Von der Vergänglichkeit – Daniel Galera „So enden wir“
„Es war die diffuse Angst vor dem unabwendbaren langsamen Ersticken, nach dem nichts mehr übrig blieb.“ Was bleibt, wenn wir gegangen sind?…
„Es war die diffuse Angst vor dem unabwendbaren langsamen Ersticken, nach dem nichts mehr übrig blieb.“ Was bleibt, wenn wir gegangen sind?…
„Nichts wollte ich im Leben weniger als hassen.“ Es ist ein regnerischer Nachmittag, die Straßen sind leer….
Eine Woche nach der Leipziger Buchmesse werde ich an dieser Stelle einmal die frischen Titel aus den wunderbaren Frühjahrsprogrammen der Verlage etwas zur Seite schieben und mich vielmehr mit meinen Regalen und einer Reihe bereits gelesener Bücher widmen. Der Grund: …
„Wunder geschehen. Wenn das große Böse existiert, warum nicht auch das große Gute.“…
Obwohl seit der politischen Wende und folgend der Wiedervereinigung Deutschlands bereits 28 Jahre vergangen sind, gibt es noch immer Themen aus der DDR-Geschichte, die in der Öffentlichkeit nicht so sehr präsent und kaum bekannt sind. In ihrem Romandebüt „Das Ende …
„Hier ist von Glück keine Spur.“ Ein Blick auf die Liste der Gewinner des National Book Awards macht eines deutlich: Es gibt nicht viele Schriftsteller, die diese neben dem Pulitzerpreis renommierteste literarische Auszeichnung in den USA gleich mehrfach erhalten …
„Es dauerte noch zweieinhalb Jahre, bis sie sich zum ersten Mal küssten.“ Das Erwachsensein ist schon ein recht merkwürdiger Zustand, er schwebt gefühlt zwischen den Zeiten, zwischen Vergangenheit und Zukunft….
Der Krieg ist ein Ungeheuer, dachte Ernst im fünften Kriegsjahr. Er sieht die große Welt auf andere Weise….
„Im Grunde gibt es nichts, das dem Tode näher wäre als das Fotografieren.“ Wir versuchen, uns der Welt nicht nur in Worten, sondern auch in Bildern zu nähern….
„Man musste warten. Am Leben bleiben und warten.“…
„Dachten die Kinder allen Ernstes, sie könnten das Krokodil von einem Konflikt mit der Tigerin abhalten.“ In ein Kunstmuseum geht der kunstinteressierte Besucher freiwillig, und er will die Ausstellung auch wieder verlassen, wann er will….
„Die Elemente sind maßlos.“ Einsamkeit oder Gemeinschaft?…
„(…), aber das ganze Leben ist eine ganze Aneinanderreihung unwahrscheinlicher Begebenheiten.“ Um es schon einmal vorwegzunehmen: Obwohl der Name Håkan Nesser auf dem Roman mit dem Titel „Der Fall Kallmann“ draufsteht, ist es kein typischer skandinavischer Krimi….
„Auch an wirklich hellen Tagen gibt es Stellen, die im Halbdunkel liegen.“ Die deutsche Teilung hat Familien entzweit, seelische Wunden gerissen, von denen Narben weiter existieren….
„Obwohl die Winde über das Firmament rasten, berührten unsere Zehen nie den Himmel.“ An einem der zahlreichen Enden der Welt zu leben, ist sicherlich nicht einfach….
„Nichts, was sagen könnte, schien das Richtige zu sein.“ Es könnte so ein beschaulicher Ort sein….
„Alles hat mit allem zu tun.“ Es kann schon erschreckend sein, wenn in Deutschland innerhalb eines Jahres zwei Romane erscheinen, die in die Zukunft der USA blicken und eine unheilvolle, ja düstere Zeit beschreiben….
„So sehr man sich auch drehte und wendete, man bewegte sich doch immer nur im Kreis derselben Menschen.“ Die Entscheidung, in sehr jungen Jahren das vertraute Zuhause zu verlassen und in eine fremde Stadt zu kommen, in der das …
„Das Leben jedes Menschen ist ein Text.“ Was bleibt nach dem Leben eines Menschen?…
„Es dauert seine Zeit, eine starke Mauer zu bauen.“ Sie sind nicht so sehr bekannt wie die in der Nachbarschaft liegenden Shetlands, berühmt für die gleichnamige robuste Pony-Rasse….
Zugegeben: In Schule und Studium blieb er von mir ungelesen. Er stand mit seinem Roman „Levins Mühle“, 1964 erschienen und verfilmt, zwar auf der umfangreichen Lektüreliste, die es galt, im Verlauf der Semester geduldig abzuarbeiten; mit der Zeit sah …
„Wir sollen für das Haus sorgen wie für ein lebendiges Wesen, dann wird das Vertrauen wachsen, dann werden wir eine Familie sein, Brüder und Schwestern (…).“ Ein Haus bietet nicht nur seinen Bewohnern ein Dach und ein Zuhause….
„Sie sahen die Ruinen ausgebrannter Häuser, eine verwüstete Landschaft, verängstigte Familien auf dem Marsch (…).“ Er ist kein Heiler, er ist vielmehr das Grauen und das Böse in Person….
„Die beiden Bilder passen nicht zusammen, man kann nicht zwölf Jahre alt und ein Mörder sein …“ Der Tatort: der Wald von Saint-Eustache, das Opfer: der kleine Rémi, der Täter: der gerade mal zwölfjährige Antoine. Seine Tatwaffe: ein Stock….
Zwischen den jährlichen Neuerscheinungen, auch in den kommenden Frühjahrsprogrammen der Verlage, finden sich Titel aus Norwegen, das 2019 Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird und meines Erachtens auch darüber hinaus mehr Aufmerksamkeit seitens deutscher Leser verdient hätte. In einem Gespräch …