Efeu – Die Kulturrundschau vom 27.05.2016 – Literatur
Besprochen werden u.a. Rachel Cusks „Outline“ (ZeitOnline) und Georgi Gospodinovs Erzählungsband „8 Minuten und 19 Sekunden“ (SZ)….
Besprochen werden u.a. Rachel Cusks „Outline“ (ZeitOnline) und Georgi Gospodinovs Erzählungsband „8 Minuten und 19 Sekunden“ (SZ)….
In der taz gratuliert Jochen Schimmang dem Schriftsteller Guntram Vesper zum 75. Geburtstag. Zugleich bespricht er dessen vor kurzem mit dem Leipziger Buchpreis gewürdigten Roman „Frohburg“, den er zudem vor Hintergrund des Schaffens des Autors einsortiert….
In der FAZ schreibt Martin Kämpchen über die Problemlagen der indischen Literatur, die, in 24 Sprachen zersplittert, mangels Übersetzungen schon mit sich selbst kaum ins Gespräch kommt. Auch nach außen hin hapert es: In Deutschland etwa ist das Interesse an …
Der Mensch entkommt seinem Gefängnis nicht, weder biografisch noch anthropologisch, lernt Roman Bucheli in der NZZ von Michael Kumpfmüllers Roman „Die Erziehung des Mannes“: „Das Urteil des Daseins lautet stets auf lebenslänglich.“ Weiteres: Der Guardian bringt eine lesenswerte Rede …
Die Zeit hat Jan Brandts Bericht von seinem Treffen mit der Schriftstellerin Marjana Gaponenko online nachgereicht. Besprochen werden eine vom SWR produzierte, mehrteilige Hörspieladaption von John Dos Passos' „Manhattan Transfer“ (FAZ, hier der gestern urgesendete erste Teil zum Nachhören), Judith …
Wladimir Putin hat in Russland ein System aufgebaut, das ihm nützt. Aber was treibt so viele Russen dazu, dieses System, das sie an der Kandare hält, zu unterstützen? Das fragt sich im Gespräch mit der SZ auch der russische Science-Fiction-Autor …
So abgeschieden lebt Elena Ferrante gar nicht, auch wenn niemand weiß, wer sie ist. Im November erscheint in Amerika ein Buch von ihr mit Interviews, Briefen und Gelegenheitstexten. Der New Yorker bringt einen Auszug aus einem Gespräch der Autorin mit …
In Heidelberg wurden Fragmente eines bislang unveröffentlichten Berlinromans aus dem Nachlass von Rudolf Borchardt vorgestellt, der eine kleine Sensation in den Feuilletons auslöste: „In einem furiosen Aufstand der Sinne auch gegen die häusliche Autorität des Vaters wirft sich der 24-Jährige …
Im Guardian stellt Alison Flood die koreanische Autorin Han Kang vor, die in diesem Jahr für ihren Roman „The Vegetarian“ den Man Booker International Prize erhält. Der Roman erzählt von einer jungen Frau, die ein Baum werden möchte. Der SWR …
Als ziemlichen Hohn empfindet der iranische Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan, dessen Roman „Der Kalligraf von Isfahan“ in seiner Heimat nicht gedruckt werden durfte, die blumigen Sentenzen, die Funktionäre aus Politik und Kultur zu Beginn der Teheraner Buchmesse von sich gaben. …
Weltweit (nur noch nicht in Deutschland, da die betreffenden Romane erst im Herbst erscheinen) rätselt man über die Identität der Autorin hinter dem Pseudonym Elena Ferrante, deren seit 2011 erschienenes Hauptwerk, vier zusammenhängend konzipierte Neapel-Romane, derzeit Heerscharen von Lesern in …
Besprochen wird Joanna Bators „Dunkel, fast Nacht“ (SZ). Mehr Literatur im Netz auf LIt21, unserem Metablog zur literarischen Blogosphäre.
