Und sonst so? [Monatsrückblick März 2020]
Der März ist eigentlich einer der großen Literaturmonate bei uns. Aber in diesem Jahr kamen uns Virus und Pandemie dazwischen. Isolation statt Buchmesse und Indiebookday waren angesagt….
Der März ist eigentlich einer der großen Literaturmonate bei uns. Aber in diesem Jahr kamen uns Virus und Pandemie dazwischen. Isolation statt Buchmesse und Indiebookday waren angesagt….
Zwei Schwestern, eine psychisch instabile Mutter und ein übergriffiger Vater, der meist durch Abwesenheit glänzt. Da kommt vieles zusammen, vor allem das Gegenteil einer netten Familiengeschichte. Mit Je tiefer das Wasser (Suhrkamp) hat Katya Apekina einen heftigen und intensiven Debütroman …
Kleine Schraube, große Wirkung: Agustina Bazterrica dreht in Wie die Schweine (Suhrkamp) an einem kleinen Detail unserer Lebenswirklichkeit und kreiert eine schockierende Dystopie, die tief blicken lässt. Ekel garantiert!…
Am 2. April werden Hatice Akyün und Annett Gröschner mit Daniela Dröscher und Michael Ebmeyer in der zweiten Ausgabe von »Let’s talk about class« über Wege aus dem Klassenk(r)ampf – auch in Zeiten von Corona – sprechen. Natürlich ohne Publikum, …
Es ist ruhig geworden um die Themen Flucht und Migration – umso mehr, seitdem der Virus uns in Schach hält. Zugegebenermaßen hatte ich meine kleine Reihe auch fast vergessen. Ein wenig neuer Input hat sie aber wieder auf’s Parkett gehievt….
Gerade in Krisenzeiten ist Solidarität das Wichtigste. Wir waren am vielleicht letzten Tag ohne Ausgangsbegrenzung in Berlin auf einen Kurztrip im ocelot und haben ein paar Indie-Bücher gekauft. Unterstützt den unabhängigen Buchhandel und Indie-Verlage!…
Sind Roboter nicht doch die besseren Menschen? In Emma Braslavskys neuem Roman Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten (Suhrkamp) tauchen wir in eine nicht allzu ferne Dystopie ein, die an Blade Runner genauso erinnert wie an I, Robot und …
Es wird endlich wieder heller, gleichzeitig läuft der Briefkasten heiß vor lauter Frühjahrsbüchern. Ob wir uns übernommen haben? Vielleicht….
Das beschauliche Liechtenstein in den Alpen. Literarsch war es bisher eher unerforscht, im Lichte der Finanzskandale der letzten Jahre setzt Benjamin Quaderer dem Fürstentum aber nun mit seinem Debüt Für immer die Alpen (Luchterhand) ein literarisches Denkmal….
Nach dem ersten »Let’s talk about class«-Abend vor einigen Wochen haben wir den Gästinnen Lucy Fricke, Paula Fürstenberg und Aurélie Maurin fünf Fragen zu Klasse und Herkunft gestellt. Lucy Fricke Wie stehst du zum Begriff »Klasse« und was bedeutet er …
Raus auf’s Land, in den Speckgürtel von Berlin ziehen, dahin, wo die Welt noch in Ordnung ist. Unterleuten, das Dorf in Juli Zehs gleichnamigen Roman (Luchterhand), scheint auf den ersten Blick dieser idyllische Ort zu sein, doch hinter der Fassade …
Ein toter Bruder, eine eigenartige Begegnung auf dem Friedhof und ein höchst unwahrscheinlicher Roadtrip: Jasmin Schreiber liefert mit Ihrem Debütroman Marianengraben (Eichborn) gut gemachte Unterhaltung mit tragikomischem Einschlag. Wer hat Ziemlich beste Freunde gesehen?…
Eine geliebte Person verschwindet spurlos und wirft das Leben ihrer Freunde und Bekannten komplett durcheinander. Sabrina von Nick Drnaso (Blumenbar) erzählt von Trauer, Stress und Verdrängung, aber auch von dem großen Wunsch nach Normalität und Ruhe in der amerikanischen Mittelschicht….
