Soziale Distanz – Ein Tagebuch (1)
In diesem kollektiven Tagebuch wollen wir sammeln, wie der grassierende Virus unser Leben, Vorstellungen von Gesellschaft, politische Debatten und die Sprache selbst verändert. Dazu werden wir kleine Gedankenmiszellen sammeln und versuchen Tweets, die uns signifikant vorkommen oder bestimmte Entwicklungen besonders …
Bov Bjerg: Serpentinen Claassen Verlag
Selten ist es mir so schwer gefallen eine Besprechung über ein Buch zu schreiben wie hier mit „Serpentinen“, obwohl ich es sehr mag. Vielleicht fange ich mit der Frage an, die sehr häufig im Text selbst gestellt wird: „Um was …
Gekonnt kurzweilig, gewollt politisch
Mit «Fahrplanmässiger Aufenthalt» bietet Franz Hohler einen humorvollen und politischen Erzählband.
Spät
Ferdinand Hardekopf (* 15. Dezember 1876 in Varel; † 26….
Die Eltern sollen es einmal besser haben. Aber wie geht so etwas? Lutz Seiler erzählt von der Wende
Der Fall der Berliner Mauer war vielleicht ein noch grösserer Einschnitt als die Teilung Deutschlands.
Lob der Melancholie
Kritik: Vor rund 30 Jahren hat László F. Földényi sich in seinem Buch „Melancholie“ erstmals mit der „schwarzen Galle“ der vier Temperamente auseinandergesetzt. Danach war das Thema nicht ausgereizt….
Das Sprechen der Perspektiven
Kritik: „Wenn man Dingen Namen gibt, geht der Sinn verloren“, postuliert der „Schriftsteller“ in Tarkowskis dystopischem Fim „Stalker“. Der aus Ungarn stammenden Künstlerin Kinga Tóth, in Lyrik wie Prosa, Grafik und Performance sowie mehreren Sprachen gleichermaßen souverän unterwegs, ist vor …
Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 33: „WAS WILL UNS DER DICHTER DAMIT SAGEN? – CO TÍM CHCE BÁSNÍK ŘÍCI?“
Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in …
Bildungsreise
Eine zwanzigtägige Schiffsreise von Antwerpen bis Istanbul im Juli 1967 aus der Erzählperspektive eines Sechzehnjährigen, in der Form von Tagebüchern aufgezeichnet – das verspricht ein besonderes Lesevergnügen, zumal der Roman des Heranwachsenden oft die Ebenen in der Wahrnehmung des Erzählers……
Lyrikstier zum Thema »Frühling« auf 2021 verschoben
Der für den Welttag der Poesie, also kommenden Samstag, 21. März, angesetzte Lyrikstier zum Thema »Frühling« kann wegen der Coronavirus-Epidemie leider nicht stattfinden. Er wird um ein Jahr verschoben; am Samstag, 20….
Südstaaten-Roman „Der Wassertänzer“: Captain America auf der Tabakplantage
Ta-Nehisi Coates schreibt neben politischen Essays auch „Black Panther“-Comics für Marvel. Logisch, dass sein Held im Roman „Der Wassertänzer“ Superkräfte hat.
Untote Grenzgänger
Bernhard Unterholzners „Die Erfindung des Vampirs“ ist eine Diskursgeschichte über den BlutsaugerRezension von Lea Reiff zuBernhard Unterholzner: Die Erfindung des Vampirs. Mythenbildung zwischen populären Erzählungen vom Bösen und wissenschaftlicher ForschungHarrassowitz Verlag, Wiesbaden 2019
Literatur – Leipzig: Sträter für „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres“ geehrt
«Sturz» ist ein literarischer Höhenflug
Auch wenn sein neues Buch «Sturz» heisst, geht es für Reto Hänny immer darum, Sätze zum Fliegen zu bringen.
Auf der anderen Seite des schönen Scheins
In ihrem Kurzgeschichtenband „Heimweh nach einer anderen Welt“ führt uns Ottessa Moshfegh radikal auf die andere Seite des allgegenwärtigen schönen ScheinsRezension von Karsten Herrmann zuOttessa Moshfegh: Heimweh nach einer anderen Welt. StorysLiebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2020
Sprengkopf
Fix Zone: Neues bei hochroth: Néstor Mendoza – Sprengkopf. Aus dem venezolanischen Spanisch von Michael Ebmeyer. Illustration: Daniel Irala….
Buch voller Begegnungen
Fix Zone: Neuerscheinung bei Schöffling: Mit seinem Gedichtband was Petersilie über die Seele weiß legt Alexandru Bulucz ein Buch voller Begegnungen vor. Neben… Weiterlesen
„zum Bleiben, wie zum Wandern“
Fix Zone: Neuerscheinung im Schiler & Mücke (vormals Hans Schiler) Verlag: »zum Bleiben, wie zum Wandern –… Weiterlesen
Gräser, Wolken, Wind
Eine Dramaturgie der Vielen in Jörn Etzolds „Gegend am Aetna. Hölderlins Theater der Zukunft“Rezension von Bart Philipsen zuJörn Etzold: Gegend am Aetna. Hölderlins Theater der ZukunftWilhelm Fink Verlag, Paderborn 2019
Ansichten vom irdischen Planeten in einem Textkorpus
Die Berner Ausgabe sämtlicher Schriften Alexander von HumboldtsRezension von Alexandre Métraux zuAlexander von Humboldt; Oliver Lubrich; Thomas Nehrlich (Hg.): Sämtliche Schriften. StudienausgabeDeutscher Taschenbuch Verlag, München 2019
Cornelia Travnicek: »In diesen Zeiten sollten wir über Bücher sprechen«
Die Corona-Maßnahmen treffen auch Autor*innen und Künstler*innen hart. Lesungen sind eine wichtige Einnahmequelle, doch diese sind bis auf weiteres abgesagt. »Wir müssen den Künstlern die Aufmerksamkeit, die ihnen jetzt entgeht, ein bisschen zurückgeben, indem wir über ihre Bücher sprechen«, empfiehlt …
Shahriar Mandanipur: „Augenstern“ – Auf der Suche nach dem verlorenen Arm
Erst Sex, Drugs und Rock’n’Roll in Teheran, dann Revolution, Sittenwächter und Krieg. Der Playboy Amir kehrt als traumatisierter Kriegsveteran ins Elternhaus zurück. Dann macht er sich auf die Suche: nach einem abgerissenen Arm und seiner großen Liebe….
Leif Randts Internet-Verlag Tegel Media – Das seltsame Pop-Universum eines Buchpreis-Nominierten
Leif Randt gehörte mit „Allegro Pastell“ zu den Favoriten für den Leipziger Buchpreis. Doch der Autor ist auch selbst Verleger. Auf Tegel Media veröffentlicht er PDFs, Videos und Snapchat-Nachrichten….
BÜCHERSCHAU DES TAGES: Distinktion durch Gamberini
Die FR begibt sich mit Wolfgang Martynkewicz zurück in Jahr 1920, in eine geisterhafte Zeit von Armut, Gewalt und unheimlichen Herrscherfiguren. Die SZ lässt sich von Georg Oswald in die Münchner Immobilienblase einführe. Von Hans Jakob Meier lernt …
