Kategorie-Archiv: Literatur
Stimme aus Israel
Die Anthologie „Stimmen aus Israel“ dokumentiert eine kurzlebige Literatur, entstanden im Wesentlichen in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Deutschen (Deutschsprachigen), denen die Flucht aus Europa und die Einreise nach Palästina gelungen war, und inzwischen so gut wie verschwunden. …
Kein Spaß im Cyberraum?
Glaubwürdige Digitalisierungkritik muss präzise sein Joachim Paul Dass der Autor ein ausgewachsenes Problem mit den Auswüchsen des globalen Kapitalismus hat, sollte nicht insofern missverstanden werden, er liefere in seinen Texten ein alternatives Gestaltungsangebot menschlichen Wirtschaftens und Verhaltens. Er begnügt sich……
Roberto Bolaño: „Die Eisbahn“ – Eine Leiche auf dem Eis
Erst kurz vor seinem Tod wurde Roberto Bolaño berühmt. Deshalb werden viele Romane des Chilenen erst jetzt ins Deutsche übersetzt. So auch die rasante Geschichte um einen übergewichtigen Beamten, die örtliche Eislaufprinzessin und eine Eisenbahn….
Hannelore Cayre: „Reichtum verpflichtet“ – Ein genialer Plan gegen die Ausbeutung
Menschenhandel, Korruption und soziale Ungerechtigkeit: Die französische Schriftstellerin Hannelore Cayre sucht in ihrem Paris-Krimi „Reichtum verpflichtet“ nach Parallelen zwischen dem 19. Jahrhundert und der Gegenwart.Deutschlandfunk Kultur, Frühkritik…
Die Lektor*innen des 29. open mike | Teil 2: Ralph Klever, Meike Herrmann und Hannes Ulbrich
Lektor*innen, die: sechs Personen, deren Job es ist, Bücher zu »machen«. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Verlagen und Literaturagenturen, sie kommen aus Heidelberg, Köln, München, Berlin oder Wien, und arbeiten seit Jahren mit Autor*innen an deren Manuskripten, begleiten sie auf dem …
Epidemie, aber in schön
Das Buch „Die großen Epidemien“ führt hübsch aufgemacht, aber inhaltlich oberflächlich durch die MedizingeschichteRezension von Martin Janda zuLetizia Gabaglio: Die großen Epidemien. Geschichte – Gegenmittel – ImpfstoffeMidas Verlag, Zürich 2021
Diese sehr ernste Inszenierung – Christian Kracht: Eurotrash
Von Pascal Mathéus Alle reden über Kracht. Reden sie über einen Bluff?…
Literatur: Hilfe, wir sind nicht woke genug
Darf man eine Erzählung, in der Gewalt beschrieben wird, noch drucken? Geht ein Roman, in dem ein Reaktionär reaktionäres Zeug redet, in Ordnung? In Verlagen greift die Angst um sich, zum Gegenstand aggressiver Identitätsdebatten zu werden….
Geschlossene Dorfgesellschaft
Polyperspektivisch porträtiert in „Vierunddreißigster September“ von Angelika KlüssendorfRezension von Anne Amend-Söchting zuAngelika Klüssendorf: Vierunddreißigster SeptemberPiper Verlag, München 2021
Zum Tod von Jost Hermand: aus dem Archiv von literaturkritik.de
Hinweise von Redaktion literaturkritik.de
Der Buchbetrieb im Exil
Ein biografisches Handbuch von Ernst FischerRezension von Walter Delabar zuErnst Fischer: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert….
Roman von Hillary Clinton: Verbindungen ins Weiße Haus
Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat mit Krimi-Autorin Louise Penny einen spannenden Thriller geschrieben. Allerdings hat „State of Terror“ einen eitlen Beigeschmack.
Ein vergessener Wiener Expressionist
Wilfried Ihrig legt ausgewählte Feuilletons von Heinrich Nowak vorVon Manfred Orlick
Stefan Hornbach: „Den Hund überleben“: Keine Lust zu kämpfen
Stefan Hornbach schreibt über die Krebserkrankung eines jungen Mannes – ganz ohne Tragödie, sogar fast ohne Tränen.
blauschwarzberlin: folge 17
Wir arbeiten beide seit vielen Jahren in der Buchbranche. Wir lesen viel und wir sprechen darüber. Denn wir glauben an die Wirkmächtigkeit der Literatur….
„Mittelalte Männer“: Torten ins Gesicht
Schon 1997 wurde genderkorrekt gesprochen: Richard Russos „Mittealte Männer“ ist eine Zeitreise mit Slapstick-Elementen.
Die Bücher-Bar / Eine Kolumne / Folge 11
Der Büchersäufer stellt hier Bücher vor, die er mit Genuss bis zur Neige geleert, oder an denen er lieber nur kurz genippt hat. Heute geht es um Facebook. Ich habe schon vor Jahren meinen Account gelöscht und nachdem ich jetzt …
BÜCHERSCHAU DES TAGES: Noch bin ich wach. Es ist Nacht
Die Zeit ist heute mit ihrer Literaturbeilage erschienen, der Aufmacher ist Emine Sevgi Özdamar gewidmet und ihrem kolossalen autobiografischen Prosagemälde „Ein von Schatten begrenzter Raum“. Außerdem in der Bücherschau: Die FR liest hoch beeindruckt, wie Ugur Sahin und Özlem Türeci …
60 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen: „Die Zukunft ist noch lange hin“
Der Publizist Can Dündar erzählt von Menschen, die heute aus anderen Gründen aus der Türkei nach Deutschland kommen. Dies ist die Geschichte von Aslı Erdoğan – vor deren Schriften ein gleichnamiger Politiker Angst zu haben scheint.
Türkiye’den gelen misafir işçiler 60 senedir Almanya’da: „Gelecek uzun sürecek“
Gazeteci-Yazar Can Dündar, günümüzde Türkiye’den çok farklı nedenlerle gelen insanları anlatıyor. İste, Aslı Erdoğan’ın öyküsü.
Adulrazak Gurnah: Jenseits des Aktivismus
Der Literaturnobelpreis für Abdulrazak Gurnah ist eine glückliche Wahl. Denn der Schriftsteller erzählt verdammt großartige Geschichten, in betont schnörkelloser Sprache.
Ein schrecklich trauriges Gespenst
„Das Gespenst von Canterville“ ist nicht nur das erste erzählerische Werk des englischen Schriftstellers Oscar Wilde, sondern hat darüber hinaus auch für mich persönlich eine gewisse Bedeutung. Erstmals erschienen ist diese herrliche Gesellschaftssatire nämlich in der Londoner Zeitschrift „The Court …
„Schöne Welt, wo bist du“: Timeline der Sehnsucht
„Schöne Welt, wo bist du“: In Sally Rooneys neuem Roman schlagen sich die Menschen durch eine Gegenwart, der die Verheißungen der Moderne abhandenkamen.
Die Geburt des Absurden aus dem Geist der US-Moderne: Lee Friedlander in Berlin
Ich treffe meine Begleitung vor dem Café des c/o Berlin, dem alten Amerika-Haus. Sie möchte, bevor wir die Photographien von Lee Friedlander schauen, noch eine Kleinigkeit trinken, so sagte sie und so bestellen wir, da ich ihren Wünschen gerne nachkomme, …