Am Donnerstag fand die erste Ausgabe der neuen Gesprächsreihe »Let’s talk about class« im Berliner ACUD statt. Zu Gast waren Lucy Fricke, Paula Fürstenberg und Aurélie Maurin, moderiert wurde von den beiden Veranstaltenden Daniela Dröscher und Michael Ebmeyer. Die eigene …
Morgen startet die neue Berliner Lesereihe »Let‘s talk about class – Wege aus dem Klassenkrampf« im ACUD. Zu Gast sind die Autorinnen Lucy Fricke und Paula Fürstenberg sowie die Sängerin Aurélie Maurin. Durch den Abend führen die Veranstalter*innen Daniela Dröscher …
Wo wir herkommen, bestimmt zu größten Teilen, wo wir hingehen. Tatsächlich immer noch! Die neue Berliner Veranstaltungsreihe Let’s talk about class – Wege aus dem Klassenkrampf hebt das Thema auf’s Podest und wir freuen uns, die Reihe hier offiziell bebloggen …
Ein Toter vor dem Dorfbordell und die ewigen Wirren der Pubertät: Horst Evers lässt in Es hätte alles so schön sein können (Rowohlt Berlin) einen Jugendlichen in einen irren Plot um Rocker und Drogen rutschen. Klingt komisch, ist es aber …
Der Verlust eines geliebten Menschen kann uns bis in die Grundfesten zerreißen. In Taxi von Cemile Sahin (Korbinian) nimmt eine Mutter ihr Schicksal in die eigene Hand und kreiert sich einen neuen Sohn, der buchstäblich die Rolle neben ihr einnimmt….
»So this is the New Year, and I don’t feel any different.« Death Cab for Cutie zu besten Zeiten und das Motto für praktisch jeden Januar. Wir starten trotzdem frisch, ordentlich Urlaubstage um Weihnachten und Silvester sei Dank….
Nach den Nazis kamen die Kommunisten. Die Graphic Novel Tschechenkrieg (Voland & Quist) von Jan Novák und Jaromír »99« Švejdík erzählt aus dem tschechischen Untergrund der frühen 1950er Jahre und wirft spärliches Licht auf eine bisher kaum bekannte Episode tschechisch-deutscher …
Mein erster Band der neuen KiWi Musikbibliothek, und gleich ein Knaller: In seiner Hommage Die Toten Hosen erzählt Thees Uhlmann praktisch nichts Neues und sagt doch eigentlich alles. Das muss man erst mal hinkriegen….
Außen Roadtrip, innen der Selbsthass einer Nation: Sieben (Voland & Quist) von Ziemowit Szczerek führt nicht nur quer durch Polen, sondern auch ganz tief in das Herz des Landes. Und zu all den Dämonen, die es heimsuchen….
Sechs Jahre sind seit Stefanie de Velascos Debütroman Tigermilch (KiWi) vergangen, mit dem mich mehr als nur eine großartige Lektüre verbindet. Im Oktober erschien nun ihr zweites Buch Kein Teil der Welt (KiWi), in dem die Autorin einen eindrucksvollen Einblick …
Die nahende Klimakatastrophe stellt die Politik vor eine unlösbar erscheinende Aufgabe, bei der momentan ganz verschieden versagt wird. Bruno Latour durchleuchtet in Das terrestrische Manifest (Suhrkamp) die Gründe für dieses Versagen und macht Vorschläge für eine Zukunft, die kein toter …
Es raschelt in den Zwischenwänden: Sebastian Guhr geht mit Die langen Arme (Kein & Aber) in die Keller einer DDR, die man so noch nie gelesen hat. Und die es so auch nicht gab, aber das ist eine andere Geschichte. …