Ein neues „Bild“ über das Mittelalter

Jérôme Baschet und Pierre-Olivier Dittmar vermitteln mit unüblichen Methoden der Bild-Analyse ein bislang ungewohntes Verständnis der mittelalterlichen Gesellschaften Rezension von Tom Goeller zuPierre-Olivier Dittmar; Jérôme Baschet: Les images dans l‘Occident médiéval. L‘ATELIER DU MÉDIÉVISTE 14Brepols Publishers NV, Turnhout …

Vorfreuden für Leseratten II Frühjahr 2018

Für die zweite Folge meiner Serie Vorfreuden für Leseratten habe ich neue Sachbücher über das menschliche Gehirn und die Entstehung unseres Bewusstseins, über Wahrnehmung, Kunst und Kreativität ausgewählt. Hirnaktivität © Suhrkamp Wie konnten sich im Laufe der Evolution aus Einzellern komplexe Wesen mit Bewusstsein, Intelligenz …

#WomeninSciFi

  Animiert durch einen Artikel habe ich vor einer Weile einmal angefangen, in Buchläden die Bücher in der Science Fiction Abteilung durchzugehen und nach meiner informellen Berechnung waren in der Regel gerade einmal 15% der Bücher in den Regalen von …

Im Grase

Nachdem ich gestern nur Grasreste auf gefrorenem Boden trat, hier antizyklisch ein Grasgedicht. Annette von Droste-Hülshoff (über deren Geburtstag es mehrere Ansichten gibt, eine davon heute) Im Grase…

Ideale der Revolution

Inmitten des blau-weißen Paperback-Umschlags blickt uns die fotografische Abbildung eines jungen Mannes an: Moyshe Kulbak, Autor des 1926 im Warschauer Verlag Kultur-Lige in jiddischer Sprache erschienenen Erzählbandes Montog. Eyn kleyner roman. Aufgeteilt in zwanzig Textpassagen erzählt uns ein vielstimmiger Autor …

Wider den Zynismus des Nichtstuns

Kritik: Dass Juli Zeh die literarische Entwicklung, Darstellung und Verarbeitung gesellschaftlicher Dystopien wie wenige andere der deutschen Gegenwartsliteratur beherrscht, ist spätestens seit Erscheinen ihres Romans „Corpus Delicti“ im Jahre 2009 eine weithin nicht nur in Fachkreisen verbreitete Ansicht. Hatte sie …

Nichts als ein Märchen

November 1918: Weltkriegsende, Revolution, Sturz der alten Weltordnung und ihrer Monarchen, auch des bayerische Königs. Und auf einmal schien alles möglich im aufgewühlten, kriegsmüden München. Vor allem Künstler, Schriftsteller und andere Utopiebegabte sahen ihre Stunde gekommen – wer, wenn nicht …