Im NZZ-Interview mit Jürgen Brôcan spricht der amerikanische Autor David Mitchell über seinen neuen Roman „Die Knochenuhren“. Obwohl er versucht, jedes Buch anders zu schreiben, gibt es doch eine Gemeinsamkeit, erfährt man: „Manchmal denke ich, dass meine optimale Form eigentlich …
Besprochen werden Joël Dickers neuer Roman „Die Geschichte der Baltimores“ (NZZ), Robert Darntons Studie „Die Zensoren“ (NZZ)., Don DeLillos „Zero K“ (online nachgereicht von der FAS), Anthony Marras „Letztes Lied einer vergangenen Welt“ (FR) ,Joachim Lottmanns Novelle „Hotel Sylvia“ …
Das Leben und Schreiben des israelischen Autors Etgar Keret ist reich an Absurditäten, weiß Angela Schader in der NZZ, doch „Die sieben gute Jahre“ übertrifft alles“: „Paradox mutet schließich die Tatsache an, dass von dem Buch keine hebräische Edition existiert, …
Noch wird einem von den neuen Virtual-Reality-Brillen übel, in der NZZ erinnert der Schriftsteller Martin Dean jedoch daran, wie in der Vergangenheit veränderte Raumerfahrungen die Literatur beflügelt haben: „Mit der Entgrenzung des Raumes und der Instabilität des Zeitgefühls der Romanhelden …
Don De Lillo, annähernd achtzig, veröffentlicht am 19. Mai seinen neuen Roman „Zero K“. Xan Brooks porträtiert den Autor im Guardian als verehrungswürdigen Doyen der amerikanischen Literatur, der seine Romane noch auf Schreibmaschine verfasst und weder E-Mail noch Mobiltelefon benutzt….
Juli Zeh räumt ein, im Netz tatsächlich fingierte Ostereier rund um ihren aktuellen Roman „Unterleuten“ versteckt zu haben, meldet Sabine Vogel in der FR. Eigentlich wollte der Übersetzer Frank Heibert Musiker werden, doch mit 13, 14 Jahren ereilte ihn seine …
Literatur-Bloggerin Jessa Crispin schließt ihr wegweisendes Blog of a Bookslut. Bei Vulture erklärt sie, warum: „Bookslut war einzig und allein deshalb interessant, weil es kein Geld machte. Als ich aber bemerkte, welche Opfer ich bringen musste, um Geld zu verdienen, …
Man hätte auch schon früher drauf kommen können, meint Roman Bucheli in der NZZ, dennoch feiert er die Briefe Robert Walsers als bedeutenden Schatz, die jetzt in der Solothurner Zentralbibliothek geborgen wurden: „Zu den spektakulärsten Zeugnissen zählt ein Brief vom …
In der FR unterhält sich Sylvia Staude mit dem britischen Schriftsteller Robert MacFarlane über nicht-nostalgisches Nature Writing und sein Buch „Alte Wege“: „Ich bin zunehmend fasziniert davon, wie das, was wir Wildnis nennen und das Menschliche untrennbar werden. Wanderfalken lassen …
In einem wehmütigen Text begibt sich Gertrud Leutenegger für die NZZ mit Rimbaud im Gepäck zum schmelzenden Rhonegletscher: „Eine bizarre Szenerie erwartet uns. Wo endet überhaupt die Gletscherzunge? Und nirgends das geringste blaugrüne Schimmern von Eis!…
Für den Perlentaucher räumt Arno Widmann wieder Bücher vom Nachttisch, darunter einen Gesprächsband mit dem Dirigenten Rene Jacobs: „Sie werden Wochen für die Lektüre dieses Buches brauchen. Nicht weil es langweilig wäre. Das ist es keine Sekunde, sondern weil es …
Wenn jetzt sogar schon Benjamin von Stuckrad-Barre als ehedem größte Koksnase des Betriebs ein Loblied auf die Nüchternheit und die Askese singt, hat sich im Verhältnis zwischen Literatur und Rausch nun wirklich einiges verändert, merkt ein darüber ziemlich trauriger Michael …
Die NZZ bringt Peter Esterhazys bewegende Grabrede auf Imre Kertesz, der am vergangenen Freitag in Budapest beerdigt wurde: „Ich fange mit einigen Neins an, und nein ist vielleicht auch das zentrale Wort bei Imre Kertész. Sein Leben, sein Tod, sein …