigen Werkausgabe. Ganz groß findet sie auch die Bernhard-Biografie von Manfred Mittermayer. Christoph Höhtkers Roman „Alles sehen“ …
Als literarische Präzisionsarbeit zwischen Thriller und philosophischer Betrachtung beschreibt die begeisterte taz Fuminori Nakamuras Roman „Der Dieb“. Die SZ taucht mit Friedrich Kittler in den „Baggersee“. Die FAZ lässt sich von Michael F….
Malla Nunn spürt in ihrem Roman "Tal des Schweigen" den Verbrechen nach, die Tradition und Moderne im Südafrika der fünfziger Jahre am Menschen anrichteten. Tito Topin erzählt von einer verwegenen Flucht aus dem Tripolis des taumelnden Gaddafi.
Bringen alte Wortschichten miteinander ins Glimmen: Gedichte von Istvan Kemény, Monika Rinck, gerade mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, und Thomas Kling.
Die FR zieht mit Paco Rocas spanischen Kommunisten, Anarchisten und Freiheitskämpfern in den Befreiungskampf gegen Nazideutschland. Die NZZ verbringt einen angenehm undogmatischen Lektüretag mit einer Ideengeschichte der Philosophen Vincent Kaufmann, Ulrich Schmid und Dieter Thomä. Die Zeit mischt sich …
Ferdinand Peroutkas Roman „Wolke und Walzer“ ist für die FAZ eine geradezu monumentale Entdeckung und einer der besten tschechischen Romane überhaupt. Die NZZ staunt mit Wolfgang Behringer über die Fernwirkungen des Vulkanausbruchs von Tambora. Außerdem lobt sie eine Dokumentation über …
So kraftvoll und schonungslos wie einst Roberto Bolaño erzähle Horacio Castellanos Moya von der scheiternde Gesellschaft El Salvadors, meint die NZZ und kürt ihn zur wichtigsten literarischen Stimme Mittelamerikas. Ähnlich überwältigt liest die SZ Eugene McCabes IRA-Roman „Die Welt ist …
Die FR gerät ins Frösteln über Yiyun Lis Roman „Schöner als die Einsamkeit“, der vom China im Jahre zwanzig nach Tiananmen erzählt. Ausgesprochen gut gelaunt begeht die SZ mit Joann Sfar und Lewis Trondheim „Das Ende des Donjon“. Außerdem sucht …
Wie sehr Fjodor Dostojewski als Bezugsfigur der heutigen russischen Staatsideologie taugt, stellt die FAZ bei der Lektüre seiner politischen Schriften staunend fest. Mit großem Gewinn liest sie außerdem Karl Heinz Bohrers Studie über „Das Erscheinen des Dionysos“. Und die FR …
Die FAZ amüsiert sich blendend mit Tim Glencross‘ Barbaren aus der High Snobiety der Post-Blair-Ära. Großes Lob auch für Giorgio Fontanas Roman über Italiens bleierne Jahre. Die NZZ folgt Judith Kuckart durch Belgien auf dem Weg zum Glück….
Die NZZ lässt sich von Daniel Anselme ins düstere Nachkriegs-Paris führen. Die SZ beugt sich über einen toten Japaner im Prenzlauer Berg. Multiperspektivisch erzählen konnte Andor Endre Gelleri schon in den 30ern, lernt die beeindruckte taz….
Maria Lazars Roman „Die Eingeborenen von Maria Blut“ lehrt die NZZ das Fürchten vor der österreichischen Provinz. Außerdem singt sie eine Hymne auf György Dragomans „Scheiterhaufen“. Die SZ weint noch einmal mit Ursula Prutschs Biografie um Evita Perón….
Die FR freut sich, dass Jane Gardam mit ihrem Kronkolonistenroman „Ein untadeliger Mann“ endlich auch bei uns herauskommt. Die Manifestierung eines kraftvollen Musikertums erkennt die SZ in Riccardo Chaillys autobiografischen Band „Das Geheimnis liegt in der Stille“. Vergnügt verfolgt sie …