„Alle Hunde sterben“: Erstarrt wie ein Reh im Scheinwerferlicht
Cemile Sahins Roman „Alle Hunde sterben“ ist ein Reigen an Gewalterfahrung, voller Formbewusstsein. Aber ohne historischen Kontext.
Cemile Sahins Roman „Alle Hunde sterben“ ist ein Reigen an Gewalterfahrung, voller Formbewusstsein. Aber ohne historischen Kontext.
»Lockdown-Lyrik 2.0! Quarantäne poetisch ausleuchten – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« ist eine Online-Sammlung von Gedichten, die sich mit der Corona-Krise befassen….
Gedichte übers Nähen? Wäre mir die Luxemburger Dichterin Ulrike Bail nicht durch zwei ihrer Gedichtbände bekannt, hätte ich wohl nicht zu diesem Titel gegriffen….
In der SZ fasst Peter Burghardt nochmal Kirsten Boies Gründe dafür zusammen, dass sie den Preis des Vereins Deutsche Sprache ablehnt: Die Kinderbuchautorin „erinnert in ihrer Absage an Zitate des VDS-Vorsitzenden Walter Krämer, der vom ‚aktuellen Meinungsterror unserer weitgehend linksgestrickten …
Die Art, wie wir mit der Natur umgehen, erinnert Prof. Joachim Bauer »an die Flegeljahre eines Pubertierenden«. In seinem Buch »Fühlen, was die Welt fühlt«, beschreibt der Psychologe auf Basis wissenschaftlicher und kultureller Quellen die missratene Emanzipation des Menschen von …
Patricia Highsmith versteht sich auf niedere Instinkte. In ihren frühen Storys „Ladies“ erzählt sie so ansteckend von Neid, Bosheit, und Hass, dass man der 1995 verstorbenen Schriftstellerin wie im Fieber hinterher taumelt.Deutschlandfunk Kultur, BuchkritikDirekter Link zur Audiodatei…
von Jasper Nicolaisen „A room of one´s own“ – Ein Zimmer ganz für sich, so lautet eine alte, aber leider keineswegs überkommene Forderung feministischer Künstler*innen….
Alfred Walter Heymel gab die erlesene Zeitschrift „Die Insel“ heraus, er schrieb harmlose Chansons, Jugendstiliges, neckische Lieder vom Gott der Liebesraserei, Malaga und Malvasier und „Gierig junger Küsse Tausch, / Grausam junger Wollust Rausch.“ Doch machte ihn quasi der …
Die Notizen aus den Jahren 1942 und 1943 sind nun erstmals in Buchform erschienen. Sie lösten eine nüchterne Debatte über die politische Haltung des italienischen Schriftstellers aus.
Stehst du auf der Seite der Radikalliberalen oder der Wirtschaftsliberalen, auf der Seite von Jakob Stämpfli oder von Alfred Escher? Oliver Zimmer stellt die entscheidende Frage. Die Debatte ist eröffnet….
Schon seit fast 200 Jahren gibt es die Fremdenlegion. In Frankreich war sie von Anfang an ein Symbol für Offenheit, andere Länder sahen in den Truppen den Inbegriff unzivilisierter Kriegsführung. Mitglieder aber zog sie von überallher an….
Er bekam den Beinamen »Die Hand Gottes«, dabei war sein linker Fuß der göttliche Teil seines Körpers. Maradona hat selbst Legenden wie Pélé oder Franz Beckenbauer in den Schatten gestellt, er verkörperte Zeit seins Lebens Genie und Wahnsinn. Das belegt …
Kritik: Einen dichten Familien-/ Generationenroman schreibt Yvonne Hergane mit Die Chamäleondamen, jüngst im Maro Verlag erschienen. Darin geht es um eine episodenhafte Chronik vierer ProtagonistInnen einer Rumäniendeutschen-Familie zwischen Banat und Hamburg, Frankfurt etc. Nicht nur die politischen und gesellschaftlichen System wechseln …
„Der Mann ohne Eigenschaften“ war der kühne Versuch, die Moderne und ihre Bewusstseinsbrüche in eine Form zu bringen. Vor 90 Jahren erschien der erste Band des unabgeschlossenen Werks von Robert Musil.Deutschlandfunk, Kalenderblatt…
Ben Lerner: „Nichts ist ein Klischee, wenn man es selbst erlebt.“ Foto: Ariana Mangual / SV Ich war gerade dabei, meinen Vater zu hassen, als er starb. Der Raureif hatte das Gras am Straßenrand geweißt, geweiht, das Streusalz hatte …
Wenn Wendy ihre Pillen nicht nimmt: „Freaks“ von Frank Schmolke ist ein blutig-ernster Superhelden-Comic aus Deutschland.
Hinweis von Redaktion literaturkritik.de zuFriedhelm Rathjen: Einzig in Gesellschaft. Vermischtes über Arno Schmidt und einige seiner ZeitgenossenEdition ReJOYCE, Südwesthörn 2020
Ingeborg Villinger beleuchtet erstmals das Leben von „Gretha Jünger“Rezension von Nico Schulte-Ebbert zuIngeborg Villinger: Gretha Jünger. Die unsichtbare FrauKlett-Cotta Verlag, Stuttgart 2020
Im achten Rath-Roman „Olympia“ muss Volker Kutschers Held einen schweren Entschluss fassenRezension von Dietmar Jacobsen zuVolker Kutscher: Olympia. Der achte Rath-RomanPiper Verlag, München 2020
Die neue Ausgabe der „Joseph“-Tetralogie herausgegeben von Jan Assmann, Dieter Borchmeyer und Stephan Stachorski stellt die Forschung zu Thomas Manns Alterswerk auf eine grundfeste interdisziplinäre BasisVon Friederike Wißmach
Sind Nazis womöglich einfach nicht komplex? In seinem Buch „Die Rattenlinie“ rekonstruiert der englische Jurist Philippe Sands das Leben des SS-Gruppenführers Otto Wächter.
Die FAZ reist mit gelehrten Dichtungen von Ann Carson vom antiken Griechenland bis in die DDR. Die SZ untersucht mit Jan Philipp Reemtsma das Phänomen Gewalt und blickt mit frühen Erzählungen von Patricia Highsmith in ins Rutschen geratene Seelen. Die …
Drei Mal musste ich „Die Verwandlung“ von Franz Kafka in der Schule durchkauen. Das ist einfach zu oft, um die Erzählung wertschätzen zu können. Ich konnte Kafka in dieser Zeit absolut nicht ausstehen….
Dass Gleichberechtigung im Literaturbetrieb längst noch ein Fremdwort ist, möchte der Roman Hippocampus von Gertraud Klemm aufzeigen. Die österreichische Autorin entwirft das Bild einer sensationslüsternen, patriarchalen und korrupten Literaturbranche – und legt, wie es der Klappentext verspricht, ihren Finger dahin, …
Die Kinderbuchautorin Kirsten Boie verwahrt sich gegen eine Auszeichnung des Vereins Deutsche Sprache, dessen Bundesvorsitzender öffentlich von „Lügenpresse“ und „Genderwahn“ spricht.