André Herrmann: Platzwechsel
Lieben, hassen, ignorieren, im Wald aussetzen? Man weiß nicht, was man mit der Verwandtschaft machen soll. In Platzwechsel (Voland & Quist) von André Herrmann kämpft der Protagonist mit seinen Gefühlen….
Lieben, hassen, ignorieren, im Wald aussetzen? Man weiß nicht, was man mit der Verwandtschaft machen soll. In Platzwechsel (Voland & Quist) von André Herrmann kämpft der Protagonist mit seinen Gefühlen….
In seinem zweiten Roman Stella (Hanser) wendet sich Takis Würger nach der Welt der Elite-Unis nun dem Nationalsozialismus zu. Ob es inhaltlich stärker ist als der Vorgänger, der mich vor allem sprachlich überzeugen konnte?…
Hand hoch, wer vor dem Lesen von Juan Gómez Bárcenas neuem Roman Kanada (Secession) gleich zumindest grob geahnt hätte, was sie oder ihn da erwartet? Niemand? Der Roman zelebriert das Rätsel der Vergangenheit und die Langsamkeit, in der es aufgeblättert …
2018 war ganz schön gut zu uns, daher kriegt es hier einen richtig schönen roten Teppich ausgerollt. Auf dem lassen wir es kurz Revue passieren und verabschieden es in den wohlverdienten Ruhestand….
Was passiert, wenn sich ein Mensch zum Tier macht? Aus einer tiefen Kränkung heraus geht in Mann im Zoo von David Garnett (Dörlemann) ein Mann auf die andere Seite der Gitterstäbe des Londoner Zoos. Eine schöne Persiflage auf Sensationslust und …
Weihnachten und vor allem der heilige Abend nahen mit großen Schritten und schon bald sitzen die meisten von uns wieder unterm Baum, trinken Punsch und packen Geschenke aus. Ich bin ja traditionell mit dem Geschenkeinkauf immer eher spät dran. Da …
Im November findet traditionell der open mike statt, bei dem wir dieses Jahr den Blog leiten durften. Außerdem gab es noch eine Reihe interessanter Veranstaltungen und ordentlich neue Bücher….
Ein Roadtrip durch Amerika. Mit einem schrulligen Künstler im schnellsten Sportwagen mit Straßenzulassung, der je gebaut wurde. Denis Pfabe tischt uns in seinem Debütroman Der Tag endet mit dem Licht (Rowohlt Berlin) eine Geschichte auf, die auf den ersten Blick …
Auf dem Cover schillern die Buchstaben in allen Regenbogenfarben, im Inneren schillert der Inhalt mit ihnen um die Wette. Was ist das? Eine begründete Frage an Johanna Maxls Debütroman Unser großes Album elektrischer Tage (Matthes & Seitz)….
Meine Reihe zu Sachbüchern über Flucht und Migration geht in die zweite Runde. Analysen stehen im Vordergrund, die ich mir komplett von der Bundeszentrale für politische Bildung besorgt habe. Herausgekommen ist ein kleiner Grundkurs mit Erweiterung….
Das dominierende Thema des Oktober ist bei Buchmenschen traditionell die Messe in Frankfurt mit der Verleihung des Deutschen Buchpreises. Da hat unsere Favoritin Inger-Maria Mahlke gewonnen, was uns einen fröhlichen Oktober spendiert hat. Was sonst noch so los war, lest …
Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden alle Zeitzeugen der NS-Zeit gestorben und die lebendigen Erinnerungen an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte mit ihnen begraben sein. Kolja Mensing hält in seinem dokumentarischen Roman Fels (Verbrecher Verlag) die Erinnerungen seiner …
Leichtigkeit und Schwere treffen in Heinz Helles neuem Roman Die Überwindung der Schwerkraft (Suhrkamp) in den verschiedensten Formen aufeinander. Ein betrunkener Monolog ist hier manchmal nur einen Wimpernschlag von den elementarsten Fragen zu Leben und Tod entfernt….
Beziehungen können zerstörerisch sein. Paulina Czienskowski wirft in ihrem Manifest gegen die emotionale Verkümmerung (Korbinian) Licht in die Abgründe einer Trennung. Ihre Sprache schafft dabei eine derartige Nähe, dass es den Leser*innen immer wieder kalt den Rücken runterläuft….
Über ein Jahr ist nichts mehr passiert in meiner geliebten Kategorie FreundInnen lesen. Schande! Umso schöner, dass sie nun mit meiner Freundin Annabelle in eine neue Runde geht….
Im September ging es zurück in den Alltag von Berlin und Pondicherry, in den beginnenden Herbst Deutschlands und den scheinbar endlosen schwül-heißen Sommer Südindiens. Die Ernüchterung konnte aber durch unsere Buchpreis-Titel ein wenig aufgefangen werden….
In ihrem Shortlist-nominierten Roman Nachtleuchten (S. Fischer) entführt uns María Cecilia Barbetta in Buenos Aires’ kleinen Vorort Ballester im Jahre 1974. Das Leuchten des Dunklen, das Sprühen der Zeichen und Paradoxien ist die ganz eigene Qualität dieses Buchs….
Sechs Koffer: Das sind vier Brüder, zwei Ehefrauen, sechs Kapitel zwischen Prag, Moskau, Berlin, Zürich und Hamburg, von 1965 bis 2016. Und das alles auf gerade mal 200 Seiten – geht das überhaupt? Maxim Biller zeigt in Sechs Koffer (KiWi), …
August, das hieß vor allem: Urlaub! Drei Wochen Sri Lanka füllten den Großteil des Monats aus. Leider hat es mit der Flucht vor der mitteleuropäischen Hitzewelle nicht so ganz geklappt….
In seinem bemerkenswerten Debütroman Mit der der Faust in die Welt schlagen (Ullstein) erzählt Lukas Rietzschel eine Geschichte aus der Ostdeutschen Provinz, der Lausitz. Von da, wo es weh tut. Auch und gerade nach den Nazi-Aufmärschen von Chemnitz ein Blick, …
Die Barbaren sind immer die anderen: Stephan Thome zeichnet in seinem neuen Roman Gott der Barbaren (Suhrkamp) ein vielstimmiges Bild des zweiten Opiumkriegs und der folgenden Jahre, in dem vor allem die kulturellen Unterschiede und die Machtgefälle zwischen den vielen …
Wir haben gelesen, bis uns die Augen tränten, haben wirklich tolle Entdeckungen gemacht, Enttäuschungen erlebt und auch mal verständnislos die Köpfe geschüttelt. Morgen kommt die Shortlist, daher hier noch ein kurzer Einstimmungsbeitrag mit unseren Tipps. Im Normalfall setzen wir uns …
In seinem neuen Roman Sültzrather (Folio) lässt Josef Oberhollenzer das Leben des Dichters Vitus Sültzrather Revue passieren. Ein schicksalsträchtiges Leben, das es vielleicht gar nicht gab?…
In seinem neuen Roman Ein schönes Paar (Schöffling & Co.) erzählt Gert Loschütz nicht nur von einer Liebe, die an der Republikflucht zerbricht, sondern auch vom Schmerz einer Kindergeneration, die das alles miterlebt hat….
Nach Hitchcock jetzt Susanne Röckel: Sie verwandelt die lustige Vogelhochzeit in einen dunklen Alptraum. Der Vogelgott (Jung und Jung) besinnt sich auf die Tugenden der Schauerromantik und beschwört mit deren Mitteln einen gefiederten Gott aus den Abgründen des Dreißigjährigen Kriegs….