BÜCHERSCHAU DES TAGES: Das leckere Finish von Haarspray
Erschüttert liest die SZ Ibram X. Kendis Geschichte des amerikanischen Rassismus „Gebrandmarkt“. Erhellend findet sie auch Wolfgang Kraushaars „Die blinden Flecken der RAF“….
Erschüttert liest die SZ Ibram X. Kendis Geschichte des amerikanischen Rassismus „Gebrandmarkt“. Erhellend findet sie auch Wolfgang Kraushaars „Die blinden Flecken der RAF“….
Die Welt verliebt sich in Ernst Haeckels wunderbare Illustrationen von Quallen, Flechten und Mikroben. Die taz gruselt sich mit Hans-Henning Scharsach vor der „stillen Machtergreifung“ der FPÖ. Die FAZ vertieft sich in Szilard Borbelys Fragment gebliebenen Roman „Kafkas Sohn“….
Die FAZ legt mit Fethi Benslama den Islam auf die Couch und lernt den Islamismus als Zeichen der Krise des Islam in Konfrontation mit der sündhaften Moderne kennen. Bei Peter Berthold liest sie, warum wir Vögel brauchen und wie wir …
Heute könnten alle Buchpreisträger zusammen splitternackt den Huchiguchi tanzen, die Rezensenten würden nicht mal mit ein Auge heben, alle sind in ihren neuen Asterix vertieft. Die Zeit immer hin lässt sich von Karl Schlögel in eine Kommunalka führen und atmet …
Die FR erliegt den Zwischentönen in Angie Thomas‘ den Rassenhass behandelnden Roman „The Hate U Give“. Höchst aufschlussreich findet die FAZ Ulrich Wegeners Erinnerungen an den Aufbau der GSG 9. Die NZZ blickt mit Pascale Kramer auf eine Vater-Tochter-Beziehung….
Minnesang ist Rollenlyrik, aus Klang gemacht, Kraft und Stil zugleich. Und er zeigt uns, aus welchen überlieferten Bildern und Geschichten wir Heutigen gemacht sind. Über „Unmögliche Liebe“, eine neue Sammlung aus der Kunst des Minnesangs….
Ergriffen und erschüttert liest die NZZ Peter Nadas‘ monumentale Autobiografie „Aufleuchtende Details“, die zugleich Seelenwerk, Familiensaga und Schreckensgeschichte des 20. Jahrhundert ist. Mit viel Lob bedenkt die SZ Franziska Meiforts Biografie des großen Soziologen und Liberalen Ralf Dahrendorf….
Mit Begeisterung hört sich die FAZ durch die Mammut-Edition „Der Kreis des Zauberers“, die siebzehn Stunden Aufzeichnungen von Thomas Mann und seiner Familie versammelt: etwa Erika Manns Bericht von den Nürnberger Prozessen etwa oder Klaus Manns Interview mit Hermann Göring. …
Die taz wirft mit Elnathan Johns Roman „An einem Dienstag geboren“ einen Blick in die Koranschulen Nigerias. Von Arlie Russell Hochschild lässt sich sich ins ebenfalls deprimierende Kernland der amerikanischen Rechten führen. Die FAZ nimmt eine Auszeit in Sven Regeners …
John Le Carré zaubert aus seiner Schublade noch einen George-Smiley-Roman. „Das Vermachtnis der Spione“ ist ein Prequel zum „Spion, der aus der Kälte kam“, eine wunderbare Reminiszenz an jene Zeit des Kalten Krieges, als der Kampf um den Anstand …
FAZ und Zeit feiern die Erinnerungen von Peter Nadas, „Aufleuchtende Details“, die die private und die große Geschichte verbinden. Die SZ langweilt sich zu Tode mit Marie N’Diayes Roman „Die Chefin“, von dem die Zeit ganz hingerissen …
Die FAZ reist, von Anne Hartmann angeleitet, mit Lion Feuchtwanger ins Moskau der dreißiger Jahre und mit Rebecca Hunt in die Antarktis. Die NZZ feiert Daniel Kehlmanns Erzählkunst in „Tyll“. Die Welt klärt mit Volker Kutscher ein Attentat im Gefängnis …
