BÜCHER DER SAISON: Frühlingsromane
Eine ordentliche Portion Eskapismus kann in diesen Tagen nicht schaden. Warum nicht die Welt mal mit den Augen von Thomas Cromwell sehen? Oder die Nachwende von Chemnitz aus betrachten?…
Eine ordentliche Portion Eskapismus kann in diesen Tagen nicht schaden. Warum nicht die Welt mal mit den Augen von Thomas Cromwell sehen? Oder die Nachwende von Chemnitz aus betrachten?…
Die FAZ freut sich über Farbenprach und Raffinesse, mit der das italienische Autorenkollektiv Wu Ming in von der Französischen Revolution erzählt. Wie Pomp zum Herrschaftsinstrument wurde, lernt sie von Bart van Loos Geschichte „Burgund“. Die taz lässt sich vom Foundational …
Der Dlf-Kultur erfährt von dem italienischen Schriftsteller und Naturwissenschaftler Paolo Giordano, wie die Coronakrise unser Leben verändert. Die taz lernt dank Ronny Blaschke die weltweiten Propagandamechanismen im Fußball kennen. Die SZ verfällt mit den sinnlichen Gedichten von Sujata Bhatt …
Dichtung ist Schichtung; sie wird kenntlich als Sedimentierung der Sprache, jenem „bleibenden zeugnis nie abgeschlossener verwandlung (…) stets zur splitterung bereit“. Ein Eigenleben der Wahrnehmung fängt an, die Sprache schiefert….
Der DlfKultur folgt mit großer Sympathie Pedro Mairals tragischem Helden, der vor seiner Familie aus Buenos Aires nach Montevideo flüchtet. Gebannt folgt die taz auch Ewan Morrisons „Nina X“, die sich aus einer maoistischen Sekte in die Freiheit rettet. Die …
Die FR gratuliert Uwe Timm zum Achtzigsten und feiert mit seinen Essays über Utopie und Literatur das beobachtungsscharfe Denken. Außerdem verehrt sie Eric Clapton fast wie am ersten Tag! Die SZ liest G….
In Oyinkan Braithwaites „Meine Schwester, die Serienmörderin“ laboriert eine Krankenschwester in Lagos an den Wunden, die familiäre Dysfunktionalität schlägt. Liz Moore erzählt in ihrem Roman „Long Bright River“ von den Verheerungen der Opioid-Krise in Philadelphia und einer jungen Polizistin, …
Die FAZ lässt sich von Edvarts Virzas Roman „Straumēni“ ein Jahr in den Kosmos eines lettischen Bauernhofs entführen. Außerdem erfreut sie sich an Uwe Timms humanistischen Utopien. Die NZZ lässt sich von Rufus Beck die ganze Bibel vorlesen….
Dlf Kultur lässt sich von Amir Hassan Cheheltan in den „Zirkel der Literaturliebhaber“ im Iran der 60er und 70er Jahre einführen. Die FAZ lotet die poetische Tiefe der Gedichte Uwe Kolbes aus. Die FR liest Marina Frenks Debütroman „Ewig her …
Die FR ist entzückt, wie Lisa Sandlins Privatdetektivin Delpha Wade in den 30er Jahren ihre Fälle zur Not mit einer Whiskeyflasche löst. Die SZ liest Woody Allens Autobiografie „Ganz nebenbei“. Dlf Kultur folgt gebannt Mario Vargas Llosas neuem Roman „Harte …
Als Liechtensteiner Epos über die „Geldwerdung des Menschen“ liest die SZ Benjamin Quaderers Roman „Für immer die Alpen“. Von Ulrich Bröckling lernt sie, dass die Heldenerzählung eine Herrschaftstechnologie ist. Lesenswert, weil irritierend findet der Dlf Martha Nussbaums Plädoyer …
Die SZ lässt sich von Graham Swifts Dreiecksbeziehung zwischen einem Magier, seiner Assistentin und einem Schauspieler verzaubern. Die taz blickt mit Tea Obrehts Roman „Herzland“ auf den amerikanischen Traum aus feministischer Perspektive. Die FR reist mit Lars Gustaffsons neuem Schience-Fiction-Roman …
Die FAZ bewundert Wahrheit und Wahrhaftigkeit, mit der Hilary Mantel ihre Geschichte Tudor-Englands fortschreibt. Von Thure Erik Lunds fäkalbeklebtem Helden lässt sie sich das „Grabenereignismysterium“ lüften. Dlf-Kultur lässt sich von Elizabeth Strout lieber die Spezies Mensch entziffern….
