Wilde Astern

Als ich einem Freund erzählte, daß ich für den Lyrikkalender Sara Teasdale plane, sagte er: Christoph Rohrbach hat etwas von ihr übersetzt. Da war ich doch verblüfft angesichts der fast nicht vorhandenen Rezeption in Deutschland. Da leben wir in derselben …

Moyshe Kulbak: Montag

Der russisch/litauisch-jiddische Autor Moyshe Kulbak (Vilnius 1896 – Sibirien 1940) ist für mich kein ganz unbekannter. In der wunderbaren Anthologie Federmenschen (herausgegeben von Andrej Jendrusch [2]) ist er mit einer unendlich traurigen Geschichte vertreten. Es ist die Geschichte von Munje, …

Salz und Zucker

  Arthur bestellt sich noch einen zweiten Espresso, denke ich. Die Frauen im Café sind sehr schön. Ich muss noch einen Espresso haben, sagt sich Arthur, auf einem Bein steht keiner gut, ich schwanke selbst wenn ich mit beiden Beinen …

Regennasse Einsamkeit

Wenn die Menschen gehen, holt sich die Natur alles zurück. Häuser zerfallen, Straßen bekommen Risse, in denen das Unkraut sprießt, Büsche und Bäume überwuchern alles, Wege verschwinden, notdürftig erhalten die letzten Verbliebenen die Reste einer Infrastruktur am Leben, die eigentlich …

Jo Nesbø: Harry Hole und ich

Wenn Krimi-Fans den Namen Jo Nesbø hören, verbinden sie diesen unmittelbar mit einem weiteren: Harry Hole. Der frühere Kommissar und Spezialist für Serientäter, der jetzt an der Polizeihochschule unterrichtet, ermittelt in Nesbøs neuesten Band, „Durst“, zum elften Mal. Wie der Autor …