Page-99-Test: Martin Mosebach

Zu diesem Page-99-Test hat mich ein Freund mit seinen Einwänden gegen meine Adjektiv-Kritik inspiriert. Die Adjektivjagd sei ein stilkritisches Unkrautvernichtungsmittel, im Dienste der journalistischen Windschlüpfrigkeit. Adjektive seien „fragloser Bestandteil sprachlichen Ausdrucks außer für Subjekt-Prädikat-Objekt-Stalinisten und – gut gesetzt – …

Tief in den Wäldern

In diesem Beitrag geht es um zwei Bücher, die inhaltlich und stilistisch sehr verschieden sind. Doch sie haben ein verbindendes Element: Den Wald. Oder vielmehr den Wald als Rückzugsort von der Gesellschaft, als Versteck vor anderen Menschen, weitab von allem….

Auf der Suche nach sich selbst

Bestsellerautor und Man Booker Prize-Gewinner Yann Martel liefert mit seinem vierten Roman „Die hohen Berge Portugals“ ein streckenweise langatmiges, aber dennoch eindrucksvolles Werk über die großen Fragen des LebensRezension von Alexander Moor zuYann Martel: Die hohen Berge Portugals. …

Der Aufflug bleibt aus

Kritik: Einen Gedichtband mit Kommentar zu veröffentlichen – nicht dem Kommentar eines Herausgebers, Kritikers, Literaturwissenschaftlers, Übersetzers, sondern der Dichterin selbst – ist ungewöhnlich. Mehr als ein paar Annotationen, Fußnoten, ein knapper Appendix sind nicht üblich…. Weiterlesen

Nein-wann-wann

Kritik: „Im Dschungel der Großstadt“ wächst Schimmi (getauft Jimmy) auf, „der Hotteste unter den Hotten, der Fresheste unter den Freshen, der Obermakake, der affengeile“. In seinen ungelenken Rhymes (wie auch im goldenen Grinsen des Affen auf dem Umschlag) schwingt bereits …