Der Dlf entdeckt sein Herz für die biestige alte Heldin in Elizabeth Strouts Roman „Die langen Abende“. Dlf Kultur empfiehlt einen Band mit Science-Fiction-Erzählungen aus China. Die taz liest zwei Bücher zur deutschen Ethnologie und der Raubkunstdebatte….
Der DlfKultur folgt gebannt Shariar Mandanipurs Roman „Augenstern“, der einen Playboy durch die islamische Revolution taumeln lässt. Die taz geht mit dem Fotografen Oliver Godow auf Besichtigungstour durch Oslo. Die SZ staunt, welch krachpopuläre Wendung Ta-Nehisi Coates Sklaverei-Roman „Der Wassertänzer“ …
Die FR begibt sich mit Wolfgang Martynkewicz zurück in Jahr 1920, in eine geisterhafte Zeit von Armut, Gewalt und unheimlichen Herrscherfiguren. Die SZ lässt sich von Georg Oswald in die Münchner Immobilienblase einführe. Von Hans Jakob Meier lernt …
Liebe (und Hass) in Zeiten des Corona-Virus: Die Welt empfiehlt Band 3 aus Hilary Mantels Tudor-Trilogie: „Spiegel und Licht“. Die FAZ knabbert mit Spaß und Genuss an Fran Ross‘ „Oreo“. Die FR begibt sich mit Deepa Anapparas Detektiven …
Die FAZ folgt dem Philosophen Martin Hartmann zu den Wurzeln des Vertrauens. Mit Daniel Cohn-Bendit denkt sie über Fußball und Nationalismus nach. Die NZZ staunt über Witz und Würze in David Albaharis Roman über eine Vater-Sohn-Beziehung vor der …
Depression ist definitiv ein Thema in diesem Frühjahr: Benjamin Maacks poetisches Tagebuch über seine klinische Depression, „Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein“, ist für den Dlf so erschreckend wie lesenswert. David Vanns „Momentum“ weitet die Diagnose …
Dlf Kultur lässt sich von dem Biologen Ludger Weß in die Welt der Zombiebakterien, Schreckenskugeln und des Zwergzykaden-Bakteriums einführen. FAZ, FR und SZ feiern Thomas Piketty, der sich mit „Kapital und Ideologie“ den einen als …
Als freihändige Wort-Malerei feiert die FAZ Marina Frenks poetisches Debüt „Ewig her und gar nicht wahr“. Für einen Höhepunkt der Saison hält sie jetzt schon Verena Güntners Roman „Power“. FR und taz streifen noch einmal mit Lutz Seiler durch das …
Die Kontaktsperre wird vermutlich bis zum 3. Mai verlängert werden, Kommunikation findet derzeit überwiegend vor dem Bildschirm statt. Das muss nicht sein!…
Lutz Seiler erzählt sinnlich und lustvoll von der überhitzten Anarchie der Wendemonate, Regina Porter springt in Siebenmeilensätzen von der Bürgerrechtsbewegung bis zur Obama-Ära, Jan Wenzel legt aufregend wie nie das Jahr 1990 frei und Karl Schlögel erliegt dem Duft der …
Krachend intensives Schweben erlebt die berauschte NZZ mit Christoph Höhtkers Roman „Schlachthof und Ordnung“, der die selbstlernende Droge Marom R500 einführt. Die SZ versucht mit Jonas Lüschers Poetikvorlesungen, die zersplitterte Wirklichkeit zu erfassen. Der Dlf lernt mit dem „Eisernen Gustav“ …
Die NZZ liest Anna Burns Nordirland-Roman „Milchmann“ als Porträt einer tief versehrten Gesellschaft. Beeindruckt ist die SZ von Abbas Khiders unversöhnlichem Roman „Palast der Miserablen“ und beglückt von Ingo Schulze listigem Roman „Der rechtschaffene Mörder“. Die FAZ erinnert sich mit …