Geradezu widerstandsunfähig zeigt sich die FAZ gegenüber Tristan Garcias Roman „Faber“, der von einem jungen verführerischen Rebellen und Zerstörer erzählt. Schön findet sie auch, dass Robin Lane Fox in seiner Biografie Augustinus mal nicht als egozentrischen Ehrgeizling, sondern als Suchenden …
Die FR liest Orhan Pamuks neuen Roman als Meistererzählung über Liebe und Tod, Hoffnung und Verrat und das Leben in einem autoritären Land. Die SZ bewundert noch einmal die intellektuelle Kraft des Historikers Tony Judt und lässt sich von Josef …
Die Buchmesse steht bevor und damit bricht auch eine Woche französischer Literatur an: Die taz liest Leila Slimanis Roman „Dann schlaf auch du“ als brillantes Sittenbild der modernen französischen Gesellschaft. Die FAZ empfiehlt Didier Fassins „kritische Gebrauchsanweisung“ für das Leben. …
Marion Poschmann begibt sich auf eine zart schillernde Reise zu den japanischen Kieferninseln. Robert Menasse macht Brüsseler Bürokratie mit scharfem Witz literaturfähig. Sasha Marianna Salzmann schreibt wild und anarchisch über Jüdisch- und Queersein in Istanbul….
Die FAZ begibt sich mit Jean-Christophe Bailly auf einen poetischen und erkenntnisreichen Streifzug durch die französische Provinz. Dank Jan Rüger kann sie sich auch für Helgoland erwärmen. Die NZZ reist lieber mit Marion Poschmanns zu den „Kieferninseln“: Eine …
Die SZ lernt von Ute Frevert hochnotpeinliche, die Zeiten überdauernde Techniken der Demütigung. Die Zeit lässt sich von Oliver N. erzählen, wie er als 16-Jähriger beim IS in Syrien landete….
Versuche, die Transzendenz mit negativen Figuren zu beschreiben, gibt es seit dem Mittelalter. Die Negative des Neuropsychologen und Fotografen Hennric Jokeit versuchen wie mit einem Röntgengerät den Stützapparat der Dinge, der Objekte zu erfassen. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, …
Die FAZ besichtigt mit Marie Luise Knott die Trümmer des Jahres 1930 (hier unser Vorgeblättert). Die FR folgt Yaa Gyasis Geschichte einer aus Ghana in die Sklaverei verschleppten Familie über acht Generationen. Die NZZ feiert „Die Königinnen der Würstchen…
Tanguy Viel lässt in seinem Roman „Selbstjustiz“ einen bretonischen Arbeiter zum Mörder ohne schlechtes Gewissen werden. Mit „Ein Job für Delpha“ besteht Lisa Sandlin im Texas der siebziger Jahre auf eine zweite Chance.
Die SZ lässt sich von Edna O’Brien erzählen, wie sich ein ganzes irisches Dorf vom Wolf verführen lässt. So nachdenklich wie uneitel findet sie Eva Demskis Memoiren „Den Koffer trag ich selber“. Außerdem liest sie Andreas Fahrmeirs kurze, bemerkenswert postideologische …
Die taz erliegt der Schönheit von Marion Poschmanns „Kieferninsel“ und erklimmt mit René Daumal den „Berg Analog“. Die FR schaut mit Yanis Varoufakis hinter die Kulissen der internationalen Politik. Die SZ analysiert mit Andreas Bernard das Selbst in der digitalen …
Es hat nicht viele deutsche KünstlerInnen gegeben, die von Beginn an so gehätschelt und gepusht wurden wie Wolgang Tillmans. Nun hat er eine Retrospektive in der Fondation Beyeler. Eine kritische Zeitreise durch den Katalog der Ausstellung….
Die Zeit besucht mit Daniel Schönpflug das Kometenjahr 1918. Die SZ wagt sich an Joseph Andras‘ finsteren Roman über den Algerienkrieg. Die FAZ schwirrt mit Hilary Mantel durchs glaubenskrisengeschüttelte Nordengland der fünfziger Jahre und lässt sich von Edna O…