Ein Aufsatz: Biblische Haut
Syndrome werden oft nach literarischen Figuren benannt, weil die Patienten ihnen ähneln. Nicht so das „Hiob-Syndrom“.
Syndrome werden oft nach literarischen Figuren benannt, weil die Patienten ihnen ähneln. Nicht so das „Hiob-Syndrom“.
Katharina Fuchs erzählt in ihrem Roman „Lebenssekunden“ die Geschichten der ersten deutschen Foto-Journalistin aus der BRD und einer Leistungsturnerin aus der DDR. Bücherstädterin Michelle-Denise hat die unterschiedlichen Schicksale der heranwachsenden Frauen ab den 50er Jahren bis zum Bau der Berliner …
Zum Weinen schön: Terry Gross interviewt Maurice Sendak
Johanna von Orléans bleibt ein Problem für die Geschichtsschreibung: Wie sich nicht von ihrem Charisma vereinnahmen lassen und trotzdem ihr Geheimnis ergründen? Gerd Krumeich versucht es mit einer Biografie.
Dem Dlf gewährt Rahel Varnhagens „Briefwechsel mit Jugendfreundinnen“ bemerkenswerte Einblicke in weibliche Lebenswelten. Die FR vergnügt sich in Niedersachsen mit Lisa Krusches Debüt „Unsere anarchistischen Herzen“. Die FAZ nimmt erleichtert auf, dass mit Thomas Unnerstall mal ein Autor die ökologische …
Peter Buwalda ist ein Star der niederländischen Literatur, in seinen Romanen muss es ständig krachen. Auch „Otmars Söhne“ lässt einem kaum Luft zum Atmen.
Riad Sattouf schreibt die Erinnerungen an seine Kindheit im Nahen Osten fort. Die Naivität seines kindlichen Alter Egos weicht mehr und mehr dem skeptischen Blick des Heranwachsenden, was angesichts der zunehmend existenzielleren Herausforderungen aber auch dringend nötig ist.
»PROFESSIONAL PEOPLE«
Moritz Matthies’ sechster Streich der Erdmännchen-Krimireihe ist als Hörbuch erschienen. Die Erdmännchen Ray und Rufus verschlägt es in den Wald zu reaktionären Wildschweinen. Christoph Maria Herbst gibt als Sprecher wieder einmal alles….
Vielleicht können wir ja bald wieder ungehemmt unserer Reiselust frönen. Bis es soweit ist, kann man in Eckhart Nickels „Von unterwegs“ schmökern und sich so daran erinnern, dass jede Reise ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ist.Deutschlandfunk Kultur, LesartDirekter …
»Lockdown-Lyrik 2.0! Quarantäne poetisch ausleuchten – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« ist eine Online-Sammlung von Gedichten, die sich mit der Corona-Krise befassen….
Wenn sich die deutsche Literatur seit der Wiedervereinigung mit der DDR beschäftigt, dann ausschließlich aus der Opferperspektive, ist SZ-Kritiker Felix Stephan aufgefallen: Dafür, dass der größte Teil der Bevölkerung sich im Land eingerichtet und mit kleinen und größeren Kompromissen arrangiert …
von Maryam Aras ‘Mikroaggression’ ist ein seltsames Wort. Ich kenne es noch gar nicht so lange, habe es aber ein paar Mal in Unterhaltungen benutzt und dabei beobachtet, dass es eine bemerkenswerte Wirkung entfaltet….
»Der große Sommer« von Ewald Arenz ist ein atmosphärischer, dichter und vielschichtiger Coming-of-Age-Roman der 1980er-Jahre. Man möchte nicht nochmal so jung sein. Aber man wünscht sich, selbst einen so großen Sommer erlebt zu haben – oder einen zu erleben….
Dagmar Nick (* 30. Mai 1926 in Breslau) Zum gestrigen 95….
Über Literatur, Politik und Metaphysik: Adam Zagajewskis hohe Schule des Essays zeigt den Ernst und die Heiterkeit der Kunst.
Der Psychoanalytiker Peter Widmer sinniert über die Aggressionen, die in allen Menschen stecken. Mitunter liefert er eine neue Deutung des Mörders von Rupperswil: Das Normale ist das eigentlich Verrückte.
Gesehen: The Devil’s Doorway (2018) von Aislinn Clarke. Im Herbst 1960 werden Pater Thomas Riley und Pater John Thornton vom Vatikan ausgesandt, um ein wundersames Ereignis in einem irischen Heim für „gefallene Frauen“ zu untersuchen, nur um etwas viel Schrecklicheres …
Einen Roman über eine Pandemie während einer Pandemie lesen? Wer will das überhaupt, wo wir uns doch alle nach Normalität sehnen? Doch was ist diese Normalität eigentlich?…
Dialog stand bei ihr im Mittelpunkt. Rahel Levin Varnhagen repräsentiert weibliche Selbstermächtigung und jüdische Emanzipation. Als Saloniere und Verfasserin von rund 6000 Briefen hat sie Geistesgeschichte geschrieben….
Dialog stand bei ihr im Mittelpunkt. Rahel Levin Varnhagen repräsentiert weibliche Selbstermächtigung und jüdische Emanzipation. Als Saloniere und Verfasserin von rund 6000 Briefen hat sie Geistesgeschichte geschrieben….
Lutz Hachmeister schreibt in seinem neuen Buch „Hôtel Provençal“ über den Mythos der Côte d’Azur. Es ist ein nostalgischer Abgesang mit herrlich glamourösem Personal.
In der ostdeutschen Literatur nach 1990 gibt es eine Leerstelle, wenn es um die Frage der persönlichen Verantwortung geht. Warum?
Ein Gespräch mit dem Autor Ilija Trojanow über das Schreiben als kommunikativen Akt, seinen neuen Roman „Doppelte Spur“ (S. Fischer Verlag, 2020), seinen Einsatz für die Literatur des globalen Südens, über das Reisen zu Fuß und im Kopf, die deutsche …
In Sarah Moss‘ jüngst in deutscher Übersetzung erschienenem Roman Geisterwand lebt eine Gruppe im northumbrischen Wald wie in der Eisenzeit. Dabei verknüpft die Autorin die Kultur der Vergangenheit mit gegenwärtigen Themen und Pressionen zu einer packenden Geschichte. von Laura Potisch…